Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
403-404
Einzelbild herunterladen
 

k t>"

' !:-«'

A.!«'"?

K

K

Mu

Ä>H-

"-K-

i !^i!

'Ü!

4??z Brand Brand-Mauer

Brand und Feuer ist endlich das grosseUnglück. welches lheiis aus Bosheit, theilssus <ienoahrlvsung und Unvorsichtiakeit,thci' > daraus Wetter/ Dörffer und Städtebetrifft, »nd die Häuser und Güter jämmer-lich verzehret, sehr arme Leute macht, undda!'r durch gmeLand- und Stadt-Feuer-Policen-Oronungen, Gesetze und Anfüllten,theils oorbero verhütet, theils d>>l!e» und dar-nach verinindert werden kan und soll. Zudem le?ken «ehoren auch die Brand-Lassenund Sersileichm. Siehe Feuer, ingleichendie Leipziger Sammlungen vsn «ecm,«mi-schen Zachen, >u Stuck?. 211 > lt- diealliier Brand - Giebe!, Brand-Mauer,Feuer-Leiter, Haken/Gprtyerc.

Brand Bock, siege Feuer-Bock.

Brand-Fest. suche Feuer-Fest.

Brand Flecken, werden diejenigen Oerterfitk ' e». darauf m einem zuaerichtsren Erd-boden kein Gewächse aufkommen will, wennman auch den möglichsten Fleiß deshalbenanwendet, dergleichen sonderlich in manchenWeinbergen anzutreffen. Es liegt aber der

Brand Stäre Braittewein

findlich weiches keine Feuchtigkeit hält, son-dern solche alle durch sich durchfallen lässet.

Brand-Fuchs siehe,-xuchs.

Brand Giebel, find starüe Mauren, wel-che di?Hänser zweier Nachdaren, und an den-selben die Dach - Atüle und S?arr- Wercke«v!i einander scheiden, und sodenn nach derForme des Dach» steh richten. Sie werdenin der Absicht aufgeführet,.damit in Feners-Gefahr sich das .»euer caran stemmen, undman um so viel eher, dasselbe zu löschen, Zeitgewinnen möge. Zu diesem Ende werben sieauch anzeratben, de-', wenn ein Gebäude sehrlang und in einem Dache ivrtg het, man inder Mitte desselben, oder wo soök um diese Ge-gend eine Scheide-Wand befindlich, derglei-chen Mauer bis unter die Das)-Ziegel auf-nnnire. Es müssen diese Giebel von Grundeaus sest und »o» dsnerhafftem Zeug ausgefüh-ret/auch, wo es nöthig/ wohl veräncke't wer-den, weil sie sonst in und nach der Feuers-Nöch, wegen der dabey umgehenden Leutedurch das Einsallen einen noch weit grössernSch Wen verursachen können

Brand-Hirsch, siebe Hirsch.

Brand-Lattich siehe Huf- Lattich.

Brandmahlen oder Brennen, ingleichenEinbrennen hsisset auf eine Sache mit einemeisernen hechgemachken Zeichen ei» Merckmah!dreimen, daß man daran dieselbe erkennenmöae. Also pflegt man in einer Haushaltungnicht nur allerley höltzemes Geschirr, eichenePfäble und dergleichen/ sondern auch wohl dasWehe dergestMzu zeichnen, damit man sie voranderen ihres gleichen desto eher unterscheidenkönne, siehe oben Brand.

Brand ' Mauer, ist diejenige steinerneWand, weiche sonderlich in höwernen Gebäu-den an demjenigen Orte auf.,-führt wird, woMA die F?uer-State hmblnien will. ES

soll diese genügsame Breite und Stärcke Hz.bei! , das- kein ^olkwerck von der übrige»Wand dem Feuer so nahe komme, und sichvon dessen starcker Hme durch Brennumder Steine oder sonst durch andere AMentzünden könne. In grossen gank lieber-nen Gebäuden werden in dieser offt mit gu-ter Bequemlichkeit und ohne den gerinMUibeistand in den Zimmern und Gemächer»die Schläuche der Feuer - Mauren fortge-führet.

Brand-Rutde, siehe Feuer-Bock.

Brand-Sräte, Beand Stellen, werdeneines theils diejeniaen Oerter genemiet, ««vor dem ein Haus gestanden und durch d«jFeuer verzehret worden? Andern theils oderpffegt man aus dem Lande und an denjenigenOtten. wo wegen weitläufiger Haushaltung,Buffer dem Wohn Hause, mehrere und ver-schiedene Gebäude, dergleichen Scheine»,Ställe, Schoppen u. s. f. in einem Bqirckbeysammen stehen und einem Befttzer gehö-ren, alle zusammen vor eins zu rechnen, unddie Inwohner, welche dergleichen besiken,darnach zu zählen; In diesem Verstand sagetman: Dieser Ort hat so viel Brand- oderFeuer-Stäke, das ist, so viel Untertha-nen, die ihr eigen Haus, Feuer und Herdhaben.

Brand-Schlange, siehe Schlange.

Brand-Stein, siehe Ziegel.

Branten, nennen die Jäger des BärenTaljen oder Füsse.

Brantewcin, ist ein aus geringem unl-geschiaaeucn verdorbenen Wein, Wein-He-fen, Bier-Hefen, Aepseln, Birnen, M-traide, Erd-Aepfeln :c. durch doppelt Feuererzwungener und noch mit wenigem überga»-genen !'i>!-smzre vermischter Spirirus. Awird aber vier wohlbedächtig des doppelte«Feuers erwähnet, denn dasjenige, so durchdas erste Feuer aus der Materie gezogenworden, und gemeiniglich der Lutter, daSist erst zu läuternder Brantewein, genenne!wird, auch jedesmahl von gar unangeneh-men Geschmack ist, kan nicht eher gebrau-chet werden, als bis es geläutert, mni-lich von dem noch vielen bey sich h»bw

den i>!,legmzre, durch das andere Feuer ab-gesondert und übergetrieben worden. Nkan gar füglich in deen Sorten abgethemwerben: Die erste ist der verschiedene mWabgezogene, von dem bey sich führende»x-'Uexmare gereinigte, und daher so aenanim, iipirirus Vini, dessen Gebrauch

vielen Fällen von grossem Nutzen; EeBEigenschafft nrnß seon, daß er Schießzd>'ver ohne einige andere Juihuung anzuiiV'so er darauf gegossen wird. Die andere«so zur Artzeney gebrauchet wird, im««man guten, ossr auch reinen Korn-Dr''tewein mit allerley Gewurtz, Wm« /Kräutern uxd Blumen anseyet, und >>».einer gewissen Zeit, wen» nemlich ^Stacke ihre rechte Gährung gehabt/chen nochmahlen davon abziehet, darausdenn ein Lrv.i-!.c!>i>is, wahres ^qus v>--'

gleiW