Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
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Vorrede.

eine kurye Anleitung zu geben, wie dasselbe recht und beqvtm zu gebrauchen,weil ich gefunden habe, daß nicht alle Leser dieses letzte wissen, folglich also,bald zuviel, bald zu wenig nach ihrem Unterschied von einem solchen Buche ver-langen, oder doch im Gebrauch nicht recht verfahren.

§. 4. Ich würde mir aber zuvorderst eine besondere Freude machen, weimich Erlaubniß hatte, von denen historischen Umstanden der ersten Arbeit beydiesem Buche einige Nachricht zu geben. Allein da nicht einer, sondern ver-schiedene Personen von so verschiedenem Stande, als ungleicher Starcke dabeydie Hand angeleget, allerseits aber theils unbekannt sind, theils unbekannt blei-ben wollen, sonderlich da einer von ihnen sich vieler anderer, die ihm allein be-kannt gewesen, aufdem Lande bey verschiedenen Artickeln bedienet hat, und nun-mehro schon verstorben ist, der andere Haupt-Urheber aber, der gewiß dem Wer-ke viel Vollkommenheit gegeben hat, und noch lebet, seinen Nahmen auch zuvecheelen belieben wollen; so muß ich diesen Punct übergehen, ihnen aber den-noch auch als unbekannten, denjenigen Ruhm zueignen, der ihnen gebühret.Denn es ist gewiß keine Mühe gesparet, insonderheit den Acker-und Garten-Bau nebst der Jagd sehr treflich auszuführen. Ja in wirtschafftlichen Bau-Sachen werden gewiß die Artickel ihren Meister loben, so unbekannt er auch ist.Wie ich denn in diesen und in der Jagd wenig zu verbessern gefunden. Inzwi-schen so kann man doch aus dieser Anmerkung zugleich die wahren Ursachen er-kennen, warum auch verschiedene Fehler eingeschlichen, da nicht ein eintzigerKopffdiegantzeSache wenigstens über sich genommen, und alles dirigiret hat, undda doch vieler ihre Arbeit zusammen kommen, die in ihren Einsichten einandernicht gleich und vielleicht auch nicht einig gewesen. Wenn man dannenhero einund andere eingeschlichene Druckfehler, die auch niemals völlig mangeln, dazunimmt, und wenn man bedenket, daß nach der Zeit die Wirtschafts-Wisscnschafftso wohl in Zenerslibus und lxsciallbuz als in lingulsribus gar sehr zuge-nommen, und alle Tage mehr ausgebessert werde, der wird sich gar nicht wun-dern, wenn bey allem Fleiß und Verdienst der ersten Verfasser in der ersten Edi-tion 1) viele nöthige und nützliche gantze Artickel, so wohl von denen allge-meinen als besondern Begriffen gefehlet, die doch nach dem Zweck eines solchenLexici schlechterdings nothig waren, woferne es wenigstens in einer oder derandern Absicht ein allgemeines ökonomisches Lexicon mit Recht heissen sollte, un-erachtet es doch von denen der Stadt-Wirtschafft eigenen Haupt-Geschäffren,nemlich dem Kunst-Handwerk-und Manusactur- item dem Commercien-Wesennicht, ja nicht einmal besonders von allen Landwirtschafftlichen Haupt-Geschajf-ten, nemlich denen Sied-Schmeltz-Bergwercken, wegen der Weitläufigkeithandeln, sondern diese nur insgemein berühren sollte, und also in dieser Absicht,daß alle Wirtschaffts-Geschaffte vollständig abgehandelt, diesen Titel nicht füh-ren konnte. Er wird auch 2) denen samtlichen Verfassern nicht zur Last legen,wenn hingegen verschiedene fremde, und von dem Zweck sehr entfernete Artickelmit eingeschlichen, oder wenn z) öffters zwar Artickel genennet, und auf eingewiesen, dieses aber wohl gar daselbst vergessen worden. 4)Wenn in manchen Artickeln offenbar irrige Satze und Begriffe, Erfahrungen

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