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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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III.

Erasmus in Brüssel. Verhandlungen mit Rom.

(1516 1517.)

Die Briefe von Thomas More (App. 251, App. 52) fanden Erasmusim Begriffe, nach Brüssel überzusiedeln. Die bittere Not trieb ihn ausAntwerpen fort, wo er keine Einnahmen hatte und ganz aus eigenenMitteln leben musste. Der "Winter nahte, er war kränklich und brauchtewarme Kleider.Glaube mir", schrieb er an More,ich habe 400Gulden für meine Kleidung ausgegeben, aber gut gekleidet muss ichfürchten, Hungers zu sterben." Der Mangel Hess ihn auf sonderbareAuswege sinnen. Er bot dem kaiserlichen Rat Hieronymus Busleydenzwei Pferde zum Kauf an (App. 81, 28. September); wir wissen nicht,ob es ihm glückte 1 ). Aber am 17. Oktober schrieb er an Aegidius(App. 388), dass er das eine Pferd halb verschenkt habe. Anfangshatte er gedacht, in Löwen den Winter zu verbringen; der flüchtigeZwist mit Dorp war äusserlich beigelegt; dieser selbst hatte ihn nachLöwen geladen. Aber Erasmus traute ihm nicht; ein neuer Gegner warihm in Johann Briard aus Ath (genannt Atensis) erstanden;blanditurcoram, mordet absens", sagt er von ihm (ep. 160), und späterhostisamicum praestat" (ep. 231). Dazu behagte ihm die ewig nörgelndeEngherzigkeit der Löwener Gelehrtenzunft nicht, wo der Obskurantismusnoch lange eine Zuflucht fand. Er brauchte Buhe und Behaglichkeit,die fand er in Löwen nicht. Da forderte ihn Sauvage auf, nach Brüsselzu kommen;was er will, weiss ich nicht", sagte Erasmus (App. 81).

J ) Nicht die Antwort auf App. 81, aber doch in diese Zeit gehörigist App. 88 (vom 9. November) von Busleyden. Erasmus hatte ihn um irgendeine Gefälligkeit, einen Brief, gebeten, wir wissen nicht, zu welchem Zweck.Busleyden erfüllte seinen Wunschnon sine periculo famae et dispendioaestimationis suae". Der Gruss au Tunstall in Brüssel weist auf das Jahr1516. Was enthielt dieser Brief, bei dem Busleyden so um seinen Rufbangte ? war er für Sauvage bestimmt ?