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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2273-2274
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22/z Pomade ^

pomade. M eins ausgekochte-!! M '.rck. ft>scheu, S^ö?s-Talch, oder von Schweinc-S'chmalk ,nd Rosen-Wasser, oder weichesnock besser von Reh-Fett niitAevsseln uneCitronen-Hchnilten bereitete, und niit Jas-min- oder andern wohlriechenden Oelen angemachte ^lbe oder Schn-iere; deren Ge-brauch ist, eine zarte, reine und glatte Haut zumachen, Kisse und Schwielen we-izunehmen,die ^aare einzuschmieren, damit sie sich besterkannnen, krausen und pudern lassen. Einetreffiiä' nützliche und heilsame Pomade, weicheauc!' zu ofenen Schaden, sonderlich zum Mundund Hairen, wenn sie von Kalte aufgeklun-gen, diemt, und eine linde Haut machet, ist ?ol-aende i Man nehme ein Pfund neue unge-wascheie Butter, ein Viertel-Pfund gelbesWach/, ein Pfund von schwartzenwohlzeirige»xraiöen in einer erdenen oder höltzernenSchisse! ausgepreßten Safft, unfein PfundAosm-Wasser; koche diese vier Stucke zusam-me» in einem neuen Topf, schäume es mit ei-nen höl«erne»Löffelre>mab,und nehme es nacheiier Stunde vom Feuer, lasse eskairwerden,rehme es alsdenn niit einen! irdenen oderyöltzernen Geschirr heraus, drucke es auf einsauber Tuch, und verwahre es in einem irde-nen Befasse. Es muß aber diese Pomade mitkeinen, Metall, es sey was es wolle, berühretwerden. Oder ausgekochtes Marck von Ham-mel-Füssen, Borar, oebrannte Alaune/ weis-ses Wachs und Rosen-Oel, man zerlassedieses über einem gelinden Feuer, und treibees wohl durch einander, dergleichen giebt einegute Salbe ab zu dein Gesichte, denn es macheteine -ilatte und zarte Haut. Oder n?an ver-mischet auch über einem nicht so gar starckenFeuer süß Mandel-Oel, samt frischen Ham-mel-Talch mit rother Ochsen-Zungen, dieses isteine bewährte Salbe vor aufgesprungene undrauhe Lippen. Zu den Händen aber, sie son-derlich i!, Winter gut zu erhalten, ist folgendenoch^ besser. Erstlich nimm eines Eyes großHirsck)-Marck, und halb so viel VenedischenTerpentin, der aufs säuberste gewaschen ist, zudemselben nimm von einem Ey das klare, rührebeydes das Eyerklar und den Terpentin solange, bis eine Schüssel voll wird mit demSchaum, alsdenn laß das Marck kühl zergehen,geuß es ausRosen-Wasser, und wasche es sau-ber ; nimm es bierausvom Wasser, und lssse eswieder zergehen,schütte den Terpentin mit deinEyerklar darein, und rühre es so lange, bis dieSalbe schon und weiß wird, thue ein wenig ge-schabten Campher daran, so ist sie fertig. Ausgemeine Art eine gute Pomade zu machen?Lasse man eine Parthie Schwein-Schmeer ineiner Pfanne zerschmeltzen, und schütte, wennsolches geschehen, einen guten Theil weißWachs und geschälte Borstorffer-Aepffel darzu,zerreibe es in Rosen-Waf! er, drücke es durchein zart leinen Tüchlein in kalt Wilsser, lasse esnoch einmal schmelzen,und verwahre es sodennzum Gebrauch. Will man sie wohlriechendermachen,so kan man Ambra, Bisam, Zibeth undallerhand wohlriechende Oele darunter neh-

Oi-convinisch. II TKsil,

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inen. Ans eins andere und noch bessere Art,mmm zwey Wind weiß Schweine-Schmeer,drey <-^ucke Nisse Aexsel,und eben so viel saure,mioerrhalbLotl^irroiien-Schaien, von gelbenSande! nd ^loreittiiiischer Veilgen-Wurtzeli- kL!) , t'eme an^ett!)a!ö

Oventlem, Museate.uNuß-BlÜthe, Aim.net,^ , ^>r«r3x , ^e!)es eikl

Oveiitlein, des besten Rosen-Wassers so vielals acnug i'»; koche alles zusammen ben qe-lnwem.veuer, drucke es durch ein zart leinenTuü/lein, so ,st dze Pomade fertig.

pomeranye, ist eine runde, etwas gesetzteoder gedruckte Frucht, in Gestalt eines Apffels,welche von aussen mit einer etwas dicken, wohl-riechenden Gold-gelben Schale, so voll groberNarben bedecket, inwendig aber in viele miteinem safftigen Marck angefüllte Fächer einge-theilet ist, darinnen die Kerne stecken; sie istaus den, Geschlechte derCitronat-Aepffei, wiedenn die Bäume einander gleiche», obschvn dieFruchte nicht einerley Art seun. M-em Ge-schmack nach unterscheiden sie sich in naiiiz»üsse/ in gany saure, und in mittelinWgeoder 'Mem-saui.-c,welche letztere in der Kuwe,wie die ersten bei, dem Nach-Tisch am > meiste«gebraucht werden. Die vielerlen Arten derPomerantzen sind, so wie sie derCl.ursürstlich-Mayntzische Garten-Vorsteher,Heinrick ^es-se, in seiner neuen Garten-Lust beschreibet,'dieoder gemeine, süsseund mittelmäßigePomeranzen. Die sussen Pomeranzen mitkrausen Blattern; die Pomeranzen mit ver-goldeten,'oder mit gelben Flecken besprengtenBlättern. Die sässen Po.neran«en <i-iis b-li»von Lslrü, die süssen Pomerantzen von Genua,so man niit den Schalen isset. Die süssen Po-merantzen von Puneino, so man gleichfalls niitden Schalen isset. Die Pomeranken vonzweyerley Gattungen von Schalen, davon dieeine dünnschälig, die andern dickschalia sind.Die Pomerantzen eine auf der andern von Gal-ra. Die Straus-Pomerantzen, deren Blät-ter und Früchte Straus-weise und wie in Bü-scheln zusammen wachsen; die ungeschlach-ten Pomerantzen von Ruberti. Die grosseste«Pomerauken/ im Blat in der Grösse der Trau-ben, so man den Rieseil nennet. Die gehörn-ten oder Horn-Pomeranüen von Galta, davondie Frucht höckerjgt, und öffters wie mit Hörn-lein besestist. DiePomerantze, dasWeibleinin der Mitte gespal' en. Die Pomerantzen mitdoppelter Blüthe. Die Pomeranze wie ei«Bareth gespaltet. Die süsse Pomerantze ohneKern. Die Zwerg-Pomerantze. Die Poms-.rantze von Cedrato. Die Pomeranze von Chi-na. ' Der Adams-Apffel, von welchem beson-ders an seinen, Ort. Pomerantzen einzuma-chen, daß sie gantz verbleiben, nimmt man schö-ne dünnschalige Pomerantzen/ so nicht sieckigtsind, und ihren vollkommene!! Safft haben;schneidet sie Sternweis, aber nicht lies hinein,oder, man kan solche auch Schrauben-weiseschneiden, loset nur die Schalen auf das sub-tilste, damit der innere Apfel mit seinem Haut-lein sank bleche. Die äussere Schale muß5 des-