Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
807-808
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geben, Grund-Fohren: diejeniaen aber, wel-che sich n> der Hohe aüfhalte», und von Flie-gen Mucken, Kafe'leiN und andern ob denWassern schwebenden Ungeziefer ihre Nah-run - findäi, Schweb Fohren heissen, ob sieAleich einerley Art sind, Dis ist gewiß, daßimmer ein ?ach oder Fluß edlere und bessereForellen bey «ich Ghrer, als der andere, unddaß die schwa'mlichten ein weitkörnichters undnohlgeichiiiacktcres Fleisch haben, als die meis-ten. V?r allen aber werden die so genanntenLachs-Forellen am meisten ästimiret, welchesich roth und wie Fleischsarb sieden, davon, weiles ein Mittel zwischen dem Lachs und derFohre,und aleichsam ein besonderer Fisch ist, an sei-nem Ort aehandelt ist. Weil sie mit unter dieRaub-Fische gerechnet werden, als pflegt mangemeiniglich Sveisefische ober Laich-Karvffenin die Forellen-Teiche mit zu setze», damit dieForellen von der Brüt ihre Nahrung bekom-men möaen. Die See Forellen, welche zuZelten vier bis fünff-pfündig werden, man-chen die T-ich -Fohren laichen erst im No-vember, dahingegen die Fluß- und Bach-Foh-ren schon im September laichen. Wo vielgrosse Steine im Wasser liegen, und viel Er-lene Stecker oder Baume an den Ufern ste-hen, unter welche sie sich verkriechen, und ih-ren Bauch an die Wurzel streichen können,da sind sie aerne, wie sie denn auch, wenn siean dergleichen Orten st-hen, und mandieselben mit dem Finger nur ein wenig un-term Bauche berühret, vor wohlthun sich umund aus die Seite legend mit den Händenergriffen und also gesinge» werden können.Sie sind sonst behende Fische, welche wie einPseil wider den Strom schicssen, und überhohe Wasserfalle unalaubliche Sprunge thun.Man länget sie mit Angeln, Hamen und Reu-sen, wer nach iknen angeln will, der mnß ei-ne gute Anzel Ruthe, Schnüre und stockenHaacken haben, denn eine grosse Fohre schnelltdie Schnnre oder Ruthe bald entzwei,, undaeket mit dem Haacken durch, drum muß einFischer, wenn er merckt, daß eine starcke Fohreangebissen, solche mit der Angel sein im Wasser umher zu leiten wissen, bis sie müde wird,und sodenn schnell heraus aufs Land gerücktwerden kan. Wenn es regnet, so beissen siegerne an, inaleichen, wenn die Sonne heißscheinet, allein sie sterben im Sommer bald,wenn sie aufs Land kommen, und nicht gleichin frisches Brunnen-oder Qvell-Wasser ge-bracht werden. Zum Köder oder Qverder andie Angeln macht man von ungesottenen Kreb-sen die Schwanke und Scheeren aus, schneidetsolche in kleine Bißlein, und stecket dieselbenan dieAnael-Haacken: Oder, man nimmt ei-nen Theil Honig, zwey Theil Reiher- oderReiger-Fett, ein Theil Campher, und vierTheil faul Holt; von denen alten Weiden,und leaet eine Nacht Regen-Würmer dar-ein , mit selbigen ist auch gut Forellen zu an-geln. Oder: Regen-Würmer in Ninds Blutaeweichet, und eine Nacht darinnen liegenlasse», können die Forellen ungemei» an sichlocken. Es sind auch diejenigen Wurmer sehr

jenigen altoerfaulten Holtze sind, so 'denen Wassern, worinnen sich die Forellen.» ?halten,findet; denn weil dieses ihreordeim.

che Speise mit ist, also lieben sie auch M-am meisten. Wenn man sie mit deinen, „sangen will, muß man fleißig Achtung »edmdaß man denselben, so bald sie darinnen««'auf und in die Höhe rucke, sonst spnnW k!wieder heraus. Will man aber mit RussenForellen fangen, so muß man folgende!,Ute?haben: Bibergeil und Campher müssen «Mzusammen gesto»en, hernach in einem Ax,?,warm gemacht, und wenn der CampherzM-sen, Lein-Oel darzu gethan werden, lm-,»-laßt man es noch einmahl wohl vermisch^,nen Aufwall thun, und röstet Werck »d-,Flachs wohl darinnen, welches man in imBeutel der Neusten, die Reusse aber bchiiiWasser legt; da denn die Forellen dem jwken Gerüche nachgeben, und folalich sichDsien in den Neusten sangen. Was nun ihreZurichtung zur Speise anlanget, so ivM,sie, nachdem man selbige gewöhnlich zmffen,»nd ihnen das Eingeweide genommen, em«-der ciesonen, da man, nachdem sie Minund sauber ausgewaschen, etwas Eßig dackugiesset, einen Kessel mit Wasser und einen z„-ten Theil Saltz übers Feuer setzet, und««dieses zu sieden beginnet, die Fohren him»lezet und sie ziemlich einsieden lasset, stdcmaber heraus nimmt, ein wenig kaltes WOdarauf sprenget, und ein paar reine We»Papier darüber decket, daß der Broden nichtdavon gehe, und sie theils also trocken MCitrone» mit Eßig oder Wein aufträgt, Mauch wohl ohne Eßig mit frischer Bntterm-zehret; theils IN einer Gallerte hingiebcl, lii-dein man ein paar Kälber-Füsse mitHmD<Blattern so lange kochet, bis es so dick, d«ßi!gestehe, da es denn durchgeseihet, »nd mchdmdas Fett davon mittelst eines Lösch-PMRherunter gebracht worden, mit Wein, et«Eßig, Citronen-Gafft »nd Zucker aiM»wird. Hernach klopffet man das Weiße mdrey Eyern j» einem Schnee, und wemwvorige im vollen Sud, schultet nm«--ses aeklopffte Eyweiß dazu, und rühm 'wohl um, da sich denn der Schaum alle M

ziehen wird. Endlich giestet man dieftM 'te durch ein paar Serviette», überdies 'richteten Forellen, liisset es an emem'«' °Orte gestehen, so ist esgut. Theils mirButter-Bri.he, da die abgeiottene NAin einer Casserol nebst einem ?ukcii ^Schmaltz geleget, und klein geucb^e cmel mit Muleaten-Blüthen daniber^-werde», und so man noch Petersilien-7- ^oder Fleisch-Brühe h'"U>ge»/l!c»/vermeiiiet gniig zu habe»/ lasset ^zusammen über eine»! Kohlssner

che», daß es ein wenig dicke weroe > ^

ge machen noch über diejes eine c ^folgende Art daran , "'dem >u: w ' xcr,sottene Forelle mit einem

Kenimil

ütven uno, "^"^.^ßiieli->n einem Asch iMminen reiben,

Muscateii-Blürbeii und etwas