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[1] (1764)
Entstehung
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9-10
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Aalfang Aalranxe

Aalraupe

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solchen aehörig ab, und streuet bey dem Anrich-ten geriebenen Zucker darüber- 'Aals.uig - bedeutet entweder I> die Zeit,wenn d'e ZUIe am besten zu fangen sind, neni-lich vom M-rtio oder Avril an wenn die Li-iern- oder Erlen-Bäume ihre Blatter treiben,bis in den Augustum und September; oderdie Art, wie solche gefangen werden, alsuntreusten, Wehr-Körben, Angein, Leg-oder Nacht - Angeln, Aalaabeln oder Tn-,stacheln und sogenannten Erchen- und Fisch- ^

«äugen- welche leittere beeden Arten man gern,n denen wüsten Mühl-Gerinnen, und beyWehren anzubringen pflegt-

Aalgabel, oder wie es einige nennen, Lri-stachel, ist ein Inilrumerir von plattem Eiien,und, >?ie eine dreyzanckigte Mist Gabel, mitdienen Haacken gemacht, deren ieder ohnge-fehr neun Zoll lang, und an der innern Seite,der mittlere aber auf beyden Seiten mit gutenWicber-Haacken versehen ist. lab. i r>A. i.xje beeden äussern Zincken b.sind auswertsxebogen/ der mittlere c. aber gerade und gleicheiner Schianaen-Iunge, iedoch etwas rundlichzug spitzt- Alle drey Zincken werden durchzwey kleine a,if beyden Seiten mit Nägeln fest-gemachte eiserne Bänder -i- dergestalt zusam-men gehalten, daß sie weder weiter aus einan-der gehen, noch sich enger schliessest können,als wie sie wircklich sind, damit kein Aal, crsey auch so klein, als er wolle, darzwiichendurchschlüpften möge. In die Diüe -- wirdeine lauge geschlancke Stange von fünfzehn bissechzehn Schuhen, wie an einem Fisch-Haackengestoßen und mit ein paar Nageln feit gemacht-Mit diesem Inttrumenre stossen die entweder andem User gehende, oder in einem Kahn fah-rende Fischer m dem Fisch-Wisser, wo manAale weiß oder vermuthet, immer auf denGrund, nichts anders, als wie sie beym Fi-scyzn mit den Trampen oder Stör-Stangen zuthun pflegen; da denn, weil die Aale gemeinig-lich dichte beyftniinen liazen, offters zwey,dr-y uns mehr zwischen den Zacken und Wie-der-Haacken behängen bleiben, und auf ein-mahl heraus gezogen werden.

Aalraupe, Golruppc, (Quappe, Ro-felcke, Ziuppe, Rune, Treusche, Trusche,ist ein Fisch, so mit semer Farbe »nd schlüpffe-rigen glatten Haut nnd der Bewegung seinesLeibes dem Aal sehr nahe kommt, (daher erauch diesen seinen Nahmen mag bekommen ha-ben), am Kopffe, Leber und Grösse aber umein merckliches von selben unterschieden ist,denn er har einen breiten Kvpff uns weitesMaulwieein Frosch an welchem einigeFlechsenheraus gewachsen. Der Aug - Apffel ist blau,und dessen Circul gelb-farbig. An ieder Kiesehat er eine weil hervorgehende schm üe Floß-Feder, und nächst daran, nach dem Bauche zueine andere etwas breite; Oben auf dem Ru-cken und unten fast am Ende des Bauches, zie-het sich eine unbewegliche Floß-Feder nachdem Schwantze zu, und helffen diese beyde sel-bigen iormiren. Sein Magen mit demSchlund hat etliche Federn, deren iede wie einFrosch- oder Kröten-Fuß ausstehet. Sie ha-

ben mit den Aalen gleiche Nahrung, u:-:d hal-ten sich in frischen Flüssen und Seen auf- DieAalr^upe laichet bald nach Weihnachten vomFebr. an bis .Vl-rnum, und heissen sie die Fischeri.zrexoc!iin, den Laich-Fisch, weil sie cavcrhalten, daß alle die andern Fische sich mit ihrerLaich Zei: nach dieser richten. Es ist ebenfaUsein Raub- Fisch- Sie soll im Mou.tt Decem-ber am besten zu verweisen seyn, welcher Zeiteben ihre grosse Leber, so "or das ciei ic»->-ste amgansen Fische, ja noch über die Hecht-^ebsr«malten wird, am besten und gesundesten seynsoll, da dieser Fisch ausser diesen von vielen,die von dem herrlichen Geschmack der Leberke-ine sonderliche Wissenschafft haben,wegen desoben beschriebenen Magens und der ungestaltenFigur seines Kopsses, der einer Kröten ahn-lich, gautz Verächter wird; Wiewohl über-haupt das Fleisch dieses Fisches, zumahlenwenn er alt und erwachsen, nicht so gar wohl-schmeckend und verdauend, und msßdieGüteund Grosse derLeber alles ersetzen und demFrschden Werth bringen. Es nennen auch einige dieLeber,auf gewisse Weise zugerichtet,Lampreten,weil sie so ciclicar wie dieser Fisch schmeckt. Aus-ser ihrem guten Geschmack lässet sich auch ausselbiger,wenn sie in einemGlas Sommers-Zeitan die Sonne gehangen wird, ein gesundes Oelzubereiten, welches zu unterschiedenen Arz-neyen brauchbar, sonderlich aber den dunckelnund blöden Augen gar nützlich ist. Auch pflegtman den M»aen zusammt dem Schlnnd aus-zunehmen und zu dorren; dieser nachhero-er-stossen, in Wein eingenommen, treibt sonder-lich die Nachbürde, und dienet vor allerleyGebrechen der Mutter. Diese Fische werdenwie die Aale mit Angeln, Aalgabeln oder An-stacheln, Netzen und Reussen gefangen, undin der Küche entweder gesotten, oder gebacken,oder n^irinUet zur Speise zubereitet. Weilnun ihre Haut gleich den Aalen schleimig, müs-sen sie zuförderst gebrühet, und mitSslstoderheisser Asche wohl abgerieben und aereinigetwerden, nach diesem reißt man sie auf, nimmtsie bis an dieLeber aus, deun diese muß untenam Hals hangen bleiben, auch darff man dieGalle davon zu nehmen nicht vergessen, undsie daraus fleißig auswaschen.

Aalraupe zu sieden: Wenn sie auf nur be-schriebene Art vorbereitet, giesset man Eßigdarüber, und lässet sie wie einen andern Fischsieden, und weil die Härte ihres Fleischesmit des Aals überein kommt, ist nöthig,daß in den Sott, eben '.sie bey jenem, einbtßgen Butter gcworffen werde. ^Villman sie im Vvasser absieden, muß diesesziemlich yesalyen werden, weil dies ei»harter Fisch, und nicht mehr Saly an-nimmt, als er gebraucht. Die Fisch-Brü-hen und üauces, so darüber angerichtet werdenkönnen, sind unterschiedlich und vielfältig, undsollen davon allhier nnrdiebesten erzehletwer-den, als einc Erbs-ZZrüh. Kochet gute Erb-sen in Fleisch Brüh oder Wasser recht weich,treibt solche durch einen Durchschlaa und ma-chet sie zur Brüh etwas dünne; giesset fernerdarunter guten Rahm bis auf ein halb Rössel,A z der