■
■HkSM
'km■ ■■1
wm
§m
■HBHa
'S
ll
II
100
fol. 18b. (vgl. Tafel III.) Ganzblatt mit Purpurgrund. Christusstehend, mit aufgeschlagenem Buche in der Linken, die Eechte lebrenderhoben; links unten kniet mit zum Gebete erhobenen Händen einMönch (Schreiber), vgl. die Abbildung. Christus trägt weissblaues Unter-gewand und hellpurpurvioletten Mantel. Die Haare sind wiederum schwarz,der Kreuznimbus grün. Der Boden ist violett. Der Mönch trägt brauneKutte und weissblaues Untergewand. Technisch und stilistisch wie dieübrigen Blätter (Daumenballen Christi!).
fol. 19a. Ganzblatt mit Purpurgrund. Initial A, vgl. die Ab-bildung (Tafel IV). Füllung grün, blau und rötlichviolett. Man ver-gleiche den Initial mit denen im Echternachcodex und im FreiburgerSacramentar. (Streumuster des Hintergrundes, Punktrosetten.)
fol. 146r. Ganzblatt mit Purpurgrund. Grosser Initial R, wiedie übrigen. Ferner sind noch zu erwähnen eine Reihe kleinerer Initialenim Texte.
Eine weitere Beschreibung der Echternacher Hss. muss hier unter-bleiben. Ich verweise zu diesem Zwecke auf die Litteratur bei Voegea. a. 0. Hier galt es nur, den engen Zusammenhang der EchternacherSchule mit den Trierer Werken und deren Abhängigkeit von letzterenzu erweisen.
Capitel IV.
Die Malerschule von München-Gladbach.
■■
m
Wie bereits oben S. 21 f. gelegentlich des in München-Gladbachin liturgischem Gebrauche gewesenen Freiburger Sakramentars bemerktwurde, ging die durch Erzbischof Gero von Köln veranlasste Neugründungdes Klosters von Mönchen aus St. Maximin unter Führung des gelehrtenund frommen Sandrard aus. Ausser einem Sacramentar bezog man fürden liturgischen Gebrauch sicher noch andere Codices, so ein Evangeliaru. a. Die Spuren davon lassen sich in der München-Gladbacher Buch-malerei selbst nachweisen. Es existieren nämlich einige Codices, derenProvenienz aus M.-G. feststeht, nämlich Cod. 530 der DarmstädterHofbibliothek, sowie Cod. 508 des dortigen Museums 1 ). Sie sind wohlauch da entstanden. Wahrscheinlich stammt ferner aus M.-G. das Einzel-
J ) Der Deckel besprochen b. Schäfer. D. Denkmäler d. Elfenbeinplastikim Mus. zu Darmst. S. 57, abgeb. Nöhring und Frisch, Kunstschätze aus demGrossli. Museum zu Darmstadt. Lübeck o. J., Tafel 3.
Ha ^^$$-