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[1] (1764)
Entstehung
Seite
477-478
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bergen, doch hat es auch wieder seine Feinde anSchlangen, Dachsen, Füchsen, zahmen undwilden Kanen, Hunden :e. Die Caninichenfangen an zudecken, wenn sie sechs Monat altsind, und vermehren sich ungemei», indeme^ sieallevierWochensünffbissechs Zungeseyen.^ Die wilden werden mit Dral-Schlingen, mitder Lausche, mit Sackgarnen, durch HülffeeinesFrottels undsonstausandereArtenniehr-> gesaiiqen. Man pfleget sie zu sricaßiren, zu> braten, oder ein i?sßc-ur davon zu machen.tMe gakr gemachte Felle aber dienen zu man-Aerley Raüch-Futter und Aufschlagen.

Caninichen GeHäge oder Garenne, heißt/ „,an ein Stücke Garten, He»de oder Busch-^ HM, welches zur Zucht und Hegung der Ca-A »inicheii mit Fleiß «ngeleqet ist, oder kurtzer -Ein Thier-Garten, darinnen alleine Cannii-Ä chen aehalten werden. Wer dergleichen Ga-l zu renne - Gekäae anlegen will, soll darzu einen«! Play von einem, zween, drey oder mehr Aeckernv Feldes erwählen, nachdeme man nemlich vielp oder wenig Caninichen zu ziehen gedencket.Solcher Platz soll Berg-auswerts, also etwaserhöhet, gegen Morgen oder Mittag zu, daßer genügsame Sowie habe, liegen, und einenK mürben, luckern und etwas sandigen Bodeni. haben, damit die Caninichen darinnen wühlenund ihre Gebäude, Holen und Wohnungenchne grosse Mühe machen und ausgraben mö-«!!- gen- Woraus erhellet, daß ein selsigter oderharter leimigter oder thon!gter Boden darzunicht tauglich ist. Eben so wenig würde sichih ein kalter, nasser und morastiger Platz zu einersolchen Garenne schicke», weilen die Caninl-^ chen nichts weniger, als Nasse und Kalte ver-tragen mögen. Am besten würde gethan seyn,wenn man einen mit Busch-Holk bewachsenenPlatz darzu erwäklete, welches Busch-Holk," allezeheu oder zwölff Jahre, oder von sunffze-hen zu funffzehen fahren abgehauen wurde.^ Hat man einen solchen Plan, nahe bey seiner^ Wohnung, so ist es desto besser; wo nicht, somuß man sich nach der Gelegenheit und nachdem Lager des hierzu ausgesehnen Ortes rich-ten. Ob nun zwar einige wollen, man solle^ eine» solchen Plak mit Mauren oder einer gu-,ten Mncke rings herum einfassen, so würdensich doch die Unkosten, welche man auf den ei-nen oder den andern Fall aufwenden müste,schwerlich verintereßiren, dahero andere lieberihre Garenne mit genugsam tieffen, iedochtro, ckenen Gräben umgeben, und mitdemhinein-i» Werts in gedachte Garenne geworffenen Erd-reich gleichsam einen Wall oder Damm ringsumher gemacht, auch daneben solche Vorse-- hung gethan haben wollen, daß nirgendwo ei-niges Wasser stehen bleiben könne, sondern reinc ablaussen müsse. Noch andere haben ihrei»'l Garennen mit einem guten, tüchtigen und: dauerhafftenZaun, von breiten eichenen unddichte zusammen gesetzten, unten gebrannten,s! oben aber zugespikten eichenen Zaun-Pfählenl-' eingefangen, damit die Caninichen nicht her-aus, noch die Raub-Thiere so leichtlich hin-einkomme» könne». Innerhalb ves Platzes

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kan man, ausserdem schon vorhandenenBusch-Holk, noch Hasel-Stauden, wilde Birn- undPflaum-Bäume, Mehlbeer-Stauden oderWeißdorn, Brombeer- Sträucher und Wach-Holder-Buscher, (welche letztere die Canini-chen vor allen andern lieben) Schlehen oderSchwarydorn, und dergleichen seyen i zwischendieselben aber allerhand Küchen - und an-dere gute Kräuterpflanken, auch etwas Erb-sen und Linsen, bey anwachsender Menge derCaninichen aber auch Gerste und Haber dareinsäen, damit sie eine wohl anständige Weidebekommen mögen, und ihr Fleisch davon destowohlschmeckender werde. Wenn nun die Ga-renne oder der Caninichen-Garten also ange-richtet ist, soll man darinnen hin und wiederverschiedene kleine Hütten von Breterii in dieErden einsetzen, auch etliche Schlupff Gangevon einen, in das andere machen, damit dieCaninichen anfänglich gleich einen Auffeiithalthaben, nachgehends aber eine gewisse Anzahlttächtiaer Caninichen hinein seyen, welche sichin kurzer Zeit »ehr vermehren werden, indem,wie vbgedacht, die zahmen Caninichen allevier Wochen, die wilden aber nur des Jahresdrey bis viermahl setzen. Die jungen Canini-chen, so von alten zahmen gefallen, werdenfolglich in dieser Garenne auch leichte wild.Nur ist zu mercken, daß man in den erstenzwey Zähren nicht darinnen jagen, und imdritten Jahre noch wenig davon heraus fangen,auch allezeit die Weiblein mehr als die Mann-lein verschonen müsse, wenn man dieselbigezur Versveisung bey Mahlzeiten wegfanaenwill. Man muß auch der Caninichen Schlupff-Löcher und Gebäude, wenn man sie mit Stroh,Heu, Moos oder andern dergleichen Dingenungefähr zngestopfft antrifft Nicht ausmachen,denn es ist solches ein Anzeichen, daß junge sichdannnen befinden, welche die Mutter oder dasWeiblein, wenn sie Speise vor dieselben zu ho-len ausgehet, durch Zustop'ssung des Bauesverwahret, daß sie von den Männlein nicht ge-sunden, und mit einander aufgefressen werden;Wenn aber die Caninichen so groß und starckworden daß sie ihre Weide selber suchen kön-nen, atsdenn machet das Weiblein das Lochwieder auf, damit sie, wenn sie wollen, her-aus kommen mögen.

Indianisches Rohr, ist, wieder Nahme zeiget, ein ausländisches Gewäch-se, so seinen Plak indem Blumen-Gartenhat, und von welchem dreyeriey Sorten be-kannt sind. Eine mit gelben ged-pffelten^ dieandere mit weissen, und die drine mit schönenMennig rothen Lilien- ode? Affodiii-sonni-gen'Blumen- Dieses Gewächs hat grosseBlätter^, wieder Toback, aber glatter undlicht grüner, und treibt zwischen den^ns ibeneinen hohen Grasgrünen RohrmWgen Sten-gel, bisweilen,auch zween, oder mehr Herfür?diese sind mit Gleichen oder Gelencken unter-schieden , und haben ihre Blätter rings umsich. Nach der Blüthe folgen rauhe und lang-licht runde Häutlein, in welchen ein schwar-zer runder Stein - harter Saame, i» der Grös-se Ulld Gestalt einer Erbsen liegt. Es erfor-