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Falcken ier
selbe, und wird aus den mitternächtigen Län-dern zu uns gebracht. Der ronie Falcrwird also genennet/ weil er in Ausstreckunzseiner Flügel eine dmickele Röche zeiget, uüöwas fönst an andern Falcken weiß-steckigt, disist an diesem rock mit fchwartz gefprenget. Die-ser Falck ist etwas klein er als die vorigen, dochstarck an Klauen, Schnabel und Füssen, auchschnell im Flug, welches er iedoch nicht langeaushalten kan. Der Saum-oder Lcrckjen-Falck ist zwar ein kleiner, iedoch schöner undherichaffrer Vogel, der sich aber nniimermehrzum Baitzen abrichten läßt. ZumLerche»-Fang hingegen ist er trefflich wohl zu gebrau-chen, denn wenn man ihn nur m der Mame-Ieit der Lerchen, das ist , zu Ende des ^u-gusti auf der Hand trägt, und wenn die Ler-chen aufstiegen, denselben etwas in der Lusttflattern laßr, so werden die Lerchen so iurchl-sam, daß sie gleich zur Erden sauen, uno sichfast niit den Handen greiffen lassen, mithindurch den oder Haar-Schlingen gar
leichte gefangen werden können. Von demWaufuß und Sperber, so gleichfalls Falcken-Atten sind, ist unter ihrer specmlen Genen- ^iiung gedacht. Aus Venen vielerlei) Arten der'Fakten entstehen manchmal Bastarre, wenn,sie sich in der Brunfft Zeit »ermijchen, welcheiedoch offtmahls zinn Baitzen gar wohl zu ge-brauchen sind. Die Falcken fangt man auf>Mtterfchiedliche Arten, und zwar, wie alle an> jdere Raub-Vögel mit aufgerichteten Garnen/Wä»den,Riiinen,SchIeiffen,Leim-Ruthen:e.?und Habichts-Fänge». Wenn man junge Fai- ^ken ausninimer und aufziehen will, muv man!ihnen allezeit frisches Fleisch von ,uiig^n Tau-lden und Wald-Vogel» geben, das nicht über-xinen Tag alt sey, dieselbe« aber damit nichtüberlasen, und sie also neun Monat alt wer-!den lasse»/ ehe man sie auf die Hand sitze»'lässet. Wen» man sie zum Aufsitzen gewöhnenwill, muß man sie erst auf Stangen und Ae-sien von Bäumen aufsitzen lernen; hernach,werden sie durch langwieriges Wachen, wei-!Ses si? zahm und kirre machen muß, zum^Hauben-Tragen, und folgend» zumLuderund!aufWeydwerck gewöhnet, indem man ne ms^Feld nimmt,und ihnen daselbst allerley Thie-re zeiget, darauf sie solle» abgerichtet werden.!Das Baikcn mit diesen Vögeln geschiehet fol-'gender Gestalt: Man reitet, mdem der Fal-ke verkappt auf der Hand sitzet, «nf die Resier,!und hat kleine Spur-Hunde bey sich, wen» ^nun diese was auftreiben, so macht man demFalcken das Gesichte frey, und wirfst ihn aufden Raub zu, auf welchen er in einem Bogen-Schusse zustösset; so bald er etwas gefangen,!so setzet er sich nieder, und lasset «ich von demFaickeuier den Raub mit guter Manier ab-nehmen, der ihm den» alsobgld etwas vomGeäse giebet. Wenn der Falcken Mau>e-Zcilist, das ist, wenn ihnen die alte» Federn aus-^fallen, und neue davor wachsen, welche ge-meiniglich zu Ende des Mertzens ihren Anfangi-iinmet, so muß man ihnen kurtz vorhero inBmm-Oel genetztes Schaaf-Fle>.sa),das m fri-schem Wasser ein wenig abgeschlagen worden,
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vorgeben- So offr man ihnen aber frischeGea>e vorleget, so offt muß man ibnen aus, dasalte Geäse Mgnehmen. Sie müssen auch »»rE»digu»g ihrer Manfe-Zeit, ehe mm, siedem Zimmer, worimien sie solche Zeileingesperrer gewesen sind, heraus nimmt, miteiner gelinde,! P.-rgation gereiniget werdenEin vermausterFaick wird geneunet,welcherfeine Federn nur erst einmahl verändert hat;ei» madrirtcrFalck aber, welcl7!r solche mehrals emmahi erneuert hat. Von denenken wird also Weydinännisch gesprochen:^?Falck zeucht in die Hohe: der Falck senckt!ich wiederum: der F»l.r sieht auf den Rand:reißt den Raub mit den hintern Klauen: derF-llck greistr a», lirgr unrcr, verUcreldasFeld. Ihre Nester heißen Gestände Äeli»sie gefangen, werden sie mit Reufchhaubeu Ze-haubt; wenn man sie aber anfängt zu lrazm,alsdenn werde» sie erst recht gehaubt. Gestehen auf der Hand oder Stange, und fitzennicht. Sie werden berichtet, undnichtjah«gemacht; man locket und ätzet sie aufd-SLuder: das Luder giebt man auS; sie lver-fen alle Morgen ihr Gewölle, das ist, sie speyendie Haare oder Federn, welche sich >Mdem des vorigen Tages von ihnen genoss«Raube oder Äetzung in dem Kropffe gesanm-tet haben, wieder aus, ausserdem sie lonste»nicht das geringste zu schlagen oder zu ftlizentüchtig sind- Wenn sie stiegen, n^met »Mes steigen. Sie schlagen die Reizer oderwilve Enten von eben herab, und stufen >ck-denn wieder. Ihre Flügel nennet im»Schwingen, ihre Füsse aber Hände. Wemsie sich verirren fallen sie in ein ander Land;an stat daß man spricht: Man habe den Fal-ke» los gelassen, muß man sagen: Man ha-be rdn geworffen. Der Falcke biockr, oderhat geblockt: hemt, wenn er sich, naclMii ereili Rebhiiii aufgetriebeu, nach feinem M-theil auf einen Baum oder Busch fe?ek. pu-dern heißt den Falcken mit SchwiiiüMig desLuders, Feder - Spiels oder Handschuhs i»sich locken.
Falckenier, ist derjenige, welcher die Wckc«und andere zum Baiken taugliche Raub -«»»Stoß Vögel ausza;!chen,abzurichtett, und l>e?der Bail?e zu werssen gelernec hat, und darenProfeßie» macht ES muß derselbe ein ver-ständiger, gednltiger und hurtiaer Manu ieOweicher c:«e angel ohrue Liebe und Freundl^ke>t zu denen Falcken haben, ihre N'.lur ii^sEigenswafft, Compiexwn uiid Haaieur, ^deni Gruude verstehen,dieselbe imt gulcni »>dacht uud Behutsamkeit zu reg> reusie mit einer hurtigen Faust zur gi legkiicii AMwerffen, den Vogel nicht übel abfahren ^ihii zucken over schla >eil, sonduuMißhandlung mit qurer Be ch'!d -m?eu v"Sanfftinulh sein sittsun verbe^eri>, >uw>gutem Glimpff denselben wieder zorecottgen soll; enien leden Vogel, weichen rr ! 'oder zeitlich abstiegen laste» mmie,scheive»,sowohl auf derselbe» vrdentlu.)^-.teruiig. ais auf ihre deiiothlgteReinigung zu rechter Zeit niilM»> .„j
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