68k
Eyer
Eyer
6Z6
geröstet/ und wiederum in eine Schussel ge-than; hiernckchst machet man in einize Eyerunren und oben Löcher, bläset das Inwendi-ge zu der grünen gehackten Petersilie, schütteterstlich in Milch geweichte mW denn wiederausgedruckte Semmel, kleine Rosinen, Mu-seaten-Blüthen, nebst ei» wenig Saffran undSaltzdarzu, rühret alles wohl durch einan-der, füllet endlich damit die ausgebla,enenEyer-Schalen, machet die Löcher mir Teigzu, tropftet in dieselben Butter, stecket höl-zerne Spießgen durch, und brät sie aljo amFeuer; Oder es wird folgende Fülle gebrau-chet : Mann nimmt wie bey vorigen eingeweich-te Semmel, ein paar Löffel guten dicken Rahm,zerlassene Butter, Ingber, MuMen-Blü-then, Saltz, Rinder-Marck, und viel ge-hackte Petersilie, thut dieleS alles zu den aus-eeblasenen Eyern, und rühret es wohl durcheinander, füllet die Schalen damit, thut lei-dige in siedend Wasser, und lässet sie kochen;Wenn sie nun Kart gesotten, so nimmt mansolche heraus, schalet die Schale davon, rich-tet sie in eine Schüsselan, und legetem Stü-cke Schmal» hinzu, giesset Brühe darauf/bestreuet sie mit klar geriebener Semmelund Museaten-Blüthen, lässet sie auf demKohl-Feuer sein langsam kochen; einige pfle-gen auch ein paar klar gehackte Sardellendurch einen Durchschlag, mit der Brühe dar-über zu reiben. Saure Eyer, dlejer >ch!a-get man in eine Schüssel sv viel vonnsrhen,schüttet hernach selbige in siedenden Eßig undlässet sie darinnen anlauffen, nach diesemqvirlt man in ein wenig kaltem Eßig zweyDottern klar, giesset den gesottenen Es-sig darzu, leget ein Stücke Butter zu denEyern, und saltzet sie ein wenig; letztlich gies-set man die abgeqvirlten Dottern hinein, läs-set selbige etwas zusammen anlaussen, rich:etalles zusammen auf eine Schüssel an, reibetZucker und etwas weissen Pfeffer darüber.Verlodrne Eyer, solche schlägt man entwe-der einkeln >n siebend Wasser, oder man schlägtsie zuerst aus eine Schüssel, schüttet sie dar-aus zusammen dahinein, und lässet sie darin-nen anlauffen, bis sie recht seyn, da man siedenn heraus nimmt, »nd gebrauchet, wozuman sie haben will- Eyer-Räse zu machen,so rühret man in eine Kanne gute Milch einwenig Zimmet und Rosen- Wasser, schlägt 12Eyer daran und quirlt es klar, setzet solchesin einem verzinnten Casservl über ein Kohl-Feuer, rühret es immer;«, daß es nicht an-brenne, bis es wie Käse zusammen lauffe,schüttet ihn in die erwählte Forme, welche aufein Geschirr hohl gestellct sey» muß, damitdas Wasser von der zusammen gelauffenenMilch rinnen könne, drücket ihn mit einerKelle sein gleich in der Forme, und läßt ihnstehen, bis er kalt ist. Inzwischen nimmt man 5Eyer-'Dottern, qvirlt sie in einem NssselÄMch klar, sekt diese über ein Kohl-Feuer,ruhier sie sehr fleißig, damir sie nicht zu-sammen lauffen, und thut geriebene Ci-tronen-Scheller und Jucker darein. Ist nun
diese Brühe gahr, und der Käse in der Formekalt, sv thut man diesen letzten aus der Formauf eine Schussel, »reuet kleine Rosinen dar-über, richtet die Brühe darüber an, und be-streuet das E-ien mit Zimmt und Citronen»Schellern: Oder man pfleget anderrhalbe Kan-ne guten Rahm und 20 Euer wohl durch ein-ander zu Mischen, rühret geriebenen Zuckerdarclll/ und ruhtet es über einem aelindeltFeuer ohne Unterlaß, sonst leger es sich gernean. Hieraus nimmt man ein halb Pfund gu-te abaezogene Mandeln, stösset sie mir Zuckerund Rssen-Wasser vermischt „am, klein, wirfstselbiges zu den Eyern, vermischt es d.miit,und wenn es bald ansähet zu sieden, wird eszuiammen gehen und wässerig werden. So-denki hebt man es vom Feuer, und verfähreteben sv damit, wie nur beschrieben worden.Eyer-Rüchen zu backen, schläat man dieEyer darzu auf, qmrlt sie klar, rühret einenEß-Loffel voll Mehl und ein wenig Salk dar-unter, worzu man noch, wer Belieben dar.,»hat, Petersilie, Gundermann, Schnittuuchund dergleichen klar geschnitten, darein men-get. Hierauf setzt man einen stachen Tiegel,oder eine eiserne Eyer-Ruchen-Pfanne mitButter über das Feuer, und lässet diese braunwerden , giesset die schon zurecht gemachteEyer hinein, und backet sie darinnen; wäh-rend dieser Zeit lüfftet man mit dem Eyer-Ruchen-Schaufler» von der Seiteden Ku-chen, und stecket, wen» er nicht »ett genug,»och etwas Butter hinein; hierauskehret manihn um, schmieret die Pfanne aufs neue mitButter, schütter den Eyer-Kuchen verkehrthinein, und lässet ihn vollends gahr werden.Manchmahl pfleget man den Eyer-Kuchenmit Schincken, zeräucherten Würsten, Böck-lingen und dergleichen zu füllen, welche Stü-cke gantz klar und dünne, und etwas länglichtgeschnitten seyn müssen, da sie denn, so balddie Eyer, in die Pfanne zum backen geschüttetworden, ebenfalls eben darauf mit gcworsseilwerden sollen, ehe der Kuchen harte wird undman ihn umwendet- Verlanget man einenEvcr-Rucheninit einer Sosse oder Brühe zumachen, so rühret man erst zu z PfennigenSemmel in Milch wohl geweichet 8 Eyer,thut ein paar Messerspitzen Mehl, etwasSaltz und ein wenig Museaten-Blüthen dar-an, rühret es wohl durch einander, undschüttets in den Tiegel zu der braun gemach-ten Butter, und lüfftet den Kuchen, daß ernicht anbrenne, kehret ihn auch um / wieschon beschrieben. Inzwischen siedet man ei-ne Kanne guten Rahm, giesset solchen als»siedend über den Eyer-Kuchen, und lässetihn wiederum eine Weile daran kochen. Dar-nach seihet man diesen von den Eyer-Kuchen,rühret ein Stückzeit Buttrr und z Eyer-Dot-tern unter einander, giesset den Rahm dar-zu, qvirlt es, daß es nicht zusammen lauffe.Bey dem Anrichte.", wird diese Brühe überden Eyer-Kuchen gegossen, und derselbe mitetwas Museaten-Blüthen bestreuet. Oderman nimmt siat des Rahms ein Nossel Wein,V 4 Liesset