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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
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1985-1986
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seyn sich kauffe» will,.vor allen deninachbarliche« Einkehr und Zuspruch abgün

c^atb ertheilet, daß er 116?. erniich nach.den!mgIichzu eiitiaden, ehrlicher guter Leute

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Nachbarn, was es vor Leute seyn, mit Fleiß er-kundigen solle, und falls er in Erfahrung ge-bracht, daß es zanckische, hadeihaffre, mis-aünstige, leichtfertige, untreue, diebische odersonst lose Leute seyn, das Kauffen lieber garbleiben lassen, weil er doch keine Ruhe haben,und was er erworben, mit ihnen wiederum wur-de verrechten nnd verfechten müssen. So istauch bekannt, daß die Juden bis auf den heuti-aen Tag das Sprichwort: ..Daß GOtt den,dem er feind sey, an eine» böse» Nachbarngerathen lasse:zuführen, auch selbst einenChristen unter andern Unglücken einen böjenRachbar zu wünsche» pflegen. Ein Haus-Vater soll dahero dein Neid und FeindjchafftstiiierNachbarn zu entgehen, und ihren geneig-ten Willen zu gewinnen, zuerst und vor allenDingen sorgfältig verhüte», daß weder vonihm selbst, noch von seinen Bedienten undHaus -Genossen der Nachbarschaft sich überch, zu beschwere», und ihn, gehaßig zu wer-den, die geringste Ursache nicht gegeben werde.Vielmehr soll er seine» Nachbarn mit leutseli-gen und sittsamen Geberden, freundlichen undjichntsamen Worten und Wcrckc» höflich be-gegnen ; hingegen aber alle Groß-Sprecyerey,Mieren, und eitlen Selbst-Ruhm ferne vonihm seyn lassen. Daher das Sprichwort koiiit:LS ist keiner so reich in seiner Haushaltung,er bedarff seines Nachbarn. Ob schon sonst!

Besuch auf gute Art mit alier Freundlichkeit^ wann, nachdem die

dieselben als liebe und angenehme Freunde be-wirten, und bey eiuer Haus-Mahlzeit behal-te» : Denn es ist kem Ding, das die WerftenderNachbarschasst, sonderlich der Ar,nm undGeringern, >o bald gewinnen kan, als wenn»e wissen und glauben, daß man sie niwtungerne siehet. Kurk: Mit Nachbar» mußman liebe» und lege»; und dahero die »ach-barliche Freundschaffts-BezeA.iuug ja nichtvergessen, oder aus den Augen festen: Dem,eine bvse Nachbarschafft kan einem Haus-Vater sein Leben rechtschaffen sauer und bit-ter machen, ja wohl gar vor der Zeit abkür-zen. Sonsten darff ei» Nachbar dem anderirnichts <» seine» Hof oder Garten werffen, -auch nichts angeben, wvrdurch die gemeineScheidung Schaden nehme» fönte; so istihm auch nicht erlaubt, einen Abtritt zu bauen,wen» .dadurch dem Nachbar Ungelcgenheitverur,acht, oder ei» Nachtheil zugezogen wird,hingegen mag er wohl einen Brunnen graben,obgleich des Nachbars seiner dadurch verset-zen muste. So darff auch ein Nachbar demandern sein Licht oder Aussicht verbauen, wen»dieser nicht eine sonderbare Gerechtigkeit hat,solches zu verwehren.

Nachbrer, siehe Cofent.

er oevurff luinev ^cuu)vu5ll. su.)Vlt sicye ^vscur.

unter Nachbaren die nachbarliche» Rechte! Nachdreftche»,heisset, wenn ein HauS-Va-gleich sind. Daher die Alten sagten! Nach-jter oder Wirtschaffts-Verwalter, bey vermu-bar gleich, Arm und Reich. Zum andern soiljthetem Unfleiß und Liederlichkeit seiner Dre-er diejenigen Zu-und Post-Tragcr und Ohre»- scher, bisweilen unversehens etliche Schütten denenselben bereits ausgedroschene»

bla'ser, die sich gemeiniglich aller Orten, mei-stens aber zu der Zeit,wennGüter neue Besserbekommen, und sich mit allerley neuen Zeitun-gen und Berichten beliebt zu machen, und sichdadurch einzuschleichen suchen, zwar anfangsmitVennmft und einiger Gedult anhören,unddenen Dingen, die man ihm vorbringer, ob siefalsch,oder einigeWahrheit in sich halten möch-te»,in der Stille, aber behutsam, ob sie ihm zurWarnung dienen möchten,nachforschen; gerin-geGache» aber,die weder Ehre noch sonst einigeWichtigkeit betreffen, als eine blosseWasche-rey, sich einige Ungeiegeiiheit deswegen zu ma-chen, nicht werth achten. Drittens, wo er desNachbarn Schaden abwenden, und dessen Nu-Wbefördern kan, soll ers freywillig von selb-ßen thun, und ihm in Sachen, die er ohne sei-nen sonderlichen Schaden und Nachtheil thunM, gerne zu Gefallen leben: so demselben einMilderes Glück und Freude begegnet, soll er^

M mit ihme freuen, und seine Freude durchVMiches Gluckwuiijchen an den Tag legen,m Traurigkeit und Unglück hingegen demsel-ben nebjr Bezeugung eines herzlichen Mitlei-in zweiffeWfften Sacheii mit«h, und in gefckhrlichen auch mit der That! ^"^>ch >vll er anch zum

Mittel und Vermögen lei-! nachsuchen,ertragenmogtii, Gastsrey seyn, und,! Nach-Harckei,/ Nach-Rechen oder He«es Verdachts, daß er karg.filtzig, ud einer,schel-Rechxn, ist ein grosser Hanken oder Re»>«-vnvmich. Lt). i Z: chen.

Strohes, nach beschehenem Aufheben, oderauf einer andern Tenne durch besonders hier-zu bestellte Leute nochmalen dreschen lässet,um dadurch zu erfahren, ob sie rein ausge-droschen, oder aber viele Körner im Strohgelassen, weil sie etwa» auf einmal zu vielund zu dicke angeleget, oder aber, wie zuwei-len die Lohn-Drescher zu thun pflegen, nurso überhin gedroschen. Bey ersundencmlln-fleiß wird ihnen an etlichen Orten so viel anihrem Drescher-Lehne weggenommen, als manimNachdreschen an Körnern gefunden, odersie werden auch sonsten anderer Gestalt will--kükrlich bestraffet.

Nachdruck bey dem Most, siehe Most.Nachen, suche Rahn.

Nach-Essen, pflegen gemeiniglich die Köche

dasjenige Gerichte zu nennen, welches manzwischen dem Fleisch und Braten, und noch vorderJugemüs auf die Tafel zu geben in Ge-wohnheit hat. Es bestehet dasselbe in abge-kochten Schincken, Zungen, Schwein-Magen,Krebsen und dergleichen.

Nach-Gras, siehe Grummet.Nachhängen, ist ein Iäqer-T'erininiiz, undHeisset einem Hirschen mit dem Leit-Hunde