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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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,ormiaeliBcin-', die andere und arvssere hergeaen erstreck.'? sich bis in dieKalle und den in-wendigen Theil des Mundes über den Gau-men- Durch die erste wird der Geruch em-pfunden, vermittelst des zarten Häutleins, mitwelcher die Nasen-Löcher inwendig überzogen,das da eben die Empfindung annimmt, und fer-ner durch die Geruchs - Nerven zu dem Gehirnebringet; durch die andere Abtheilung ziehet dieLunge die Lufft an sich, und bläset dieselbe auchdadurch wieder von sich.

x?ase oder Näsüng, ist ein Fisch, welchervon dem hinter sich gebogenen Oberiheil seinesMaules also genennet worden, und gerne mmittelmäßigen Flüssen wohnet. Seiner Gi'--stall nach kommet er denen Alten und May-Fjschen oderHäßlen bey, ist grösser als einHe-mg, und wird zuweilen über ein Psund schwer.Er'bal ein weiffes, weiches und sehr grätigesFleisch, so nicht ear gesund, und daran mansichleicht ein Fieber esse» kan; ist dahero besser ge-braten als gesotten zu gemessen, sonderlich imHorming, (5ebru2l'io), da dieser Fisch sehr settik Wenn er im Frühling laichet, werden der-selben in der Virs, nahe bey Basel, wie auch indem Teya-Fluß in Nieder - Oesterreich :c- einegrosse Menge gefangen, und lösen die Zischerin der Fasten öffcers eine ansehnliche SummeGelbes daraus. Die man nicht so gleich frischweg kochet und verzehret, werden eröffnet, aus-genomme», eingesaltzen und geräuchert/ damau sie denn vor den Gesiude- Tisch auf einhalbes Iskr oder auch länger gebrauchen kan-Nach dem strich fängt man ihrer wenig Mehr-Was mm für einen k>Kolj,Kc>rum, oder schei-nendes Licht, so man sie mit Salmiae bespren-get, und faulen läßt, von ihnen bekommen kön-ne, entdecket l>. Röntg in iicxn.

Nase, heisset auch auf denen Dach - un?Hohl-Ziegeln das an dem Rücken derselbenbefindliche Zäpflein oder Häckiein, woran die-selben auf die Lotten aehä^ger werden. DieNasen aus denen Forst- Ziegeln sind mehr zumZierath, als zum Nuken darauf gemachtWenn auf denen Walm-Ziegeln, gleich unterdem Loche, wo man den Forst-Na^el durch-schlägt- eine Nase aufgeseüt wird, hindert sol-che, daß der obere Ziegel, obgleich sein Nage!los ist, dennoch nicht hinunter fallen kan.

Nase, ist auch ein Iäger-iei-mm»-. Demwenn ei» Hund die Fährre bald findet, undrichtig verfolget, so sprechen sie, er habe einegute Nase.

Nafen-Aeschwür, ist ein höchst schädlicherund übler Zufall, da eine sesrbutische und schär-ft saltzige Feuchtigkeit sich aus dem Haupt indie Nasen ziehst, daselbsten das innere Na-stn-Fleisch, welches ohnedem wegen seines lu-«ern Wesens sehr geschickt darzu, wegen seinerZähen und kiebigten Unart sich anhänaet, undendlich, wo nicht in Zeiten Hülsse geschiehet,m ein Geschwüre gehet, und immer weiterfrißt, sodaßofft die innere Scheide-Wand da-durch verzehret wird.

Nasen - H»rn, ist ein starckes Thicr in der

^ Nasen-Schlchen Gatter-Windel -o?s

GÄsse fast wie ein Elephant und ein abgesagterHemd desselben^ mit Schilden gleichsam beharrliischt, auf der Sau-rußiichkxn Schnaufte .-»erhat es ein aufwärts stehendes Horn, zwischeil-^scn-Loc.)ern, womit es seinen Feindden Elephanten rodtet. Dieses Horn kommtan Tugend dem Einhorn bey-

Nafen-Schliyen,geschiehetandenenPfer-

den, weiche kleine, engeund-nicht aufgezol,ciieNa,e»-Lvcher haben, al,o daß sie nichr genug-fame Luffr noch Athem holen können, da dennder Natur durch das Aufschliken der Nasen-löcher in etwas gehslffen werde» muß. Ge-meiniglich läßt man hierbei» die Ohren der Na-,en entgelten/ weil der gemeine Gebrauch, daß,wenn mau einem Pferd die Nasen aufschlügt,demselben a»ch die Ohren müssen abgeschnittenwerden. Es muß aber dieses letztere nicht gankgleich, sondern nach der Form und Prop»!tio«der Ohren geschehen.

Natter', suche Schlangen,

Natrer-Rraut, wilde Ochsen- Zunge»,oder SchlaNgen-Haupt, ist ein wildes Kräut-lein, welches auf den Feldern und an den We-gen gefunden wird. ES hat in der Erden langeund breite rauhe Blätter, zwischen denen sichein runder, rauher und gerader Stengel, miteben dergleichen Blättern erhebet, an welchemzu oberst aus kleinen umgebogenen Zweigenblaue Kelch-Blümlein, die anfänglich rothsind, hängen; darauf folget der schwartze eckig-re Saamen, welcher einem Schlangen - Kopfsnicht ungleich ist, dahero auch diesem KräulleurderNahme Schlängen-Haupt beygeleget wor-den. Das Kraut wird innerlich wider allerleyVersehrnng und sür das geronnene Geblüt im,!eibe gebraucht, äusserlich aber heilen die Blät-ter zerstossen und ausgelegt, die Nattern-undanderer gifftiger Thiere Bisse- Mit der Wur-zel kan man die Würmer, so sich in den Schä-den der Thiere zu setzen pflegen, vertreiben.

Natter-Milch, wird von etlichen die w ild-wachsende Srorzonere oder Schlangen-Mordgenennet, weil die Wurnel voller Milch-Zassts, dieser aber denen Nattern undSchlangen gäntzlich zuwider ist. SieheVcorzöneLe.

Natter-Windel, Vvettde-'pals, DrehesHals, ist ein Vogel in der MW sum Korn-Lerche, die im Strich gehet» Seinen Nahmen»at er daher weil er, wenn man ihn in der Hand>hält,seinen Kvrff gantz und gsr,- dD der Schna-bel recht vetkehr? zustehen komint, herum dres.yet, und sich anstellet, als ob er sterben woite.Er hat eine breite Brust, Füsse in der Grossewie Meisen-Füsse, an welchen hinten Und vomvon aussen zwey lange, von innen aber zweykurtze Krallen oder Zähen stehen, und einen lan-zen Schwank; der Schnabel ist auch langlicht,aberw-der solang, »och so spitzig und svstarc?,als ihn dieB«ulNhacker haben- Seine Federttsind wie die lindeste Seide anzugreiffe»/ an wel-cher Airtigkeit der Fedein es ihme wohl keinVögel gleich thut. Seine Kuppe aufm K->xffkan er in dieHshe recken, wie ein Nuß-HäK-r.Am Rücken ist er braun und wejßschMgk, inw!. ? ^ kbe»