z°4s November
ünb^unbändige Pferde, welche sich nicht gernebeschkqen, Amueyen eingiejsen, oder a»oere>Operationen niit ihnen vornehmen laßen? der-gestalt gesperret werden, daß sie stille stehen,ünd gedultig aushalten müssen.
November, Winker-Monat/ ist der ulsleMonat vo n Ianuario, und der neunte vomMartio angerechnet, als wovon er im Lateini-schen seinen Nahmen erhalten. Bey denen
Deutschen Heisset er derlv inrer-Monar,nicht
daß er den Wuiter anfanget, als welcher erstin dem nachfolgenden Monat December oderChrist-Monat seinen Anfang nimmet, londernweil er sonderlich gegen das EiN'e das FeldMtz winterisch machet." Wie ^..-nrnius >ndem vierten Buch seiner Bayrischen Iahr-Bu-cher berichtet, ist er vom Kayser Lsr»io Ä->-noder Wind-Monat genennet worden, weil sichgemeiniglich starcke Winde in demselben erhe-ben. Er hat dreyßig Tage. Der Sonnen Ein-tritt in das Zeichen des Schulzens geschiedengemeiniglich den zwey und zwanzigsten diesesMonats. Die Witterung betreffend pflegendie Bauren im Sprichwort zu sagen : AllerHeiligen bringe noch einen gewissen Sommer;welches auch wohl einzutreffen pfleget, ob erschon nur wenig Tage währet. Wenn es um altMartini, oder nach iekigem Calender um Ma-ria OpfferungsTag näß und gewölckigt Wet-ter ist, will man davor halten, daß ein unbestän-diger Winter folgen werbe. So es aber hell undklar Wetter,soll ein harter Winter zu besorgen:Und derentwegen, wenn es nebljchr, auch eindergleichen Winter zu vermuthen seyn. Soglaubt man auch insgemein, wie dieser Monat/und sonderlich dessen lekte Helffte wittert,so werde es auch im nächst künfftigen Merkenwittern. Von denen Buchen uns'Tannen ha-^den sich die Bauren dieseAnmerckung gemachteSie gehen nemlich zu Ansang dieses Monats indas Holtz oder den Wald, und hauen von besag-ter Bäume einem oder dem andern einen ziem-lichen Span; ist nun solcher inwendig bis aufden Kern trocken, so vermuthen sie einen gelin-den Winter, so aber das Holk safftig und feuch-te, besorgen sie sich eines harten und kaltenWinters. Darbey denn zu mercken, daß solchesnicht eben allein auf den Allerheiligen-Tag,wie msgemein'vorgegeben wird, sondern garivohl auch in fslgendenTagen geschehen könne,nemlich die ganke Zeit über, da der Safft zurü-cke und in die Wursteln gebet. Gleichergestalt,wenn die Bauren ihre Martins - Gans essen,wollen sie an dem Brust-Bein ebenfalls sehen,ob ein gelinder oder harrer Winter kommenwerde, und wie lange es hinaus schney-m undkalt werden >olle: Denn sie betrachten sodennm gedachtem Brust-Knochen oder Sprenckel,me ihn auch etliche zu nennen pflegen, sowohloas vordere als untere Theil als die FarbenMelden: Die braune Farbe soll grosse Kälte,?^A^nee und Regen; Anch das5,//° T>,e!ld!e Zeit vor Weihnachten, das un-tere Theil aber die Zeit nach Weihnachten an-wenn kleinen Vögel, undsonderlich djeSchnee--oder Zaunköniglem in
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diesem und nachfolgenden Monat nahe an dieHäuser, oder wohl gär hinein fliegen, ist gleich-falls,uni) zwgr mit etwas besser.,! Grunde,- Käl-te zu besorgen. Wegen künfftigen Frucht-Wuchses und Iahr-Gan-s pfleget n-m zu be-obachten, ob auch um diese Zeit dgs Reb-^olstwohl gewachsen und vollüänoig gezetti-et/m-dda solches geschehen, (als welches man -m oerfeinen braunen Farbe erkennen kan), so ist guteHoffnung kunfftighin zu vielem Wein, und karrman alsdann auch dieAbschoßlinae woh> nach-wachsen lassen, wenn der Stock starck ist. Sowollen auch etliche um diese Zeit an dem Laubemercken, ob im künfftigen Frühling ein frühoder spat Jahr kommen werde i Nemlich wenndas Laub beyzeiten von den Bäumen abfället,so habe man auch eine frühe Frühlmgs-Saatzu aewartein fället es aber langsam und späte,so soll auch eine späte Saat folgen. Wiederumpflegen einige zu Ende dieses Monats (sonder-lich an dem Andreas-Abend) n ich der SonnenUntergang, ein Glas mit Brunnen-Wasserrecht, und, wie man sa-it, gestrichen voll anzu-füllen, wenn nun darauf so!., es Glas in der«Nacht von sich selbsten überlänfft, so sagen sie,daß ein nasser Winter und Sommer folgenwerde: Da sich aber das Wasser nicht eraeußt,so soll ein harter Winter und trockner Som-^mer folgen. Sonsten ist zu mercken, daß wennes in diesen Monat hinein, sonderlich inder leyren Helffte desselben reiner undbald darauf ein Frost einfallet,solches derSaat merctüchen Schaden thue, und eineTheurung nach sich ziehe. Gleichergestaltwollen etliche beobachtet haben,daß,wenn dererste Schnee im Winter auf ein nassesund beregnetes Erdreich fallet, dadurchkünffriges Jahr hin eine geringe undschlechte «Lrndte anijedeutet werde. F.-lleter aber auf ein hart mw gefrornes Erdreich, sohoffen sie, daß ein fruchtbares und gutes ^ahrerfolgen solle. Was übrigens ein guter Haus-wirt diesen Monat über in seiner Haushal-tung zu verrichten habe, davon wird der zu!Ende dieses befindliche Äand- und
Haus-Wirtschaffts-Calender die benothig-te Nachricht geben.
Nudeln, sind ein Teig, welcher aus ichonemWeiken-Mehl »nd Eyern bereitet, und zu gantzdünnen Fäden oder Riemlein zerschnitten, ent^weder an andere Essen, als Hüner,Capaunen,Kalb-Fleisch :e. gekochet, oder apart in Müchgekocht und ans unterschiedene Weise zugerich-tet wird. Nudeln zu machen schüttet Weitzen-Mehl auf einen Tisch, und schlaget zwey, drey,vier auch wohl fünff Eyer darein, nachdem ihrviel machen wollet, bereitet einen Teig dermas-sen feste, daß ihr solchen kaum wMen könnet.Wenn ihr nun diesen genug gewircket habt, sotreibet ihn mit einem Walger - oder Treibe-Holk, welches ziemlich schwer hergehen wird,^st nun solcher getrieben worden, >o streuetMehl darauf, leget den Teig zusammen, undtreibet ihn doppelt, ziehet solchen hernach wie-der aus einander, streuet aberm-chls Mehl da:-an, und leget ihn au's neue zusammen, so kon.
XI nst