Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
995-996
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Grüai«

!rün-Kra«t

sem Schwank aber bräunlicht und am äusser-sten Theile schwartzlichl: oder der gaiitze Vogelt den Schwan

tden Gchwantz allein ausgenommen, welchereinerley Fsrbe behält) ist roth; oder aber er istöber und über scheckigt,fast auf die Art, wie dasWeiblcili vom Zeisig, nur daß solche scheckigteKrnmm-Schnäbel etwas lichter aussehen, undihre Farbe mehr in das Grün-gelblichte sället.Der Unterschied dieser Farbe kommet da»o»her, daß die Männlcin, wenn sie sich das er-ste mahl mausen, welches im Avril und Maygeschiehet, anfangs gank roth werden, und dieseFarbe in der andern Mäuse erst mit grüngelb<ich verwechselt, so daß die grüngelben die altenMännlcin, die rothen aber die jahrigen Männ-Zem, die scheckigten hingegen, welche auch daserste Jahr nicht roth werden,die Weiblein sind.Unten am Bauch, wo das Rothe, das Grüngel-be, oder das Scheckigte sich endiget, hat auchdieser Vogel etwas Weißlichtes bis an denGchwany hinan, so sind auch die längsten Fe-dern an den Flügeln bey allen, was Farbe sieseyen, dunckclbrauü und schwärklicht. sie wer-den aber, wenn der Vogel nicht flieget, sondernstill sitzet, mit andern kleinenFedern bedeckt,daßdennoch der ganke Vogel roth odergrungelb-lich aussiehet. Der Grösse nach giebt es zweyer-ley, davon die «rösten am Leibe stärcker, als eineWinter- oder Wein-Drossel, die kleinen aber,wenn man dieFedern wegthut, nicht viel grosserals ein Haus-Sperling sind. Der Schnabel,welcher dunckelbräunIÄt ist, aber im Vogel-Haus ie mehr und mehr blaß und grau wird, le-get sich vornen mit denen Spitzen über einan-der (daher sie auch den Nahmen Creutz Vögelund Krumm - Schnabel bekommen) und zwarbey theils, daß der obere Schnabel aufdie rech-te, und der untere auf die lincke Seite; beytheils aber, daß der obere Schnabel aufdie lin-ke, und der untere aufdie kechte Seite stehet,welches Anlaß gegeben, daß etliche die ersten»or Männiein, und die andern vor Weibleinhalten wollen, dabey vorgebende, die ersten,wo nemlich der obere Schnabel die rechte Sei-tebehält, seyen zmArtzney wider die fallendeSucht besser: Es ist aber ein purer Irrthum,jmmassen bekannt, wenn sie zu Anfang des De-cembers paarweis fliegen und gefangen wer-den, daß ein rechtes Männlein, wie man siezu nennen pfleget, mit einem lincken Weib-lein, un>> ein linckes Männlein sich mit einemrechte» Weiblein galtet, Sie haben alle einengrossen harren Kopff, an dem die Federn glattanliegen,so. daß man wohl mercket,daß er nichtvon Federn, sondern an sich selbst so dick ist: IhrHals ist dick und die Brust sehr breit; die Füs-se sind auch kark; und der Schwxntz mittel-mäßig, iedoey gegen andere Böge! ebenfalls

Dieser Vogel

chen, zu der Zelt, da andere Vögel wieder »>uns kommen; und hierauf im Herbst, ^Holtz-Saamen vorhanden, zu der Zeit stch w/..der einstellen, wenn hingegen anderes'gel von uns ziehen. Zu solcher ihrer Z-trick'und Wiederstrich-Ieir können sre mit Lock-Mgeln entwederaufderKletten-Stange,man Leim-Spindeln stecket, oder mit eineSchlag-Wand,nahe bey denen Hartz-Wckidcrnhäuffiz gefangen werde». Man kari sie auchim Iunuario und Februario bey und mit ihrenJungen leichtlich bekommen, und lassen U,die Alten gar bald zahm machen. Ihre besteSpeise das gantze Jahr hindurch nichts an-ders als Holtz-Saamen, welchen heraus!»wis-sen ihnen der krumme Schnabel zugeleget >ßIn dem Vogelbauer aber fressen sie HanffMallerley andere Köruer, bey welchen sie vieleJahrelang ftisch und gesund bleiben, m«npflegt ihnen auch zuweilen einen Fichten-Z,-pfen in den Bauer zu hängen, damit sie,jcha» HerausbreclMNg des Saamens erlujmeiikönnen. Dieser Vögel Fleisch ist das teilsnicht, denn sie riechen starck nach Hary, be-wegen werden sie nicht leicht gebraten, son-dern meistentheils aus folgende Art marniirtoder eingemacht: Man wirfst sie nemlich, i«sie rwrhero saüber gerupffet und ausgenommenworden, in ein siedendes Wasser, damitfieei»wenig anlauffen, thut sie darnach heraus, mck-net selbige zank rein ab, spiesset sie an höliMSpießgen, leget solche auf einen Rvsr üderKohlen, beschmieret sie ein wenig mit Butterund lässet solche halb gahr braten. Hiermsnimmt man die Vögel von denen Spießzen,daß sie erkalten,und hält inzwischen kleine Mgen in der Grösse wie die Senff-Za'ßzen Min Bereitschaffr; Leget unten auf die BMerst Lorbeer-Blätter, Citronen-Schalen »i>dgantze Würke, hernach eine Lage Vöqel, unddas so lauge wechselsweise, bisdie zäW Msind. Endlich machet man solche zu, undbohret oben Locher hinein; lässet Eßig M»»nd wiederverkühle», undgiessetihii zu demLöchern hinein, schlaget diese fest zu, Wtman einen kühlen Ort, und verkehret sie MM,so werden sie sich eine lange Zeit gut HM»>Theils nehmen auch Baum-Oel darzu,verspeisen sie hernach, als einen Salat.

Grün-Arche, siehe Mandel-Rrähe.

Sriin-Rraut, Heisset man in denen Mt«allerley frisch zusaminen gelesene Kräuter, als.Spinat, Melden, Gundermann,taube Nestemiroth Rüben Krautig ?e. so entweder einesM

das andere vor sich'insbesondere, oder einOzusammen unter einander vermischt, und M«ender Gestalt zum Verspeisen zubereitet im-

mehr?»r!-als lanazu nennen. Diejer Voael s den. Man überlie,et nemlich dieselven

har semen Aufenthalt in denen schwartzen Ge-^ auf das reinest«, wäschet sie .auch sauber au°/hölyen, und brütet darinnen «iber aller anderer i und seket solche mit Wasser zum Feuer. W«""^el Natur in denen dreyen Winter-Mona-s sie nun genu., gekocht, so hebet man

ten seine Jungen aus, deren er gemeiniglich-von, stürker sie, drücketselbigerein aus,

in seinem am denen höchsten Tannen herauf Iiezanyklar, ihut solche mit Butter cderMtaufdie Aeste gesekten und ^on lauter Hartz in einen Tiegel, und lässet sie eine weilegebautem Neste vier bis fünffe ausbrinqet, wel- innen prägein. Endlich giesset man gute

che w»> im Lrühiing von uns hmweg ftre>- «der Nahm mit Eyern hinzu, thut