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von ieden Ortes Trwehnung geschehen. Ei-ne gute Maqen-Latwerge lässet lich aljo znbe-reiten: Man nimmt schöne rothe Rojen,Salbe»-Blüte und Blatter, Isop, Laven-del/Betonten / Vorrabi, Ochsen -^ungen>Scabiosen, Melissen, Brenn- Nessel, Rau-ten, Roßmarin-Blumen, Fenchel -Kraut,Cardobenedicten, iedes ei» Loth, Poonien-der Gicht - Rosen, Alant- Wurtz, /Weg-warten und Pinellen, iedes zwey Loth, überlie-fet die Kräuter und Blumen sauber, die ^>lu-
zelt! aber schabet man rein/ hacket alles neui/stösset es ein wenig, siedet die in Schelwl ge:schnittene Wurzln in einem halben NosselMalvasier und eben so viel guten Wem gantzweich, thut es hierausheraus, und hacket allesvollends gautz klar, läst es in einem Maaß gu-ten Honig kochen, giesset aber immer im Sie-zen etwas von dem Wein iu, in welchemdie Wurkel» gesotten worden, daß sich das Hv-«jg dadurch läutere, womit man so lange fort-fahret, bis alle der Wein nach und nach hineinegossen: hierauf-iimmtman das Honig vom-euer, lässet es erkalten, schäumet es ab und.etzt es wieder auf, Vaß es so lange siede, bisder Wein fast eingesotten, rühret es darnebenstets um, und lasset solches gantz dicke ein-sieden, von dieser Latwerge früh nüchternei» Loth eingenommen, und ein paar Stun-den darauf gefastet, giebet eine herrlicheHaupt- und Magen-Stärckung.
Lay, ist ein oben breit und unten nach derMitte spitzig zulauffendes, auch am Ende zudenSeiten mit Gchupen oder Schvßlein be-setztes Brust-Stücke, welches das Frauenzim-mer als eine Zierratb zu tragen pfleget, und ins-gemein vornenher über die Schnürbrust zustecken gewohnt, daher es von einigen auch einVorsteck-Lay genennet wird. Hiernächst!führet auch den Nahmen eines Layes der!ohne Ermel zusammen genehete Leid, dessensich ebenfalls das weibliche Geschlechte so-wohl als das Männliche durchgängig bedienet,und aus verschiedene sowohl schlechte alsauch ansehnliche und kostbare Manier einrich-ten lasset.
Laub, heissen miteinemWort, alle BlättereineSBaumes,welche gleichsam dessen Beklei-dung, zugleich aber auch dessen wahre, und de-nen menschlichenÄugen höchst angenehmeZier-desind. Je dicker diese an und in einander ge-wachsen, ie einen dickern und zur heissen Som-mer-Zeit beliebtem Schatten geben sie. DasLaub ist nach denen mancherlen Gattungen derBaume auch unterschiedlich, sowohl in Anse-hung der Farbe, und der so manmgfattigenkünstlichen und bewundernswürdigen Gestalt,als jeiner Dauerhafftigkeit. Die Farbe undFigur eines ieden Laubes, ist beN der Benen-M>M eines ieglichen Baumes, mit berühret.Die Dauerhasstigkeit aber desselben betreffend,m bekannt,daß theils Bäume ihr Laub zu EndeSommers oder im Herbste fallen lassen, theilsaber solches über Winters behalten, bis imFrühling das alte von dem jungen vertrieben»>kd,theils auch ihre Biätt»r,es ivätt dkMvaßl
Laube Laub-Harcken 1555
ein Ast oder gantzer Baum verdorre, gar nichtfallen lassen, sondern immer arün bleiben, alsder Buchs-Baum, die Stech-Palmen oderWald-Ditteln, der Taxus und.-lle Arten Tan-gel-Holtzes, bis auf den Lerchen-Baum, so dereinige unter denselben ist, der seine Blätter imWinter abfallen lässet. Das abgefallene Laubin Baum-Gärren, wenn es recht sauber undtrocken zusammen kommen, ingleichett dasErlen- Bücken- und Eichen-Laub, wenn eS,ehe der erste Reif gefallen, abgestreifft undgesammlet, auch an einem trockenen Orteaufbehalten worden, ist vor Schaafe uni>Ziegen e>» gutes und gesundes Winter-Fut-ter; das Eschen- und Ulmen- oder Rüstern»Laubkan vordie Kühe,!das Weid-Laub abersowohl vor diese als vor Schaafe und Iieaengebraucht werde». Das andere und geringe-re aber, so von einem Reiff getroffen worden,weil es verwelcket und leichtlich faulet, folg-lich vor das Vieh nicht mehr verfüttert wer-den kan, läßt sich nicht übei, in Ermangelungdes Strohes, zum Unterstreuen gebrauchen;das von den Raupen beschmeißtehingegen sollman, so bald es zusammen geharckt, ohne An-stand entweder verbrennen, oder ins Wasserwerffen, die Vermehrung dieses denen Bäu-men und Garten-Früchten so schädlichen Un-geziefers dadurch soviel möglich zu verhindern.Das Baum-Laub giebt nicht weniger eine guteDüngung, wenn es vorher» vor den Gärtenoder Holkern in grosse cxvresse darzu verfer-tigte Gruben (damit es der Wind nicht auseinander streuen könne) zusammen gerechetworden, und darinnen über einander verfau-let ist. In dieser Absicht soll das Zusam-menrechen des Laubes in denen Hölyern auchnur in gewisser Maaß verstattet werden, die-weil nichtnur das Laub gedachter Massen ei-ne» Dünger abgiebet, sondern auch denenWurtzeln eine gute Decke ist, vor die allzustrenge Kälte.
Laube, ist eine Art Weiß-Fische, fast in derGrösse einer Rork-Auae, aber schmaler undlänglichter, laichet im Mais und Iunio. Sie-he Vveiß-Fische.
Lauben, sind gewisse in grossen Lust-Gärtenangelegte und bedeckte Gänge mit untermisch-ten Hütten oder Lust-Häusgen, darunter manvorSonnen-Schein».Regen sicher >cvn, undin selluaen nach Gefallen auf- und abspakireilkan. Sie werden gleich denen Laub-Hüttenaus ^reiiizxe gemacht, und mit allerley Laub-Bäumen und Sträuchern bepflantzet.
Laub-Frosch, siehe Frosch.
Laub-Futter, davon ist bereits unter demWort Laub gedacht, siehe ferner Schaaf-Laub-
Laud-Hakn, wird von etlichen das Männ-lein von den Brom Hünern genannt-
Laub-Harcken oderLaub-rechen, geschie-het >n denen Wäldern von solchen Leuten, wel-che Mangel an Stroh und Dunger haben, das-Me Sei!, Mh hm Winter übet unter- m-d