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auch so viel möglich die Ursachen, warum die, allmählich an der Milch abnehmen. W,„»Abschaffung geschiehet, zu erforschen, sich an- nun die Kühe um Weihnachten kalben, sv wS'-geleeen seyn lassen. Von bekannten Leuten > die beste Milch-Zeit an dergleichen Kühen bis
kaussen, ist auch darum besser, daß man sichim Fall ereilenden Mangels desto füalicherzu erholen wisse. Die besten Kühe sind.son-stcn insgemein die, so von edler guter Art,grossen Bäuchen, wvhlgewgchscnen Gliedern,und gestrutzten Euter oder gutem Milch-Zeugsind, und denen es darneben an Lust zum Es-seil, Freude zum Sprinaen, auch an guterundfleftmder innerlicher und ausserlicher Leibes-Beschaffenheit nicht ermangelt. Absonder-lich muß man im Kaussen zusehe»/ ob sie anden Eutern alle Striche richtig haben; dennes ist bekannt, daß etliche nur mit zweyen,etliche mit dreoen Strichen Milch geben, daes doch mit allen vieren solte seyn; daher» istraths-im, daß man sie nicht eher kausse, a!Sbis man sie entweder Mvrgens, Mittags undAbends melcken sehen, oder es selbsten zwey»der dreymahl vrobiret bat; zumahl da be-trüaliche Verkäuffer die Kühe ein- oder mehr-ivahl nicht ausmelcken lassen, damit sie sei-ne grosse Euter mit ans den Marckt bringen,welche sie denn theurer verkauffen helssen sol-len. Wenn eine Kuh über zwölff Jahr altist, so taugt sie nicht viel mehr, als zum Mä-sten und Schlachten, denn ob m^n auch wel-che findet, die von starcker Natur, und bis indas sechzehende Jahr fruchtbar und melckesind, so ist doch davon keine Regel zu machen.WaS die Miethe, als die andere Art zu Kü-hen zu gelangen betrifft, so ist solchem hiesigenLanden, sonderlich von Zucht-Kühen bekannt,und wird selbize von denen beobachtet, welchewegen Fortführung ihres HauShaltenS dasRind Vieh nicht wohl entbehren können, undgleichwohl die Mittel nicht haben, mit Kau-seil sich solches anzuschaffen. Die dritte Artist die Nach-Zucht, durch welche ein bereitsmit Bieh versehener HauS-Wirt, den Abgangau alren entweder ver'kaufften oder geschlach-teten, oder verunglückten Kühen, aüs seinem
auf Pfingsten; weil aber vor Pfingsten kaun,das Futter, so zu guter Milch dienet, hervorkommt, so ist rathsamer, daß die Kühe erst nachFastnächten, etwan nmdas Mittel kes Mm-Monats kalben, und also damit besser in dieZm-ter-Zeit einrücken; welcher gestalt auch dieMilch-Zeit so lange währet,als manWeideundgrün Futter zu geben, oder auch nur unterzu-mengen hat. Die dieser Meinung sind, lassenden Stier im Inlio oder Auguste zu. Etlichehaben ihre Kälber lieber gegen den Herbst, »ndgeben di 'se Ursache, daß man sie mit gutem H-uund fleißiger Wartung verpflegen könne, und sieauch, wenn sie den Winter in zarter Jugendüberstanden haben, hernach desto daucrh.Merzu hoffen seyn; die einen Gefallen an dieser Arthaben, lasien den Stier im Februario oderMar-tio Bey herannahender Kalbe Zeit, wenndie Kühe die Milch gänzlich verlieren, und (mederrechte Terminus lautet) treiige edertro-cken stehen, müssen sie ein wenig besser gefüt«tert, und in der Kalbe-Zeit selbsten fleißignachihnen gesehen, und das behöriae in Achtgemm-men werden, damit sie nicht, aus Erm, n ielunzgebührender Hülsse undHandreichunz, Scha-den leiden, und Kuh und Kalb, oder wenigstenteines von beyden darüber zu Arunde gehen mö-gen. Die Trage-Zeit der Kühe belansset sichentweder auf neun oder zehen Monat, und dieBauren rechne» durchgehend? viertzig Woche»dafür. So lange eine Kuh mildem Kalbe ge-het, soll man fleißig lassen Achtung «eben, da-mit sie weder durch das Springen über oderiildie weiten und liessen Graben, noch durch daswilde Anlaussen wider die Hecken und Stau-den, etwaS am Leibe verrencken, zerfallen zer-stossen, sich mit einem Dorn-Stich verletzen,oder :n andere Wege beschädigen könne, ?e-nen kalbenden Kühen muß auch die Si-'de einwenig besser gemenget, und eingeweichte Oel-Kuchen aufs gebrükete Futter gego «en; >«ie
elgenen Stalle wieder ersetzen kan. ES ist! auch das Trincken mit kleinen Tredern Rüben-Gierde» »isonserheit wohl zu beobachten, daß! Kraut und Grummet angemachet werden, da-das Zucht-Vieh beyderley Geschlechts guter! mit sie gleichwohl vor dem andern Vieheinennutzbarer Art, von rechter Grösse, seiner Ge-! Vortheil haben, welchen sie hernachmahls so-stalt, gesund, und mäßigen Alters sey: Denn! wohl mit mehrerer Milch, als auch mit einemrbschon bisweilen mit Muhe ein geringes ver-! schonen Kalbe reichlich bezahlen werden. Diebuttetes Stucklein V-eh auch aus die Beine! Zeit über, da sie trocken oder treuae stehen,
zu bringen, so ist doch aewisser und besser, manhalte so viel möglich die Wahl, und lasse auchsonderlich das Vieh nicht zu jung, und etwanim andern oder dritten Jahr, sonderlich, wenndie Kalben ihre völligen drey Jakr alt sind,zukommen : Denn das alte Viehe erlanaek»achgehendS selten rechte Kr ^'re und Stärcke,und bleibet auch das junge Vieh klein und krö-pfig, daß es zur Zucht durchaus nicht rathsam zubehalten- Man hat auch auf die Zeit, da dieKühe zukommen, sonderlich darum acht zu ha-ben, damit die Kalbe-Zeit hernach also falle,da-mit die, wegen der Fütterung sonst geringeMilch desto reichlicher zu erlanaen: Denn dieKühe nach der Zeit, wem, sie wieder zukommen,
ist es gnt, wenn man ihnen Lein - und Hauff«Saamen gesotten auf ihre Siede gebe» ka»,damit sie innerlich gereiniqet werden. Wennihnen von der erstockten Milch die Eut'r Mgroß und voll werden, da es den» leichtlichzu einer Verfchwelluna hinaus schlagen kan,so muß man sie, wo man es siehet und mer-ket, rein ausmelcken? die Milch kan manausbiittern, weil die Butter da»on agr he»'sam ist. und zu Salben verbrauchet wird,, dieabgelassene Milch aber giebt vor die H>m»ein angenehmes Gelrancke. Damit dieKiMnicht verwerssen, soll man ihnen alsobald, wennsie zugekommen, Qvitten - Kern, Fenchel un?Feld -Kümmel, Saamen, welche in emem klei-