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werden daraus weder Biätrer noch Wur-zeln, sondern sie versauten bey der Heroor-bringung der Pflanye schlechterdings. End-lich so befinde: sich bey diesem allen annocheine ölige Feuchtigkeit, um in solchem Saa-nien - Korn gleichsam den Anfang des Le-bens zu erhalten/ Massen dieses sonst, wieoben bey dem Won Gesäme allbereit ange-führet, ohne dergleichen lebendig - machen-des Oel und diesen balsiunischen Gafft ver-trocknen und vererben müsse. (Siehe auchden Artickel pflanye). Aller Saame vondenen Feld-Früchten, so zum Säen gebrau-chet werden soll, muß vollkommen, undalso nicht etwan naß eingeführet, auch nichtmucytend, ersterben, unzeitig oder ausge-wachsen seyn, noch sonsten einigen Man-gel haben; er soll auch von dem neuestenZuwachs genommen werden, und also überein Jahr nicht alt seyn. Zum Saamenmuß "ein verständiger Haus - Wirt das rei-neste und beste Gerraidc in der Enchte ab-sonderlich legen und ausdreschen lassen. BeymAufheben wird sodenn der Vorsprung, ^derdas Beste, so vorn weggesprungen, zum Saa-men abgenommen, auf den Boden an einenguten Ort «schürtet, (sonderlich der Wei-zen, welcher bis übers Jahr lieget), undfleißig gewendet, damit kein Schade darangeschehe. Den Saamen, welcher von/chlech-ten und schwachen Erdreich kommt» soll manin ein besseres und stärkeres säen; hingegeneinen andern, so auf einem guten Acker ge-wachsen, in ein geringeres nicht streuen las-se» : Denn ein ieder Saame verringert doch,oder verdirvet wohl gar, er sey auch lo gutals er immer wolle, wenn er in ein bös un-geschlacht und unfruchtbar immer einerleyStücke Feldes gesäet wird. Ja es ist auchnöthig/ daß der Saame selbst bisweilen verän-dert und verueuerr werde. Was diese Verän-derungen vor grossen Nutzen im Säen haben,und vor besondere Wirckungen nach sichziehe, nnd wie Verbesserung und Vermeh-rung im Getraide dadurch verschaffet wer-den könne, davon lese man verschiedene An-merckunge» in denen Leipziger Sammln»-gen iv St. n. i. Es haben sich viele curiöseHans-Wirte und fleißige Narurkündiger da-hin bemühst, wie sie durch eine und die an-dere Kunst den Saamen der Feld - Früchtefruchtbar machen, und einen desto reichernSegen erlange» können. Einige hievon rich-ten ihre Absicht auf die Ejnsäung des Sa«-mens, andere auf die Einweichung desselben,oder auch die besondere Zurichtuna des Ackers,«rhrisrian 'wolff in seineu Entdeckung derN'abeen Ursacl, von dernninderbarenVer-,nehrung des Gerraides hält Cap.;. davor,daß, wen» ein Saamen - Körnicin viel Aeh-ren tragen solle/ so müsten einige Kasten vondem Halme in die Erde zn liegen kommen,folglich gehöre sich, daß der Saame wenig-stens einen Zoll tieff in der Erde liege, dennalso würden zwey Knoten von dem Haupt-Halme Wurtzeln schlagen/ und ihre besondere
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Halmen treiben können; Damit aber solcheNeben - Halmen auch vor sich Raum genugzu ihrer weiteren Vermehrung hätten, undes ihnen an nöthigem Nahrungs - Gafftenicht fehle; so müsten wenigstens drey Zollweit die Körner von einander zu liegen kom-men. Das gemeinste Mittel, den Saame»fruchtbar zu^machen, ist, daß man das Korn,so viel man saen will, in eine feite dicke Mist-Pfäye, oder in eine besonders dazu bereite-te Düng-Lauge einweiche, davon bereitsunter diesem Worte Erwehnung geschehen.Andere geben auch dieses Mittel an die Hand,daß man nehmlich in einem alten Faß Regen-Wasser > sammle», und solches mir dem aus-genommenen Boden - Deckel wieder zudecken,daram, wenn das Faß drey Eimer oder einVierte! halt, drey Pfund geschmeltzten undgar rein geflossenen Salpeter darein thun,denselben, damit er im Wasser zergehe, her-um rühren, und also alles zusammen, bisman es brauchet, stehen lassen solle, weil esdesto besser, wenn es «!t ist. Nachgehendssoll m-ni zur Zeit der Sommer - und Win-ter-Saat den Saamen aufmessen, und sievermuteist einer Gieß - Kanne mit solchemangemachten Wasser besprengen, iedoch nichtmehr, als was die Frucht annehmen kan,und daß das Wasser davon ablauffen möge, fer-ner mit einem Rechen oder höltzernen Sch Zuf-iel stetig rühren,, und aus solche Weise densel-ben Tag ausgebreitet liegen lassen. Den «n-dernjTag soll man es noch einmahl bespren-ge», rühre»/ nnd liegen lasse», bis es ein we-nig ausgetrocknet, welches kaum sechs bis sie-ben Stunden Zeit erfordert; Hernachmahlsmag man die Saat gewöhnlicher Massen vor-nehmen, zuvor aber das Acker - Feld ausnachfolgende Weise zurichten: Man soll nehm-lich geschmelltten Salpeter, auf einen Ackeroder Juchart Feld funffzehen Pfund nehmen,denselben in kleine Stücken, in der Grossewie Hasel-Nüsse zerschlagen, hernach selbigsunFrühlina oder Herbst auf das Saat-Feldaussäen, damit solche Brocken weitläufftigaus einander liegen, ferner mit einem Pflugüberfahren oder einegen, und endlich denSaamen also darein saen. Denn auf solcheWeise soll die Frucht eher zeitig, auch sowohlan Stroh als Früchten grösser werden, undalso mehr Garben geben. Im übrigen istnoch zu merckeii/ daß der Saamen von Hauff,Lein, Rüben - Saat oder Riebsen uud der-gleichen Gesame/ wen» er in Fässern odergrossen Törfsen zum Säen aufgehoben wird,sowohl zum Saamen als zn andern Dingenuntüchtig werde. Was den Saamen derAüchen-Gewächse anbelanget, pflegen zwaretliche von denenselben, nachdem sie reiffund zeitig worden, ihren reckten Saamenalsobald zu haben, und im ersten Jahr- Ge-wächs mit sich zu bringen, dahingegen theils
andere von gemeldren Garten »Gewächsen ttstaus denen bereits völlig gewachsenen Fruch-te« erzeuget, und also dieselben zu dem En-de wiederum in das Erdreich eingesektt wer-