^-0^7 Neid Neid-Bau Nessel -025
Neid, Heisset dasjenige Laster des Ge- Nespel-.Bauiii, suche Mispel-Vaum.Muths, da man überhaupt des Nächsten Nessel, Brenn-Nessel,, ist em Kraut, da-Gluck und Gut mit Verdruß, dessen Unglück von man verschiedene Gattungen hat, derenaber mit Wohlgefallen ansieher,und sich also einige wild wachsen» andere aber in^ Garte»zu allerhand seichen ausserlichen Handln»- gezeuget werden. Die wilden Nesseln siudgen bringen lasset» welche dieses lieblose We-1) die gemeine oder grosse Ärenn-Nessel,je» entdecken. Nachdem es nun ein Gut welche einen viereckigten, hohlen, und unge-dcr sinnlichen Lust, der Ehr-und Ruhm-Be- fehr drey Schuh hohen Stengel treibet, undgierde, oder des Geld-Geitzes ist, nachdem an solchen zwey und zwey gegen einanderentstehen verschiedene Arten des NeidS,z.E überstehende, dunckel- grüne, hinten amEifersucht, Misgunst ?e. Allein ins besonn Stengel breite, und vornen hinaus spixige,
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denen? die
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lnsgens und der Nahrung beneIen. Vor- Das männliche Geschlecht von dieser Brenn-nemlich trifft man solches in niederträchtigen Nessel trägt einen bräunlichen Saanien, undSeelen unter gerneinen Leuten an, sonder-,blühet nicht; das weibliche aber blühet, undlich unter Bauern, Land - Leuten, und ge- tragt hingegen doch keinen Saamen. >)meiljen Handwercks - Leuten. Bisweilen Die kleine Brenn - Nessel, welche insge-wird auch aus diesem Laster ein recht starcker mein Eiter - oder Heiter - Nessel genen-Affect, da sich ein Mensch über des andern net wirb, wachset erwan einer halben Elleseine Glückseligkeit betrübet und grämet, oder hoch, :uid hat kleinere und stuwxffcre Blät-über das Uziglück recht hertzlich erfreuet, ter, als jene, sonsren aber brennt eine so gutUnd dieses ist alsdenn der Affect der Scha- als die andere. Man hat vermitteist derden-Freude, Ein solcher Mensch wird ein kiicwlcopiorum oder Vergrösseruugs-- GläserSchade»«Froh genennet, und ein solches Ge- entdecket, daß unten an denen auf^den Blat-müth hat etwas ganft besonders ahnliches mit tern besindlichen spikigen, und dünner nochdem Satan, dem es eine Freude ist, wenn als ein Haar seyenden Stacheln, wo sie«ufXdem Menschen Schade geschieht. Der mi-dem Blat aufstehen, ein kleines Blasgendische Gram aberist'offt so hefftig, daß derglei-mit einem scharffen und brennenden Safftchen Leute solchen in ihren Augen, ihrer Ge- angefüllet, der Stachel aber an seiner Spi-Kalt und Farbe verrathen , und so gar durch tze sehr hart, und im Mittel derselben mitallerhand Krancrheiten des Lefbes sich selbst einem Loch versehen sey, aus welchen gedach-dafür strafen, Meistentheils ist auch mitter Saffr, indem man mit der blossen Hautdiessr hündischen Gemüths-Art ein hami-die Nessel berühret, heraus, und sogleich insches und tstckisches Wesen verknüpffet. den ve lekte» Theil hinein laufft, wodurchDenn ein solcher Mensch ist keines Menschen sich Blasen ausziehen, und der so empfindli-Freund. Daher er auch keine, oder wenig ehe Schwerk erwecket wird. Wenn man de-^reunde hat. Man kan danizenhero ans die-nen Künen'von den grossen Nesseln unterser kurven Abbildung des Neides erkennen, ihrer Siede - oder Brüh - Futter zu fresse»Was derselbe vor ein Feind einer vernünffti- giebet, sollen sie viel Milch bekomme»: Mangen und klugen Wirtschafft sey, und wiesehr psieget auch im Frühling gute Nesteln abzu-sich Wirte dafür zu Huten haben, sonderlich schneiden, dürre zu machen, und nachmahlsda Man leicht, woferne man unter solcheirim Winter dem Vieh unter andern FutterLeuten beständig lebt- unvermerckt damit an-zu geben. Junge Nesseln klein gehackt, undgestecket wird, wenn man auch eben sonstnnit Weiken-Kieyen vermenat, giebt vor die. nicht besonders dazu geneigt ist. Dieses'junzen Ganslein ein angenehmes Futter,schändliche, und doch bey der äusserlichenjWie man vermittelst der Breyn-Nesseln ei-
Ehrbarkeik meist sich versteckende und uner-kannte Laster hat seinen Grund in der LieKlvsigkeit des menschlichen Hertzens überhauptund in einer unmäßigen und hefftigen Begierde nach zeitlichen, Vermögen, welchesman gleichsam alsdenn zu seinem Gott ma-chet. Ja eben durch dieses Laster und durchdie Ungerechtigkeit, Betrüilichkeit, Härtig-keir und Unbarmhertzigkeit des Geikes offen-baret sich die gemeine Abgötterey dererWirte.
Neid - Van , heisser ein in Rechten ver-botener Bau, welchen ein Nachbar demander» mehr zum Schaden ;i»d zum Ver-druß, als sich damit eine» Nutzen zu schaf-fe» , führet.
Nelchen , suche Nägekein,
Nesvel,. siehe Niisvek.
nein Eapaun angewöhnen könne, daß^er,gleich einer Gluck-Henne, junge Hunerausführe, davon siehe das Wort Lapaun.Wer junge Trut-Hüner hat, muß verhüten,daß dieselben nicht in die Nesseln gerathen,weil sie leicht darinnen Schaden nehmen,und lahm davon werden. Die Brenn - Nes-seln haben eine reinigende und zertheilendeKrafft, sind gut w^er das Seiten-Steä?en,inqleichen wider den Husten und Engbrüstig-keit, so von einem dicken und zähen Schleimherkommen, treiben den Harn, Gries undStein, und werden absonderlich die Eiter-Nesseln, wenn sie noch jung, mit unterdas grüne Kraut genommen. Es pflege»auch einige zu Verhütung des Gries undSteins in den Uene Frühlüns - Mona-den die zarten Schsßlmge der Nesseln mit
oder