8;? Gamander Gang
»ans
Gans
Wund-Salbe und Pflastern, darbe» merckwür-
dig, daß. wenn er allein bey einem offenenScha-den aebriuö)k worden die Narbe der Wunderoth werde so er aber mit Oel oder Fett rer-wischl worven, diese mir der andern Haut sichvergleiche; Sein meister Nust bestehet in demGebrauch zum Meßing-Brennen, weil er in ge-Zvisscr Maas? mit Tupfer versetzet, den feinstenMcßmg zuwege bringt.
Gamander, Gamanderlein, ist ein Kraut,welches in der Höhe einer Spannen wächset,«nd kleine, bittere, riuas herum ausgekerbte,dem Eichen-Laub nicht ungleiche Blätter, mitschönenPurpur-farbenen,bisweilen auch blauenBi'lmlem hat. Wir<> sowohl an rauhen unddürren Orten, als in Gärten Wäldern undWiesen aefunden, und wo es einmahl einnistet,vermehret es sich selbst gar gerne. Man hatvon diesem Gewächse das Männlein und Weib-lein,die Mit einander an Gestalt und Tugendenm-nst gantz überein kommen - Denn sie stärckendas Haupt und die Nerven, befördern denSchweiß, treiben den Harn, und dienen inson-derheit in Wein oder Wasser gesotten, und alleMoraen davon warm getnincken, wlder dieGicht und Lähmung Aeufferlich wird es beybösen fressenden Geschwüren und Schäden heil-samlich gebaucht, und zu Ende des Mayenzum Destilliren aesammlet.
Gang, wird im Garten-Bau, ein nach derSchnur gezogener, von allem Unkraut fleißiggereinigter, und mit Walken geebneter Sand-Weg genennet, worauf man beqvem aehen?an An den Seiten wird er mit allerhandBäumen aus der Oranaerie oder mit Linden,Ahorn, Rüstern Castmienund andern Schat-ten-reichen Bäumen, oder mit hoben, grünen,geschnittenen Hecken vonWeiß-Büchen,Rhein-Weiden,und dergleichen, oder auch mit BuchS-Vaum besetzet, und also zum Spatzierenge-hen begvem und anaenehm gemacht. Zuwei-len wird ein solcher Gang oben mit einem Bo-gen geschlossen , daß man darinnen vor derSonne gantz verdecket geben kan- Diese Do-yen-Gange werden erstlich von HoltzwerckiiiGestalt der Lauben formiret,undnachgehendssn den Seilen mit allerhand geschwind unddichte aufwachsenden, und einen guten Schat-ten gebenden Sträuchern besetzt, damit durchderselben Laub, der Gang von oben und an allenSeiten bedeckt und beschattet werde.
Gang, wird ein Aussak von Speisen genen-net, womit in gewisser Zahl und Ordnung eineTasel zierlich beseltt wird. So oft man nunsolchen Aussatz abwechselt, aus so viel Gängen,sagt man, habe die Mahlzeit bestanden. SieheRüchen Zettel.
Gang, heißet in der Wasser Schraube einum die Spindel herum von Holst geführtesFach, womit das Wasser in die Höhe gezogenund ausgeschvpffet wird.
Gang, wird auch in den Mühlen das zu ei-nem Wässer-Rad aehörige sämmtliche Getriebesenennet. EineMühle von vier Gängen. hatnach Staber-Zeua auch mer Wasser-Räder,mch Pantze»- sder Pa»ster-Ze»g aber nur zwey,
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weil ein ledes davon zwey Kamni-M->r^>solalich auch zwey Muh! Steine nmtreibf' »xdieses heißtman eine« doppelren San« Kihe Mühle.
Gang, bedeutet auch eine Ertzt-Ader innen Bergwercken. Davon das Berw-M!t^exicon nachzusehen.
Gans, ist ein bekanntes Feder-Vieh, i».,»«»theils zahm theils wild ist Die "Zadmen «anse sind in einer HanSH.,1^
Die.er
nützliche und schädliche Vögel. NükliW
sie, indeme sie nicht nur in ihrem LcbcnEyerlegen, Ausbrutui'g junger Gänh, « !.Verschassunz einer sanfften Lager-Etat, dMMittheilung ihrer Federn, ihr Winter-M»wieder erstatten, (denn zur Sommers-?«nehmen sieden mehren,Theil ihrer Um-rt»!.tung von der Weide), sondern auch, wem,,geschlachtet, nächst dem Rest ihrer Bekleid»Flederwischen, und Kielen zu Schreib-Mm,sodenn geräuchert, gekocht oder gebraten, qjnoch einen wohlgeschmackten Bissen aiisdl»Tisch geben, davon bald ein »lehrers folgen s«ilSchädlich sind sie hingegen den-iiFeldtti!,Msen, Gärten und andern mitGras bewücbs«Orten, wo sie ihren Gang hin haben: Demj,geschwcigen, daß ihr Mist und Koth, «egW-ner schädlichen Hitze, die Gras-WurtzeliiG-brennet, und den Erdboden gan» nnsruchtwmacht, so beissen sie alles, wo sie hinkomm,so genau ab, daß es)iicht wohl mehr NiichNch-sen, oder über sich kommen kan. Daher»ge lieber die Schwanen Zucht dafür Math««,Siehe Schwan. Der Farbe nach sind byeinigen die weissen, bey andern die MModer weiß und Aschen Färb gesprenliteniiM-dit, und sollen diese nicht nur gesünderm»fruchtbarer sevn, sondern eben so ggte Mühaben, als jene: welches aber noch unter tiiunausgemachten Dinge gebort. Der N!m>von den Gänsen, wird der Ganser vderG«-srrich genennct, und ist vor einer Yans,IMderlich rvenn er noch jung, leichtlich zu nv-nen, denn ein Gänscr hat ködere Beines«> einen längern Hals, als eine Gans, und ««' man ihn beym Koxff ergreifft und aeftWhält, so schreyet er abscheulich, welches««Gans nicht thut. Zu dreißig GanM «nian wenigstens zwey Ganscr haben.Gänse, so kurtze Füsse, und hangende zctWBäuche haben', die fast bis aufoieErdesollen die besten Lege-Gause seyu.ansanaen zu legen, welches gemeiniglich .»geschieht, wenn sie ein Iahralt und etwaswber, so muß man sie damit an einen gsm-,Ort in ihren Stall, oder in eine Stube, ^bey den Banren) gewöhnen, weil sie W "wo sie nur hinkommen, es seyeil! ihremM 'im Hoff, auf der Weide oder an andern ^
" ' ' - Pflegen! deshalb-MLea - Zeit des Abends ^! diejenigen, die E>)«!>auch nicht el!-rdenn es
ihre Eyer hinzulegen pflegen : deshalbe,man anfangs!!! der Lea-ZeitGänse befühlen, und diejenigen,ben, besonders stecken' heraus lassen, bis sie geleget
dieselben diese Art an sich, daß,einmahl hingewöb»^ »md seiest, s>e ^