Pappel-Baum
Parade
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>>e zarten Schößlinge werden im Frühling un- Knvxfiein hervor, etwas grösser, als Gersten-ier den SaUat geaomme», und solleu^iisvn- Körner, welche fett, öhlig. mid im Angreiffen
derheit die!e!?tern gelinde xm'gi'rcn. DiesesGewächse stehet gerne in feuchtem Grunde
ilebrig, dem Geruch naä) »ber liedlick'undaiimmhig sind. Diese nennet man Alber-
und an einem offene»> an der Sonne wohl!brosien oder Älderknöpffe,
imd
ausgegangene Pstanyleul drey Tage nach demVollmond versetzet, die Baum-Pappel a>bcrdienet auch in cm Gesas? gepsiamer und bey-gesetzet zu werden. Die Pappel-Stöcke dau-ren etlicye Jahre. und treiben im Frühlingvon neuem wieder hervor^daher man abson-derlich die bey denen gefüllten auskeimendeNebenschc sse samt derWurtzel vom Slvck ab-sondern und weiter setzen kan. Dieses Ge-wächse ist unter seinem Lateinischen NahmenMivi» bey denen Garien-Liebhabern fast mehrbekannt >ils unter diesem.
pappel-L-aum, Pappel-Vveide, 2!lber^
Vanm, 2)elle», ist ein hochstämmiger Baum«reicher gerne an feuchten Otte» um die Uferund Rander der Flüsse, Bäche und Wasser-Gräben wachset Man zehler davon dreyerleyArten : Der weiffe Pappel- oder Alber-Daum treibet einen geraden Stamm, vielund starcke Aesre, eine weißlich - grünendeRmde, und ein weisses spältices Holtz-Seine Blütrer sind eckiar, breit und zerker-bet, fast denen schmalen Wein-Blatternahnlich, oben glatt und Saar - grün, ausder untern Seiten aber weist und wollig.
An den Zweigen wachsen läiiglichte dünneanfänglich Purpur-braune Kaklein oderZäp ^eiü, welche seine Blüthen sind/ und,wenn sie ron der Sonne ausgetrocknet, end-lich vrm Winde verstieben. Er setzet seine^
Wurtzelnichr tief in die Erde, daher er leicht-lich von den Winden umgerissen wird, be-vorab wo er in luekern und sandigem Grun-de stehet. Dieser Baum giebt einen seinerSchuten, und bey der Knospen - Zeit imFruhlmg einen lieblichen Geruch. Derschrvarge Pappel-Baum aber treibet ei-nen slärctern Gramm, wirfft auch seine Wur-zeln tiefer in die Erde; sein Holtz ist harterund geldlich, auch nicht so spaltig, als desvsrhcra-h-nden. Seine Biärrer sind drey-eckig:, am Stiels breit, und vornen spitzig,am Rande herum ein wenig zerkcrbet, obenschwartz-grun und unten grau hängen an...-langen Stielen, und nchien sich nach der und
Sonnen-Wende, (dvMirium) , massen sie, so!lcin wegen seines wammerige» Wuchsestaw lösche vorbey/sich eben>alls umwenden,>ee immer zusammen hält, und nicht,und aus die andere Seite lehren, dahero die- 'serBaum bey denen Alten die VeränderungderZeiten bedeutet und abgebildet, Er hateine rauhe Aschen-sarbeue Rinde, die zuwei-len gleich denen Kirsch-Bäumen, wenn sieaufreisset^ ein Herk ausiält, und an statt derBlüthe langlichte Zä'xflein oder Kä!>Iein, auswelche niii runden Beeren besei-re Träubleinfolgen, die, wenn sie reif und zeitig werden,
Me Welle verfliegen. Ehe die Blätter aus-Wlagcn, b-echen längliche du.ickel - gelbe
bereiteriches a!sigen Fie-
stnchen wird, Oder rnaii'machet' folge.ld-Pappel-Salbe daraus: Nach'eem mau 'nAlberknöpffe, M«gsaanikn-Blalter, Haucwury-Blatter, Knaben - Kraut,Nacht - schatten, Bilsen - Blätter, Lattich-Blaiter von ieden ein Loth aenommen, undalles zusammen Mliklargeschnit-eü, unter eip-aiider gemengek/ lässet mzn es ,m Wein halbeinkochen, setzet eo durch ein reiues Tuch,und mischet eiidlich an dem Feuer ungesalke-r.e «rliche Butter oder Speck darunter. Die-se Salbe ist so nöthig als dienlich vor bo«eund giUibige Kopffe der Kinder. DieselbenAlberknopffe auch um mit frischer Butterzerstoben, hernach zerlgssen zu-d durchgeseigt,das Haar, nachdem es wohl gewaschen, da-mit geslrichen, machen, dast es lang mWschon wachset. DieParpel. Bäume, so wohlweisse als schwartze wachsen, uüter allen Bäu-men am geschwindesten aus, und wenn mansie in die Höhe ziehet, werden sie starck, wieeine Eiche oder Buche, seren viel Aeste, undmachen einen angenehmen Schatten; ma-ikan sie aber auch wie die Weiden alle dre»oder vier Jahr kvxssen, und also trefiM nu-tze». Sie können auch füglich zu Schlag-loch angeleget werden, weil sie schnell wach-se», und sich starck ausbreiten. An denWurtzeln, wenn sie etwas bloß liegen, schla-gen junge Sprossen oder Schösserlein aus, soman wieder versetzen kan, ^,e werden ambesten, wie die gemeinen Weiden, durch vier,sunss bis sechs Ellen lange, in wachsendenMonden gehauene, Satz-Stengen, oderSatz - Pappel - Weiden svrtgepssmtzet, siel eWeide. Ihr Holy lodert im Feuer jählmgweg, und hält die Warme davon nicht lan-ge nach , hingegen dienet es desto besser zuTischer - Drechsler - und Bildhauer -Arbeitsonderlich zu Blasebälgen, weil es^ nichtschwinder; man kan es auch zu Sparren-unsandern Holne in geringen Gebcuden'gebrau-chen. Der tKtamm von dem sci wartzenPappel-Baum ist sonderlich zu Ba k- Brunnen-andern Trögen sehr brauck bar, nicht Li-der
, wie
anderes Holtz aufreissen lasset, sondern auchwegen seiner übrigen Zähigkeit, durch we'chees sich in der Nässe mehr als anderes weiche?Holtz eoiiserviri- Die dritte Gattung desvappel-Baums, ist die Aspe »der Zitter-pappel, wovon an seinem Orte weiter gedachtwird.
Pappel-Rosen, siehe Pappel.
Parade, dieses Wort wird denenjenigenSachen beygeleget, die da mehr zum präcHti-() 5 se