Druckschrift 
2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
1965-1966
Einzelbild herunterladen
 

''ch»>v'» ?!

,,>F

A«P.

k„ii-

Ä >Ä ^

Mm

l?6)

Wund Mund Fäule

nassen, und verfahren damit wie dem» vor,«c». Soll sie aber lange lieaen, nehnien sie

äeimgsamen ,. ..se, und lassen esabgahren; spunden e,e F«s-'cr hernach zu, und verkauffens den Paurenuir Erndte-Zeit.

Mund, ist derjenige Theil des Leibes, durchMlchcn derMensch die Speise und den Tranckzu seiner Erhaltung in den Magen schi-cket Daher hat man auch, sonderlich bey

dieHcrrscyafft zuvereiien, ooer ,ie unrer iy-!rcr Besorgung haben, besonders noch mitd, « , diesem Beynahmen zu belegen, die in- folgenden Erklärungen zu finden

zubereiten, oder sie unter ihhaben, besonders noch mit

denen

^Mund-Becher, ist dasjenige Geschirr, dar-7'^^ ««s eine hohe Standes-Person das Getrün-'A? kt i'l sich zu nehmen pfleget.

Mund-Decker, wird bey einer Hofhaltung. tttjmiae aenennet, der vor die Henschafftli-

Mund.-Koch i?6ü

'Wenn das Pferd eine halbe Stunde nachdem Auswaschen gestanden, bläset man ihmnau)svlgendes Pulver darauf? Nimm dürreOelbaum-BMer und Granat-Aevffel-Scha-len, pulverisirt und unter einander gemischt.Nach einer halben Stunde waschet mai?den Schaden wieder mit vorbejÄnebene:Mixtur aus; wiederhohlet solches täglichMorgens und Abends, uud giesser ibiu er-liche mahl folgende Purgatio» ein: Nimmxp^rlcT ein Loth , ^!>mn>ciiiii zwevQvint, Lerchen-Schwamm ein Loth, N5PM,-rici drey Loth, Lummi ein Qvint,

und Wein-tstein drey Loth, stosse alles unter einander, und lasse es über Nacht indrey Nösseln oder anderthalb«! Maaß Weinstehen, und geuß es ihm auf einmahl ein.Nach dem Einguß soll man das Maul mirobiger Mixtur wieder waschen, und das Pferdeine halbe Stunde wohl znqedecker reiten.Wo aber Geschwüre vorhanden, muß manihm, zwar den Mund auch reinigen, undgleichfalls diese Purgation gebrauchen; zwe»oder drey Tage nach der Purganon aber so»man ihm die Adern am Hals, wie auch denStaffel stechen, und wohl bluten lassen; die

M

che Tafel einig uud allein dasBrot zu backenjGeschwüre aber, nachdem sie eröffnet, mirMeiiommen worden. >nachfolgendem wohl auswascheu: Nimm S<l-

Mund-Fäßgen, heisset man dasjenige run-, mach, Myrten, Oelbanm - Laub, Granat-te gegossene Geschirr von Zinn, so vorne»!Aepssel- Rinden oder Schalen/ jedes zwey' ' Meiner Schnaufte, oben mit einem Deckel, >yände voll, siede es wohl mit einander imund über demselben mit einem an beyden Fließ-Wasser, und streue hernach folgendesHeilen befestigten Spriegel versehen, dar-Hulver darauf: Nimm Granat-Aepffel-Scha-«i man es zur Seite des Hand-Fasses auf-len, Gallarffel, Oelbaum-Laub und Sandelilihängen pfleget, um sich mit dem darein ge-!drey LothMen Wasser den Mund ausspülen zu kon-^gemischt.neu.

Mund-Fäule a».den Menschenkcharbock.

-!« »i.iiiüUick«!»''SÄ

iiitüiA

drey Loth, unter einander zu einem PulverSo aber die Geschwäre um sichPressen, so nimm I^iepzr das ist,

siehe mit Salpeter verpufftes Spieß-Glaß, wel-ches ein Leber-farbnes Pulver ist, ein Qvint,

Mund-Fäule oder Gurfis der Pferde, ist Sassra» zwey Serupel, und ein halb Nössel.eine Kranckheit, da einem Pferde nebst heffti- Wein, mische es unter einander, und geußger Entzündung des gankenMundes an dem!es dem Pferd auf einmahl ein, nimm sodennZchn-Fieisch Geschwäre auffahren, und in Rosen-Pulver zwey Loth, WegeM - Safft'Maul, Rachen, Schlund und Gurgel Lö-! und Honig, jedes sechs Loth, mische es un-. ... »— ..... -- - ' Salbe, und schmiere

Das Pferd soll in ei-Stall stehen,

SSr-MüA a» 5

O-M > >

cher fallen.

si'M5

Sie entstehet von denen hifti-!ter einander zu einergenDampffen, welche aus der Leber,und von.die Geschwüre damit. .. . ,grofferHixe der gallischen Feuchtigkeiten über nein mittelmäßigen warmensich steigen; item wenn die Pferde des neue»!und sein »Futter gebrochen oder geschrotenHeues zu viel fressen. Im Ansang wird der! mit Lerchen-Schwamm und rothen Kichern

gantze Mund Feuer-roth, das Pferd bekommteinen histigen stinckenden Athem, und lässeteinen hitzigen Schaum von sich fallen, bisendlich die Geschwüre sich zeigen, und, wennmii das Uibel zn wejt einreissen lässet, Lo-cher darauf erfolgen. Wenn noch keine Ge-

vermengt ; der Tranck aber laulicht , mitschönem Mehl, Honig-Wasser und etwasSalpeter angemacht seyn.

Mund Galle, siehe Galle.Mund-Holy, suche Rhein->Veide.Mund-Roch, heisset bey einer Hofhaltung

Rachen, schauet nach dem Schaden, undwischet hernach die Zunge, den Rachen undganfte Maul wohl mit nachfolgender Mix-tur aus. Darzu wird Wegerich - Wasser undMich-Waffer, jedes ein halbes Nössel, Ber-tram ein Loth, und Eßig ein Nössel genom-MII, und wohi unter einander gemischt.

ser Herren der Gesundheit gemässer zuberei-ten/ und nicht so viel widrige Dinge zu-sammeu nehmen sollen, davon hat Rr-etsch-mav in seinen OeevnoniiDen Vorschlägen,so zu Leipzig in der Großischen Handlungin 8.1744 herausgekommen , Anweisung ge-

, . m»»