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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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IV.

Studien in Löwen bis zur dritten Basler Reise.

(15171518.)

Im Mai 1517 war Erasmus von London über Brüssel nach Ant-werpen gegangen; wieder gewährte ihm das gastliche Haus seinesFreundes Aegidius bereitwillige Aufnahme. Hier schrieb er die Wid-mung seiner Übersetzung einiger Lucianischer Dialoge an Joh. Entychius(Opp. I, 329), wahrscheinlich im Mai, da er sie, nach einer Mitteilungan More (ep. 291 vom 30. Mai und App. 241 vom Anfang Juli)schon in diesem Monat nach Basel zum Druck sandte ').

Wohl hier in Antwerpen hatte auf seiner Heise nach Paris auchGlarean seinen Gönner aufgesucht, dessen Fürsprache er nicht zuletztseine Berufung nach der französischen Hauptstadt verdankte. Ihm gabErasmus einen nicht vorhandenen Brief an Bude mit, von dem wir ausBude's Antwort vom 17. Juli (App. 149) wissen. Der Besuch Glarean'sund damit der Brief des Erasmus fällt wahrscheinlich in den Juni; dennEnde Mai wollte Glarean nach den Mitteilungen von Beatus Bhenanus(App. 134 vom 24. April, App. 138 vom 10. Mai) und von LudwigBär (App. 139, 11. Mai) von Basel abreisen; am 8. Juli (App. 146)erwähnte Rhenanus nichts mehr von ihm. Am 5. August teilte bereitsGlarean aus Paris mit (App. 158), wie freundlich ihn Bude, Cope undLefevre aufgenommen hatten. Erst Ende August traf dieser Brief ein,denn noch am 23. August schrieb Erasmus an Beatus Rhenanus (App.164), er habe von Glarean nichts gehört und wisse nur aus Bude'sSchreiben (App. 149 vom 17. Juli), dass er in Paris sei. Nach dem23. August muss daher App. 304 an Bude geschrieben sein, worinErasmus seine Freude über den Empfang Glarean's und zugleich seineVerwunderung über das Ausbleiben jeder Nachricht von Bude ausspricht;

x ) Gedruckt bei Froben 1517, nach Panzer VI, 202, Nr. 196, ohnenähere Datierung.