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Mindener Pyxis zu Berlin, (Bode-fschudi S. 122 Tafel 63, FleuryLa Messe PI. CCCLXVI1I, Westwood S. 458, wo fälschlich als Fluchtnach Ägypten bezeichnet) und lässt vermuten, dass verschiedeneScenen erst für ihn erfunden wurden, z. B. die Legende von Crisantusund Darias.
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Capitel III,
Trier und Echternach.
Als Voege den Versuch machte, eine grosse rheinische Central-schule zu konstatieren, mussten ihm selbstverständlich hie und da ausder ganzen grossen Masse der Bilderhandschriften einzelne Monumenteauffallen, die eine gewisse Verwandtschaft mit der Ilauptschule allerdingsnicht verleugnen konnten, die aber unter sich wieder ein enger ver-bindendes Band aufwiesen: kurz, es mussten sich Lokalschulen ergeben,die allerdings unter dem mächtigen Druck der Centralschule arbeiteten,aber doch eine gewisse lokale Selbständigkeit, charakterisiert durch ge-wisse, oft kleinere technische Details, sich wahrten. Oft ist es möglich,eine solche durch technisch-stilistische Momente zusammengefundeneSchule durch historische Notizen, Einträge u. s. w. zu lokalisieren.
Nicht anders ist dies mit Trier der Fall. So wenig gewisseEinflüsse der grossen Hauptschule zu leugnen sind — ich habe sieoben anlässlich der Beschreibung des Freiburger Sacramentars her-vorgehoben — so ist doch die Trierer Schule wieder bedeutend, selb-ständig und lebenskräftig genug, um ihrerseits wieder Fäden nachbenachbarten Scriptorien zu spinnen, Filialschulen zu erzeugen. Unterdem künstlerischen Banne Triers standen die Klöster Prüm, Echter-nach, Metz, München-Gladbach in der näheren Umgebung; weiterhinglaube ich Trierer Einflüsse konstatieren zu können zu Regensburg 1 ),
') Der künstlerische Zusammenhang zwischen Regensburg und Trierzur Zeit Erzbischof Egberts, der gestützt ist sowohl durch Monumente derGoldschmiede- und Emailtechnik (Codex aureus von St. Emmeran und Gisela-kreuz in der Reichen Kapelle zu München) als auch durch litterarische Zeug-nisse, wurde von Wolfgang M. Schmid in seiner Münchner Dissertation(Eine Goldschmiedschule in Regensburg um das Jahr 1000. 1893) ein-gehend geschildert, so dass ich hier darauf verzichten kann. Nur erstrecktsich diese Trierer Unterstützung der Regensburger Kunst auch auf dieBuchmalerei.