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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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Druck der Paraphrase, die in den beiden andern fehlt, nur solche, dieGlarean als Basler interessieren mussten: dass Adrianus der Lehrerdes Capito sei und dass Erasmus viele Manuscripte zum Druck nachBasel geschickt habe. Später, und ehe eine Antwort von Glarean ein-traf, da er App. 234 wiederholt, ist App. 235 an denselben geschrieben,und zwar, wie wir annehmen dürfen, am 30. November, zugleich mitep, 280 an Bude und App. 213 an einen Pariser, Namens Pyrrhus.

Am 9. December (App. 217) sandte Erasmus ein Exemplar derParaphrase auch an Paschasius Berselius nach Lüttich, dem er schonfrüher, also Anfang November, den Beginn des Druckes mitgeteilt hatte(App. 231, ohne Datum), und bald darauf ein anderes durch diesenan Eberhard van der Marck, den Bischof von Lüttich. Berselius über-gab das Buch dem Bischof am 28. December, wie er in seiner Antwort(ep. 232) sagt, und der Bischof dankte Erasmus sogleich, am 30. De-cember (ep. 348), in wenigen Zeilen und lud den ihm bis dahin per-sönlich unbekannten Gelehrten zu sich ein oder wollte ihn in Löwenbesuchen. Aber Erasmus entschuldigte sich am 7. Januar beiBerselius (ep. 233) und am gleichen Tage bei dem Bischof (ep. 297)mit seiner Krankheit und seiner Arbeitslast. Ep. 232, auf den ep.233 die Antwort ist, kann demnach nicht, wie in der Leydener Aus-gabe, vom 7. Januar datiert sein. Der Brief des Berselius ist wahr-scheinlich ebenfalls wie der des Bischofs am 30. December geschriebenund durch denselben Boten nach Löwen befördert.

Allein auch das Begleitschreiben des Erasmus bei der Übersendungder Paraphrase an den Bischof von Lüttich ist vorhanden, nämlichApp. 220 vom 13. December, aber in der Leydener Ausgabe an den Bischof von Utrecht, Philipp von Burgund, adressiert. Zum Beweiseist es nötig, auf den gleichfalls der Ordnung bedürftigen Briefwechselmit dem Bischof Philipp einzugehen, der mit dessen Amtsantritt, imSommer 1517 *), beginnt. Der Kaplan des Bischofs, Gerhard Gelden-hauer aus Nymwegen, hatte den Einzug des Bischofs in seine Diöcesebeschrieben und diese Schrift sogleich bei Martens drucken lassen. 2 )Erasmus erhielt ein Exemplar und lobte die Anlage und Bearbeitungder Schrift am 31. August (ep. 266). Bei dieser Gelegenheit teilteer dem Kaplan mit, dass er dem Bischof die Widmung seinerQueri-monia Pacis" zugedacht habe, die er in Kurzem nach Basel zum

') Er wurde also nicht erst 1519 Bischof von Utrecht, wie Garns (S.256) angiebt.

2 ) Van Jseghem, S. 276, Nr. 117.