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macht. Die vierte Auflage erschien in wesentlich veränderterGestalt: die Einleitung war vollständig neu bearbeitet, dasWörterbuch um ein Dritteil seines früheren Bestandes ver-mehrt. Ileue Proben von deutschen Tischkarten waren hin-zugekommen, ebenso zwei Bildtafeln, welche die einzelnenLleischstücke des Rindes und Kalbes benennen, ein Verzeichnisder gebräuchlichsten Speisen, ferner ein Speisekarten-Vor-druck zum Gebrauch für solche Wirte, die nicht täglich be-sondere Speisekarten drucken lassen, endlich die verkleinerteNachbildung einer rein deutschen Tischkarte von der TafelKaiser Ivilhelms II.
Diese wesentliche Vermehrung des Inhalts unseres Büch-leins wurde dadurch ermöglicht, daß sich ein hervorragenderLachmann auf dem Gebiete der Kochkunst mit dem Unter-zeichneten zu dieser Neubearbeitung vereinigt hatte, derObermeister der Dresdner Löche-Innung Ernst Lößnitzer,Chrenmeister der Löche-Innung zu Berlin und Ehrenmitgliedder Lochvereine zu Berlin, Breslau, Leipzig und Dresden,Verfasser des „verdeutschungs-Wörterbuches der Lachspracheder Lochkunst und Lüche", (2. Aufl. 1S0Z) und des „Großendeutschen Lochbuchs der seinen und guten bürgerlichen Lüche"(2. Aufl. 1S0Z, Heinr. Lillinger, Leipzig und llordhausen).Von ihm stammen die Abteilungen VII, VIII und der An-hang, sowie die neu aufgenommenen Verdeutschungen, erträgt die Verantwortung für alles Lachliche, foweit es indas Lochfach einschlägt.
Bei der Aufstellung der deutschen Ersatzwörter sür diefremden Lachausdrücke ist der Grundsatz maßgebend gewesen,daß es weniger darauf ankomme, neue Wörter zu schaffen,als vielmehr die bereits vorhandenen zum Ersatze der fremdenheranzuziehen. Daher sind nur in wenigen Lällen Neu-bildungen gewagt worden. Lange Zusammensetzungensind nach Möglichkeit vermieden. Der große Vorzug unsererSprache, Zusammensetzungen aller Art zu gestatten, kannleicht zu einem Mißbrauche verleiten, zumal wenn man denWunsch hat, möglichst viel mit einem Worte auszudrücken.