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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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santzeCorper erwachsen sind, sonianC>rdni!n-aen heisset, und weiche einen unerschöpsslichenVorrath zu den angenehmsten Verzierungendemjenigen an die Hand geben können, dergnugsam begriffen/ wie man von der Ordnungder natürlichen Dinge Anlaß genommen,.,denGrund ',» diesen künstlichen Dingen zu le-gen.

Orfe, C>rbe, Urbe, '"törsiiiig, ist einFluß- Fisch/ so den Aesche» ziemlich gleichkommt, und um seiner schönen Farbe willen,welche sich nnter dem Wasser Feuer-roth prä-ftnciret, in denen Teichen, und Halten?/ auchmaiicherOrcen iuStadt-und Schloß-Grabenjur Zierde gehalten wird. Sein Fleisch, wel-ches gelblicht an Farben, wie der Lachs -Föh-ren, ist ziemlich grätig, icdoch Wohlgeschmackzu essen, sonderlich wenn es fett ist, in denenFrühlings-Monaten, Martio,Ap!i> und May;es ist gesünder, wenn es gebacken oder ge-braten, als wenn es gesotten, genossen wird.Seine Laichzeit ist im Iunio. Er wird inReussen «üd Garnen dausig gefangen, wie-ivsl er auch sehr gern den Köder an dcrAngelanbeißet.

Vviginal, nennet man diejenige Scbrisstoder das Gemählde, deren Begriff man zuvör-derst in den Gedancken sormiret, und alsdennsolchen mit der Feder zu Papier gebracht oderdurch die Faust sonst emwsrffsn. Wennim» dieses nochmahlen abgeschrieben odernachgemahlet wird, Heisset man das letzte eineCopey,

Orlcan, ist eine röthlich-gelbe Farbe, dieeigentlich aus West-Indien kommt, und vonunterschiedener Gattung. Die beste soll hochan der Farbe, trucken und nicht schimmlichlseyn, auch einen Violen - Wurtzel - Geruchhaben- Die Färber bedienen sich dieser,ingleichen gebrauchen auch diese einige vondenen betruglichen Bauern in Holstein undHolland, um die Butter damit schön und gelbzumachen, wenn man diese aber nicht baldverthut, bekommt sie nach einigen Monateneinen bittern Geschmack davon,

ist ein zaserichSaamen-Gewächs,und entweder der gemeine schwartze Garten-»wbuz »Her der mit dreyeckiateu Saame» oderder wilde imtWick-Blätrern. Dienet zu Zier-de« Gewachien in Gärten.

Orrolan, suche Hortulan.

Ort-Scheit/ ist dasjenige Stücke />oltz,daran em Merö ze, mit den Strängen vor ei-ne Kntiche oder Wagen aespannt wird. Ei-ne Wage hat zwey Ort - Scheite; bey einemdreyjpaimigeii Fuhrwerck, wird das Riem-B,erd vor den beyden Deichsei - oder Stan-göü-Vierden, mgleichen auch darneben, wenn^ die Wild-Bahn lauffen muß, rieben dasI an it ^ ^>>s5tncs Ort-Scheit ge-

, v^'icran, Keine besondere Art v?nThe-rme, der aus Orvietv ksininc.

Ouade Oster-Fladen 1-02

Orzade, ein Gersten-Wasser, welches im^oninicr, als ein Kühl-Tranck gebrauchet,und folgender Gestalt zugerichtet

wirb.

^ ^ geschälter Gerste, geust

,7 und lässet es ei-

ne halbe stunde kochen, hernach durch einQich laustcn , thut darzu drey Loth Melo-nen-Kerns klein gestoßen, und durch einTuch getrieben, mit so viel Bisam - Wasser,^ wer dieses mcht vertralien kan, mit. i.osbn -LaAr) und Aucker/ als man meinetgenug zu >eyn. Auf eine andere Art wirdlolche anch folgender Gestalt gemacht: Mannünmt vier Unken Melonen-Kern, zweyilntzen reine Gurcken-Kerne, und zwey Unzen>u.«e ge,chälte Mandeln, .stösser dieses alleszusammen in einem Mörser, bewrenget sie zuZeiten mit ein wenig Rose» - oder Vomeran-ken-Blurh-Wasser, damit es nicht ölicht wer-de. Wenn es wohl geflossen, weicht man esin drei, Nossel Wasser ein, treibet es zmey-oder dreymal durch ein härenes Sieb, damites weij? und die Milch heraus gezwungen wer-de, thut etwas vsn Citronen- Schalen, Citro-nen-Sasst und sechs U -wen Zvck«r dazu. Istes zerlchmolke», drücket inan es durch einweisses Serviet, lässet es sachte abflössen, thutes in Bouteillen, und läst es kalr werden.Man kan sie auch mit Milch machen, und,wer ein Liebhaber davon ist, Mosch und Am-bra darunter mit nehmen.

Ost/ siehe Morgen.

Gster-Ey, nennet man dasjenige hart ab-gesottene, und bald mit der, bald mit jeuerCouleur gefärbte Ey, so man hier bey unsamioch des Grünen - Donnerstages um dieseZeit in grosser Anzahl zum Verkaufs anstellt,und ein überbliebenes Andencken aus demPabstthum ist, da man den heiligen Oster-Abend gantze Körbe voll solcher Eyer, dieschön gefärbt, und mit solchen Figuren be-zeichnet waren, in der Kirchen weihen, undden Segen darüber sprechen liesse, solche her-nach zu Hause in den schönsten ausaepuytenZimmern in einer Schüssel Pyramidenweiseaufgethürinet, auf eine gedeckte und mitallerley Blumen bestreuete Tafel die gankeOster-Woche über ausstellte, und einem ie-den, der zu der Zeit einsprach, ein Oster-Ey zu essen nöthigte; auch iolte dieses nachihrer lanaen gehaltenen Fasten, gleichsam dieerste fleischige Speise seyn, so ihnen erlaubtnunmehro zu sich zu nehmen. Uiberdem aberso wurde das Ey auch vor ein Sinnbild derAuferstehung der Todten angesehen, undalss zu derselben Erinnerung an dem Festeder Auserstehung so viel Eyer - Spielgetrieben,

«Ssrer-Fladen, ist eine Art eines Geba-ckens, so von Mehl und Milch, Eyern undVutter zubereitet, und mit dergleichen Ma-terie. darunter noch Rosinen und Gewurtze ge-menqst, dicke überstrichen, in den Ofen, gleich-wie ein Kuchen ungeschehen und darinnen ge-backen wird,

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