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2 (1764) Des oekonomischen Lexici zweyter Theil
Entstehung
Seite
1757-1758
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Glätt

lich von zweyen Personen gezogenah» hat man eine besondere I-Mandeln oder Rollen, weichePerson vermittelst eines Rüde»beweget werden Annen. We-der

länglichter plat«unten svimzer iveisser^ ? »i'.t einem dünnenüberzogen, hettiachmahlsundim

betecket.ist. "Dem Ge-

Uandel im Hause habe», und a,»ch nicht leichte' schniack nach werden .sie m si-sse und'bitlere,«einer ausser dem Hause gelangen könne«, Z'«- eingetheilet. D '

chessie ^

«m Ende mit einem Hand-Griffe verlegenenS»lke, so dasMandel-.Brer genennet wird,bin und wieder rollen, bis die Wäsche, indemsieauf dasMandel-Bret starck drücken, glattund gelinde wird. Wiewohl sie freylich nichtso schön als durch die Mandel zu werden xsie-qet Äne gewisse Art von Mandeln haben auchdie'zSrdereycn nöthig, welche von den Pferdenge-cau! oder getrieben werden.

Mandel, ist eine Zahl von funffzehen, nachWelchen im gemeinenLeben verschiedene Klsi-nizkeiten gerechnet werden. Also zehlet undverkauffet mau die Eyer,Lerchen,AepssehBirn,Nässe, Gurckeu ?e. nach Manveln. Das Ge-traide wird im Felde zur Lrndte-Ieit, wann esgzstmmlet und aufgebunden ist, in Mandeln/ gesetzt' da denn das Aehrenlesen hinter denen?> > obgeiührlen Mandeln nach, und nicht zwischendenen annoch stehenden, denen armen Leutenvergönnet wird. Das eingeerndtete Getraidewird nach Schocken, Mandeln und Garben inRechnung geführet, und machen, wie in allenmir erwehnren Sachen,also auch darinnen vierMmde nein Schock. Daher heißt

Mandel oder ein Mandel, auch ei» Han-fe des Getraides, wie schon gedacht, der ausi; Garben bestehet, und an verschiedenen Or-ten auch verschiedentlich, und zwar hauptsäch-lich zu dem Ende aeseket wird, damit dieLusst«»d Sonne die Garben, sonderlich aber dieAehren desto besser trockenen, gleichwohl aberauch der einfallende Regen dcnenselben nichtleichtlich schaden möge. In unsern Gegenden werden die Mandeln von Roggen undWetze» ins Creuk gelezet, so daß die Aehrenalle in der Mitte zusammen kommen, dieStoriM aber heraus stehen, und die Eckenfvrmiren. Die untersten aber wachsen leickt^Imi aus, und die Lusst und Sonne kan beydiesen Mandeln nicht viel zu ihrem Zweck bey-tragen. Bey dem Sommer-Getraidig ist es»mit nöthig, daß man selbiges lange in Haus-Mi stehen lasse, daher die Mandeln auch nichtsorgfältig geleget werden. Im Jülichischen>At man die Mandeln rund, und zwar die«lon-elnaufdieErde, die Aehren aber alleindie Hohe oben zusammen, so.daß der Hausseuweudig fast hohl, und sonst'wie ein rundesseit ausstehet. DieLufft kan also alles, undMderlich die Aehren i m durchstreichen, nur>>t es nöthig, daß die Garben nicht zu starck,eas Getraide aber lang sey.

ZNai^el, hcist auch d'.c Frucht des Man-

Die iliße» rönnen nickt nurgrün, wie die Nüsse genossen, sondernmich, wenn sie erst halb reiff sind, gleich de-nen welschen Nüssen, gani; eingemachet wer-den. Der dürren bedienet mau sich vielfältigan die Speisen, und zu allerhand Schlecke-reyen, so Wird auch eine sehr nahrhaffte undkühlende Mandel-Milch davongemacht. Diebittern gehören wehr in die Apotoecke alsin die Küche, wo sie nicht etwan an einkiznc Müllxsr gebrauchet werden. Die dür-ren Mandeln bringt man entweder in Scha-len oder die puren Kerne ohne Schalen zuuns. Von der ersten Sorte hat man zweyer-ley Gattungen, »enilich Rrack-Mandeln oderdünnschalige Mandeln, an welchen dieSchale so dünn, daß man sie mit einem Fin-ger aufdrücke» kan, und harrschalige Man-deln, welche mit Gewalt aufgeschlagen werdenmüssen. Aon denen, welche aus den Schalenbereits gezogen, zehlet man nachfolgende sechsSorten: i) Sind die Barbadische, welche ingeflochtenen länglichteniKoibeli gesandt wer-den fallen aber sehr klein. 2) die von Valenz»sind besser, als die ersten, z) Die aus Provencesind besser als beyde roriae». 4) Die Ambro-siner Mandeln, weiche dick und rund von Ge-stalt, aber am Geschmack die lieblichsten unddelicaresten unter allen. 5) Die langen Man-deln, welche die ansehnlichsten, und 6) die bit-tern, von welchen bereits eben Meldung gesche-hen. Die Mandeln geben überhaupt eine guteNahrung, mildern die schärften Feuchtigkeiten,und haben eine besondere Krafft die Saffte zureinigen und zu verdünnen; insonderheit wer-den die bittern Mandeln, als eine gute Ma-gen-Stärckung und Schuk - Mittel wider dieTrunckenheit sehr gerühmet. Sowohl ans de-nen süssen als bittern Mandeln wird einOelgepresset,worzu,wenn es gut seyn soll,keine alte»och rankige Kerne kommen dorffen, auch dieZubereitung ohne Feuer geschehen muß. Dasaus süssen frischen Mandeln gepreßte Oel, die-net an stat des Baum-Oels vortrefflich an dieSalate, sonderlich wenn man Citronen-Safftan star des Eßigs dazu nimmt. In der Arßneywird es äusserlich in Pflastern und erweichendenUmschlägen, innerlich aber bey neugebohrnenKindern, nüMch gebraucht. Bey denen Er-wachsenen aber vertreibt es den Husten, stilletdas Bauch-Grimmen, und lindert das schnei-dende Wasser und die Stein-Schmersen. Dasbittere Mandel-Oel dienet zu den Gebrechen

Stunde daraus gefastet, eurirm auch einen

sehr