s?4Z Pasteteu-Baild Pasteten-Brotgehörig im Oftn, oder einer Tösren-Pfanne.Die aus einen, gebrannten oder sonst steiffenTeig bestehende Pasteten werden alsoaufgese-kct: Aus dem ziemlich zähe abgearbeitetenTeig wird ein etwas dickes, und in der Mittemeist eines Daumens starck getrieben Blat zumBoden, auf ein rein Papier oder Back-Blechaeleget, hierauf bestreichet nian es wohl mitEnern, und macht von eben dergleichen Teigeins» Rost daraus, jedoch nur soweit als dasFleisch zu liege» kommt, und muß allzeit vondar bis am Rand des Teigs, der jedesmal nochetwas stärcker als die Mitte seyn soll, ein ziem-licher Raum übrig bleibe». denn dieser nochübriae Rand wird umgeschlagen, und ent-weder aus freyerHand rund herum nach undnach durch das Drucke» in die Hohe gezo-gen, und mit einem Band fest zusammengehalten, oder i» einem besonders darzu ver-fertigten Pasteten- Bande in die Höhe gefor-met, worauf endlich der Deckel aus ebenderaleichen Teig darüber gemacht, und wenndieser überall bis m einen einigen Ort, all-wo zuvörderst etwas Lufft eingeblasen wor-den, hiernächst fest auf und an den Randgedruckt ist, wird die gaime aufs zierlichsteausgepukte Pastete mit Eyern bestrichen imBack-Ofen geseftt. Dergleichen und alle an-dere, auch wohl nach gewissen Geflügel oderandern Thieren und Figuren gebildete, auchIM und wieder vergoldete, m wohl gar offt mitaufgedruckten Sinn-Bildern versehene Paste-ten, pflegt man zum Unterscheid der Schussel-Pasteten umgeschlagne Pasteten zu nennen.Es ist aber die Schiisftl-Pastere nichts an-ders,als ein aufPasteten-Art zugerichtet Essen,welches in einer zinnernen, oder weil dieseleicht schmelzt, kürffernen von innen starck ver-zinnten Schüssel aedämpfft, und in Ofen abae-backen worden. In der Absicht wird auf denSchüssel-Rand von Butter-Teia ein beson-derer gar förmlicher Rand benedst einem De-ckel darum gezogen, und da mt dieser wohlerhaben backen möge, wie oben gemeldet,zuletzt, wenn er fest angedruckt, Lufft hin-ein aeblasen, und im übrigen alles damit,wie bey einer andern Pastete, wohl in Achtgenommen.
Pasteten-Band, ist eine lange oder einecylindrische in How geschnittene und ausge-stochene Forme, worinnen der Teig zu denenPasteten-Randern sormiret und ausgedrucketwird. Bey denen schlechten Pasteten bedienetman sich statt dessen auch wohl nur einesschmalen Streissen Papiers, um den Rand fest,und in seiner runden Forme zu erhalten, undzwicket mir einem Eisen, oder nach seinem eige-nen Gefallen den Teig uiireri am Fuß fein zier-lich ans. ^ ...
pastetcn-Brsr. pflegt man Nicht nur denvon einer umgeschlagene» und »unmebro aus-gebackenen zerschnittenen Pasteten-Teig zunennen; sondern es wird auch ins beiondereein Gebackens, so fast w-e der Aweyback beschaf-fen, mit diesem Nahmen welches manfvlMdergestalt ! Man ilppt oder
Paste te n-Pfanne Pastin ack -,44
reibt ein schon altbacken hartes Brot fein klar,menget dieses nebst ein Mmd Zucker», nebstetwas gegverschten Anis und Coriander,' nach-dem alles wohl unter einander gerühret, mitein wenig weisse» Mehl, macht es mit Ever-weiß a», daß es zu einem rechten dicken Teigwerde, streichet es hierauf in Form eines gain,kleinen Le.blei» auf ei»e Oblate, backet es »ieinem Tsrten-Pfämilein oder Pasteren-Oef-lei», und wenn es gar aebacken, schneidet man,weil es noch weich, dünne Stücklein daraus,le-u sie hierauf in eine warme Stube oder der-gleichen Behältniß, so bleiben sie hart, und las-ten sich lange Zeit aufbehalten.
Pasteten-Pfanne/ ist ein oval-rundes undholes von Zinn gegossenes Gesässe mit einemDeckel, worinnen das Pasteten-Fleisch oderkneuk ä >» aus den Tisch getragen wird.So können auch wohl mit gleichem Rechte diezu denen Schüssel-Pasteten dienliche Geschirrealso genennet werden.
Pasteten-Vvannichen, ist ein von Kupfferrund getriebenes Wännichen, worinne die Pa-steten zubereitet werden.
pastinack, pasteney oder pasternack, istein Wurtzel-Gewächse, dessen man zweyerleyGattungen ha-, nemlich den heimischen oderGarren-Pastinack, und den wilden pasti-nack. Der heimische oder Garten-Pastinacktreibe^, einen steiften, holen Stengel, drey bisvier Fuß hoch. SeineBlatter snid langlicht,zweymal zerschnitten, am Rand herum kleinzerkerbt, und einer dmickel-grüncn Harke, de-ren wachsen etliche zu paaren an einer Rippe,so sich mit eiiiem einzelnen Blatte endiget.Seine Blüten, welche Doldenweise hervorkommen,bestehen aus kleinen gelbenBlümlein,die von fünff Blättern in Gestalt der Rosenzusammen gesekt sind. Auf dieselbe folget einseiner ablang runder in einem dünnen Blat-!l..n eingeschlossener Saamen. Die Wurkel'wird lang, dick, und bekommt in der Mitte ei-nen etwas harten Kern. Dieser giebt eS wie-der zweyerley Arten, die erste wird so gar dickeund lang, die andere aber rund und kurk mit ei-nem langen Stiele, welche, weil sie gm Ge-schmack viel süsser als die andern, gemeiniglichZucker - Pastinack - Wurzeln genennet werden.Die Erde muß hierzu, wie zu allem Wurkel-Werck, ziemlich tiess umgegraben, von allenSteinen und Unkraut-gesäubert, mit gutem al-ten kurzen Mist gedünget, und der Saamen imabnehmenden Monden etwas dick gesäet wer-den, weil er nicht alle ausgehet. Wächset eraber nachmals zu dick, darff man nur die klein-,stenPflanye», oder die vor der Zeit in Saamenschiessen wollen, ausziehen. Er wird von eini-gen vor Winters, etwan um Gatlus-Tag, inein gutes mürbes,etwas saiidiaes Erdreich, ambesten aber im Frühling, so bald die Erde sichöffnet, im Martio oder April, in ein obgedach--ter niassen mit Fleiß z»gerich:ctes,l!nd gedüng-tes Land aesäet, fleißig gejätet, und bey einfal-lender Dürre wohl begossen,damit die Wurtzel,welche «lim, gebrauche wird, fein gerad,- lang
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