Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
1285-1286
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i-8s Jage n Ja hr

Schweins-Haye, /^«-/--^^-IaAen, sacht-ester facke! ",agd, Z^ampf-Iagen, Hasen^.yen, BaUcn :c, wovon »iiter ihren Spex'jal ^enen»i.-naen ein mehrers.

Jagen wird auÄ' ein mit Zeuge eingestellterPlatz in einem Walde »enennet, worinnen dasWlldzusamnien, und nach dem Laufft zuaetrie-l>c» wird Vornemlich hat man wohl dahin-u sehen: daß das Jagen beym Raume» einerechte Runde bekomme und vorne gsaen dem

Laufft zu wider zusammen falle/so das? dasselbe

»or dem Laufft über hundert bis hundert undzwaukig Schritte nicht weit bleibe; daß daS^ageu nicht rückwertS, sondern nach dem Laufftzuabhänaig oder Berg-unter, oder doch wenig-stens fein eben liege, daß es gnugsam mir laubiateuStauden oder schwartzemDickig,nachdemdas Kchöl^e ist,bewachsen sey,damit dieHirschelder das Wüdpret nicht von innen hinaus aufden Laufft sehen können, ausserdeme sie sonstengerne wieder wenden, und sich scheuen dahin zulaaffen. Am allermeisten und vornehmstenaber hat der Zäaer, bey Verfertigung eines sol-chen Zzseils, dmMiUdzuju^ieiren,damitder-selbemchtvondemLanfft ins Jagen gehet, weilsolchenfalls kein- Thier vom Jagen hinaus ausden Laufft will, sondern sich öffterS darinnenehe wird zu tose jagen lassen.

Iane-Tenssel, siehe Iohannis Txraut.

Iahn, die Win«?er Pflegen, die ihnen anver-trauten greisen Weinberge, um bessern Gc»mercks willen, gleichsam in gewisse Distrikte ab-zutheilen,und solche nach ihrerKprache'IalMezu nennen. Also lässet man gemeiniglich einenWeinbera nicht aus einmal über und über, son-dern Iahn.-weise düngen,also daß, wenn Heuerder erste Mn gemistet worden, die Düngungim fol-enden Jahre den ander», und über zweyIadre den dritten Iahn, u. s, f. trifft.

Jahr, ist eine Zeit, binnen welcher die Son-ne den Thier-Kreis oder die ganye Ecliptickd!irä>!a'uffr, oder binnen welcher vielmehr einZrr-Sk.rn um die Sonne, mithin unsere Erdeum die Sonue, oder unser Mond mit der Erdeund seinem besondern Herumlauffum dieselbe,st ein Monacheißt,»m dieSonnc herumläufft.Wn Limvehuer der Erden, denen es vorkoniint,daß die Sonne um unsere Erde herum lauffe,diese aber stille stehe, ja die von dem verschie-denen Stand der Sonne gegen unsere Erdegar vielen Nuüen haben, und daher genöthi-get lind, auf dessen Veränderung und die dar-aus binnen der Zeit des Umlausss entstehendenBeaebenheiten und Wirckungen, welche miiunjern Geichäfften einen grvjjen Zusammen-hang haben, lind geiivthiget, sonderlich dasSonnen Jahr und zwar in verschiedener Be-trachtung ;u kennen. Es bestehet demnach sclchcs aus drcichundert und sünff und fechziaganiien Taaen. Ein solcher Taa aber begreiffteine Zeit von Tag und Nacht in sich, oder vierund zwantzig gleiche Theile, welche man Stun-ven heijftr. Ein solches also genanntes ge-meines ^ahr, da man den noch übrigen An-hang der Stunden und Minuten wea!ässet,istin iwviff Mengte eingetheilet: Diese heissen

Iah r 1 -86

- der/->nu^!,i5(Ienner>, mit welchem auch dasb^raerliche Jahr, wornach man in bürgerli-chen, R^ierun^s-nnd^echts-Geschäffcen'rech-net, anfangt, (Hornnna). Nz>r>uz

^ (Merk), Drills (April), (May), lunws(Brach Monat), .luüus (Heu-Monat),lilis (August Monat), 8epremk>er ^der HerbsteMonat), c>Ät>b-r (Wein-Monat),

(Winter Monat) und D?cem!)er i Christ-Mo»nat). Davon haben der/Vlzju!, Julius, ^uguliuz, OKobei- und v--i.cn>-der ein und dreyßig Tage; mit welchem letzte!»Monat das Kirchen-Jahr seine besondernKirchlichen Geschaffte anfängt; derniu5> Lepiemker UNd I^ovember, dreyßig Ta-ge, und der 5ebi-u->riii5 dagegen acht und zwan-zig, in einem Schalt-Iahr aber neun und zwan-zig Tage: Denn weil ein gemeines Jahr übe?die vdbesagten dreyhundert und sünff und sech-zig Tage nvch fünff Stunden und neun undvlerkig Minute» lang ist, dieser Uiberschuß derStunden und Minuten aber in vier Jahrenbevläuffig einen ganken Tag ausmacht, sow?rd jedesmahl das vierte Jahr ein gantzerTag in den k'ckrii!>rk,m geschoben, welches dervier und zwanzigste dieses Monats ist also, daßder Matthias Tag, welcher sonst auf den vierund iwanüigsten fället, einen Tag-ceiter, unddahero au! den sünff und zwankiasten koniint:ein Schalt-Iahr zu erkennen, diaidiret odertheilet man die Zahl der Jahre mit viere, blei-bet alsdenn nichts übrig, so ist solches Jahr einSchalt-Iahr, so viel aber deren übrig bleiben,soviel )akre sind über das Schalt Jahr. DasJahr wird ferner nach dem Eintritt, den dieSonne in die vier Hiurt - Ecken des Thier-Kreises nimmt, in vier Theile getheilt, so mandie vier Iahrs-Aeiten nennet, nemlich in denFrudlinF, Sommer Herbst und Winter,von welchen an behvriaem Orte ein mehrers zufinden. Die Jahre werden sonderlich in Anse-hung der Geschaffte in bürgerliche, Kirchen-und wirtschafftliche Jahre unterschieden. Vondenen beyden ersten ist schon gedacht worden:Allein hier ist sonderlich noch etwas von demWirtschaffts-Iahre zn mercken. Ein gewisserTheil der Zeit, wie hierein Jahr, verhält sichnach denen darinne erfolgenden natürlichenoder moralischen Umständen zu einer gewissenMenge unserer Geschaffte, zu ihren Objectenund Zwecken, sonderlich in Ansehung ihres Zu-sammenhanges und ihrer vortheübafftigenOrdnung bald mehr bald weniger begvem, undnach diesen! Verhältniß setzt man den Anfangund das Ende ei.ies solchen Zeit Riums ent-weder dnrch die Geseüe vder durch die Ge-wohnheit in gewissen Kegenden der Weit fe-ste. Das ist der allaemeine Satz, worauf sichdie verschiedene Bestimmung des rechtlichenund bürgerlichen, des kirchlichen nnd also auchdesWirrschaffts Jahres aründtt, wieweh! wasdas Kirchen Jahr betrifft, »och verschiedeneandere Ursachen in der im Aber»

alauben und aüerhand besondere Meimmaeridazu Gelegenheit gegeben Haben, woven aberhier nicht der Ort zu handeln ist. Ja man' Ss 2 ka«