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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
2153-2154
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-' 5 z Pelican P eitsche»

len^Zchlamm Seiskev, ingleichen Srein-Aeisker zu finden.

pelican ein Vogel init platten Füssen,me eine Gans, und auch von gleicherFarbe, hat aber einen grosse» weiten Kröpfam Halse, wie einen Beutel, und ist einreSter Vielfraß. In AKracan wird erhäufig gefunden. Er bat sein Nest meisten-theils an Ufern auf Klippen und im Röh-ng. Die Alten fabulirten, als ob ihmdie Schlangen seine Jungen todtem,, dar-auf er sich selbst die Brust aufreisse, und' ^ i,.,t seinen. Blute die Jungen be>xritze,wovon sie nieder lebendig würden. Es istaber alles falsch, WKM gleich die altenKirchen-Redner daraus ein Sinn-Bild »nvGieichniß unsers aecreutzigten und blutigenHeilandes gemachet haben. Die GleichnisRede» und die Sinn - Bilder der Rednerund Mten haben viele Fabeln und irrige' ' Meynungen in die Natur-Lehre undGeschich->5! te gebracht. Man muß sich daher in acht^ - . nehiuen, diese daraus zu lernen. Ein alter-. Scribent - Gabriel Rollenhagen von Mag-debnrg, hat >n seinen vier Büchern wnnder-

- v barer und unglaublicher Dinge, im Anhange

schon eine grosse Menge solcher Irrthümer/

- " weiche durch Gleichiuß-Reden, sonderlich in/ Predigten herumgetragen werden, angemer-

. ^ ket und entdecket.

peitschen, ist ein Kraut, dessen man zweyer-le>5 Gattungen hat. Das eine, welches auch' Deilkram genennet wird, treibet aus seinerWurnel viele bis zu andcrthalben Fuß hoheund ästige Stengel, welche sich nach der Er-de biegen, und auf derselbigen herum liegen.Die Blatter sind langlicht, und stehen ihrerviel an einer Ribbe oder Stiele, au dessenEnde vorn«, nur ein einig Blat befindlich ist;sie kommen denen Linsen Blattern ziemlichgleich. Die Blüthen /nid gelbe, und sehenaus, wie an andern Hülsen-Früchten, stelzen, . aber Cronen-oder Dolden-weise auf den Spi-

- tzen der Stengel. Nach denenselbigen folgen, lange und schmale, gerade und platte Scho-

ten mit einem erhabenen Rande, welche aus! vielen viereckigten Stücken bestehen, die mitden Enden an einander hangen; in einem je-

den Stucke befindet sich ein Saamen- Korn,

.'j,K das auch viereckig! ist, auf der einen Seite- A als wie ausgeschnitten, von Farbe röthlicht,md bitter vom Geschmack.' Die Wurnel istlang , weiß, und mtt einigen Zasern besehet.Dieies Kraut wachset an ungebimten Orten,.««ch in, Felde unter dem Getraide. Der Saa-'.'.'F dienet den Magen zu starcken, die Ver-Mffungen zu heben, denen bösen Feuchtig-keiten in dem Leibe zu widerstehen, wenn er^!u Pulver gestossen, ^er abaesotten aebrau-". Die andere Art Peitschen treibeteinen Hausten eckigte Stengel, die sich in sehr'L,' °>c>e Zweiglein theilen. Die Blatter stehenWicken, oder an nurdeschriebener Astern Art, gleichsam paarwei-. ., >e an einem Stiele, an dessen Ende vorne nur< ein wenig ÄlaUeüi itehet. Zwischen den Slie-

Peltz 2-;4

len aus den Winckeln heraus, und oben amÄrante entspriesset ein langer Stengel, der hataus senier Spike kleine rothe Blüthen, diewie an andern Hulsen-Früchten sehen, undderen viele beysammen sii;en; sie stehen inihren Kelchen, die als wie ausgezackte Hörn-lein sormiret sind. Die darauf folgendeFruchte ,md gar breit, am Rande wie gezahnt,rothlicht-grauer Farbe, und beschliessen zarteSaamen, die sehr viel kleiner sind als wie dieLinsen; diese haben gememiglich d,e Gestaltwie eine kleine Niere, und schmecken als wieSchoten-Erbsen. Die Wurnel ist lang undmit einigen Zasern besetzt. Dieses uranr wirdin den Gärre» gezogen, und an Krafft undTugend dem vorigen gleich geachtet.

pely, pelyw-erck, nennet man zwar ins-gemein schlechtweg alle gahr gemachte und zumancherley Gebrauch zugerichtete Schaaf-Felle, mit denen z. E. die gemeinen karkenUnter-Röcke gefüttert, und noch andere Klei-dungen mehr damit versehen sind. Es be-grifft aber auch vielmahl dieses Wort alle,sowohl einheimische als ausländische nüklicheund kostbare Rauch - Waaren, womit meistin See-Städten, da man nach Rußland,Schwede,, und Norwegen handelt, der grö-ste Handel getrieben wird, von dar man der-gleichen durch gam; Europa hin und wisderversendet; wiewohl auch dieEngeiländer undFranzosen eben viel ans America bringen,und gleichermassen verführen. Da aber einjedes besondere Land seine eigne Art desRauchwercks in grosser Menge giebt, wie ingegenwärtigem Buch aus der Beschreibungeines >eden Thieres abzunehmen; als wollenwir hier nur emen kmizen Entwurfs mache»,woher gleichsam als aus seinem Vaterlandeeine jede Arr hergebracht werde, und aufwas Weise sie an, besten zu Kauffe sey.Deutschland hat nun wohl Marder -Fi>ch-Otter-und Iltis-Fuchs-und Wolffs-Bälge,Dachs - Feile, .Hansen- Caninichen- Eichhörn-gen - Hamster - Maniwmffs - Wiesel - SchaapZiegen - und dergleichen Felle genug, de-rer lebten aber sonderlich in grosser Menge;doch werd«, über dieses der Marder undIltis auch viele aus Rußland und Franck-reich gebracht: Der Fuchs - und VVolsts-Bälge kommen viele, aus den Nord-Län-dern , die aber gegen die andern meist weiß-grau sind, so man der daselbst regierendenstrengen Kalte zuschreibet; sie werden Stuck-Decher-und Zimmer-weis gekaufst, wobeyman darauf siehet, ob sie klein oder groß,schön lang von Haaren, oder etwa vom Wurmangefressen, oder sonst schadhaffr, unter allenaber hält man die schwärzen Fuchs-Bal-ge sehr hoch; Eichhörnchen giebt es in Ruß-land und Lappiand eine grosse Menge, undbey ganzen Heerden; Sären - Haute, undzwar die schwarten, komme» häufig ausPohlen, Rußland und Liesia'nd; die we,ssenhergegen aus Grönland, welche nach der Gros-se , wie auch nach Beschaffenkeit der HaareStück-weis euigekaufft werden; die Tarra-