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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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Druck senden werde 1 ). Ein auf Pergament geschriebenes Exemplarsandte er vorläufig an Geldenhauer am 3. Oktober (App. 191). Am16. November (ep. 279) kündigte er ihm die baldige Vollendung desDruckes der Paraphrase zum Eömerbrief an. Geldenhauer beantworteteden Brief am 6. December (ep. 281), an dem gleichen Tage, an demder Bischof dem Gelehrten für die Widmung und Übersendung derQuerimonia Pacis" dankte (ep. 282). Für die wenigen Zeilen derAnerkennung seitens des Bischofs dankte Erasmus am 10. Januar 1518(ep. 298); der gleiche Datum muss ep. 292, die Antwort auf Gelden-hauer's letztes Schreiben, tragen, der ein Exemplar der Paraphrase bei-gegeben war, zunächst da beide vermutlich zusammen befördert wurden,dann, weil ep. 292 schon die Einladung des Bischofs von Lüttich vom30. December (ep. 348) erwähnt. Nun weist aber die Leydener Aus-gabe noch 2 Briefe des Erasmus an den Bischof von Utrecht vom 12.und 13. December, nämlich App. 219 und App. 220, auf, die beidein die oben festgestellte chronologische Ökonomie des Briefwechsels nichthineinpassen, abgesehen davon, dass schwerlich Erasmus an zwei auf-einanderfolgenden Tagen zwei Briefe verschiedenen Inhalts an dieselbePerson schreiben würde, ohne in dem letzten auf den vorhergehendenhinzuweisen. App. 219 zunächst enthält die Ablehnung einer Bitte,die der Empfänger an ihn gerichtet hatte, wie es scheint, den Unter-richt eines dem Bischof nahestehenden Knaben zu übernehmen. Erasmusverwies ihn an Johannes Borsalus, der bereits früher als Lehrer derNeffen des Bischofs von Besangon, Franz Busleyden, Erfahrung gesammelthabe. Wäre eine solche Aufforderung von dem Bischof von Utrechtam 13. December ergangen, so müssten wir in ep. 292 und 298 vom10. Januar eine Andeutung davon finden. Wäre selbst das Datumvon App. 219 falsch, so müsste der Brief doch in diese Wintermonategehören, da Erasmus von seiner um Ostern bevorstehenden Keise nachBasel spricht. Dann aber würde die Angelegenheit zweifellos in denBriefen an den Bischof und mehr noch in dem regen und vertraulichenBriefwechsel mit Geldenhauer erwähnt sein; allein das ist nirgends derFall. Nehmen wir ferner an, dass der Bischof bereits früher an Eras-mus das Ersuchen gestellt hätte und wir finden in der That in ep.279 vom 16. November einen früheren Brief des Bischofs genannt:würde sich dann nicht schon früher eine Andeutung davon in den Briefen

')Querela pacis undique gentium ciectae", abgedruckt Opp. omn.IV, 625 ff. Der hier gemeinte Druck ist der vom December 1517 bei Froben;vgl. Panzer, S. 201, Nr. 194.

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