Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1601-1602
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l6oi Laubwerck Lauch

V' -Mahl da derSchäfer, wenn die Schaafe d-is

- ^ xaub abgefressen, das übrig gebliebene Gestrau-

Nicht und Geholtze, als sein Deputat Brei!»

Holtz annehmen müste, und was er davon nicht

' ^ denothiget, anderwärts in der Haushaltung

gebraucht oder verkauffct werden ionnle.Lau1'werck,mitGeadere, iriidvrn demei-

- sernenGaltel werck diejenige Art ginen!iet,we!-, - che aus gewundenen Augen n,it uiiternien.jlen'- Blattern, Rosen und dergleichen, und nicht aus

blossen theils geraden, theils gebogenen glättenStäbenbestehet,dergleichen Amakhe» emwe-s, der von gegossenen oder getriebenen aufs deiie>- aus iearveiteren Eisen genracht, und nach ^?e-

s.' schassenheit derer Umstände, mit schwary odergniiier Oel - Farbe angestrichen, auch hui undwilder sauber vergoldet wird. Ein Stuck von, d eser Art, ist i!i. 5ix.wahrzunehmen.7 Eiche Satter.

Lauch, ist ein Garten Gewächse, fast wie dieciü gemeinen Zwiebeln, am Geschmack aber etwas

- - üblicher und milder als jene- Des Lauchs hat

mnii verschiedene Gatlu^ge.i: Der 2lschlauch,^ tLschlauch oder gemeine Lauch, hat langebrate und oben zugespitzte bleichgrüne Blät-tcr, zwischen welchen ein Fingers dicker, teil«undbichter, vier bis fünf Schuh hoher Sten-gel empor steiget, der zu vberst einen dickenBüschel kleiner aus sechs BläUein, Glockenför-mig zusammen gesetzter weisen auf Purpurzichmdm Blüthen traget. ?!ach diesen fol-Zen bey nahe runde Ropffe, welche inwendig> indreyFäwer abgelveit, und mit länglichten^ Eaamen-Kornern angefüllet sind. Die Wur-zel ist lang, rund, weiß, und wie aus Schalenüber einander zusammen geleget, untenheraber mit viUen Fasern bewachsen. DieserLauch liebt weder sgndizt noch leimigtenGrund, sondern will in einem gemengten Erd-relchsreheN' Erwiwnach dem Neu-Moudenso wohl im Frühling, als im Herbste gesaet,davon man den ersten den Sommer durch, denandern aber im Frühling gemessen kan; dochgeschiehet die Vermehrung besser durch Zer-reissung und Versetzung der Wurtzeln. Esmuß aber eine iede Wurtzel dergestalt einge-iegtwerden, daß ein gutes Theil von den Biäl-^7 lern oder Kieleii mit in die Erden komme, undiii.! nur ein wenig vom grünen Kraut ausser der-»- selben bleibe, so wird das bedeckte Theil nicht

> > alleinweiffer, sondern auch mürber. Sobald^ nimichn umgesetzt hat, muß man ihn sowohl

> nm Jäten und Aushacken, als auch mir Be-^ ' gieffen fleißig warten; wenn er «der nicht nach

Wunsch wachsen wollte, soll man ihn mit gu-^ lein irischen Grund beweissen, so bekommt er'. wieder neue Krafft; noch'besser ist/ wenn kur-ler ->lter Mjst unter diese Erde gcmenget wird.Schnitt-Lauch wird derjenige Lauch genen-ncl, der keine Kopffe hat, und geschnittenwnd. Solchen pflegt man im Frühling voneinander zu reisten, und einzeln fem ordentlichwieder Reihenweise in «ut Erdreich, darinnener sich uberflüßig vermehret, zu pflantzen. Mankan ihn wohl um dieBectc mid Gänge, d» es

Lauch iSos

nicht hinderlich ist, legen, auch die Rabattendamit bordiren, und etliche Jahr aus einer'Stelle ireden lassen, ehe er ausgenommen wird;und dieses dari fast <arnichtgeschehen, es seydenn, das? man deuseiben vermehren will. Erwachjet alle Frühling von neuem wieder aus,und k>n auch in Ermangelung der Mammlvom S -amen gezogen werden- Zu Gaamenmuß man die schönsten und länasten aufhe-- den, und im Früh-J»hrverpflantzeii,hernach-mahls aber, wenn er aufqesWossen, Stäbe da-bey stecken, so.che daran binden, uki'd geaeilden Wind verwahren. Endlich muß man ihn,wenn er zeitig ist, abjchneiden, trocknen undverwahren. Mein diese Vermehrung durchden Saamen ist unnothig, weil es viel lang-samer damit hergehet, ms mit der, ft durchJerreissnnz der Wurkeln geschiehet. Weilman auch von dem Schnitt-Lauch das We-sseam meisten begehret, so kan man die Kotieretwas jchräg in die Erde legen, damit sie nurein klein weniFheraus rage», so wir^ das be-deckte Theil weiß und mürbe- Wenn man ihnin die Küche brauchen will, soll man-hu nichtmit Handen abreisten, sondern mit ein. m schar-fen Messer «Äuber und gleich abjchneiden, undauf die Stumpffe Sand oder rr-ckene Erdestreuen, damit die natürliche Feuchtigkeit sichnicht >o viel ausihaue, noch der Regen hineindringe und Faulung verursache. Am beSeiithutman,wennman ihn bey «nwefenden oderbesorgenden Regen gar nicht abschneidet, oder,wenn man ihn ja haben muß, das abgeschnit-tene mit einem Brete, das an beyden EndenaufGabel» lieget, bedecket. Der Hoilauch,also genannt, weil er hohle Stengcl treibet,ist am Geruch und Geschmack gelinder, als dievorhergehende beyde Arten, und wird daher»auch mehrers gebraucht- Diesen nimmt manim Iulio aus, und setzt ihn im Augusts in ab-nehmendem Monden in ein gutes mürbes,feuchtesErdreichReihenweisemachderSchnui,allemahl einen halben Fuß breit von einander,wieder ein- Man säet gemeiniglich Rapun-zel oder Lactuck-Saclmei!, wieaüchden Sa«,men von den kleinen runden Herbst-Rettigmdarunter, um selbize noch vor dem Winterjung zu gebrauchen; den folgenden Frühlingkan man anfange» dieses Lauchs sich zur Spei-se zu bedienen, bis es wieder harr zu werdenbeginnet. Den übrigen ka» man bis zur Ver-pflantz-Zeit stehen lassen, solchen alsdenn aus-nehmen, und im Augusts, wie vorgebacht, wie-der verpfiantze». Der Spanische Lauch,, wel-chen die Gärtner insgemein nur l'orro nen-nen, ist etwas kleiner als eine Zwiebel, am Kielaber fast schärffer, hat ein grosses Kraut undgrosse Blatter, wie die grssseii Tulipanen. DerSaamen wird im Frühling, wenn andere-chen-Saamen gesäer werden, iinZunehmen desLichtsaufeinMist BeekegeMct, und mit Be-aiessen fleißig gewartet. Wenn er ausgegan-gen u- etwan eines guten Fingers laug erwach-sen, so muß man ihn aufdieWeise,wie man sonstden Selerie zu pflantzen pfleget, in Gkudw«««setzen. Etliche xMitzea ihn mttex den Seie-EeK ' ?se.