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des ersten Stifters, dessen Vermächtnis seinen Lieblingsplänen Wirk-lichkeit gegeben hatte. Am 7. September wusste er schon um seinenTod (App 175 an Clava). Die Totenklage um ihn stimmte er ineiner Grabschrift an, die er seinem Bruder Aegidius Busleyden, demSchatzmeister des Königs, übersandte. Der erste Entwurf des Epitha-lamiums mit den Korrekturen findet sich bei App. 232; doch scheintep. 362, obwohl ihm die endgültige Fassung in griechischem und la-teinischem Text beigegeben ist, jenem vorauszugehen und das Epitha-lamium, worauf auch die erklärende Aufschrift lautet, nur ein vomHerausgeber beigefügtes loses Anhängsel zu sein. Denn in ep. 362klagt Erasmus, dass ihm die Verse trotz aller Bemühung nicht ge-lungen seien („lacessivi Musas, sed frustra"), während er in App. 232seinen Versuch als gelungener betrachtet. Sodann dankt er in App,232 Busleyden für die wohlwollende Aufnahme des „Hebräers", näm-lich des jüdischen A'rztes Matthaeus Adrianus, eines Lehrers Capito's(App. 215), den Erasmus zum Lehrer des Hebräischen am „CollegiumBuslidianum" ausersehen und am 18. October (ep. 338*) Busleydenempfohlen hatte. App. 232 muss also nach ep. 338, nach dem 18.October, liegen. Wäre nun ep. 362 noch später geschrieben, so würdewohl Erasmus mit einer Andeutung auf Matthaeus Adrianus zurück-kommen, den er als die wichtigste Erwerbung für das Collegium be-trachtete und der seine Gedanken in den ganzen nächsten Monatenbeschäftigte, so in App. 195 und App. 196 (26. October) an Budeund Lupset, in App. 234 und App. 235 an Glarean im October undNovember, wie noch zu beweisen sein wird. Ep. 362 wird also inden September 1517 gehören 2 ).
Ein in ep. 368 an Peter Aegidius sich ähnlich wiederholenderAusdruck aus ep. 338 („commodum huc appolit Adrianus guere He-braeus") lässt darauf schliessen, dass auch ep. 368 um den 18. Octobergeschrieben ist, wohin diesen Brief auch andere Gründe verweisen.Er steht im Zusammenhang mit App. 144 vom 28. August und. App.190 vom 27. September. In App. 144 hatte Erasmus angedeutet,dass er dem Arzte Heinrich [Affinius] für die von ihm versprochenen
*) Bei Kan, S. 6, Nr. 139, scheint ep. 338 vom 30. November datiert;dies Datum gehört indes zur vorhergehenden Nr. 138, App. 210 an denGrafen Nuenar.
2 ) Die Abfassungszeit der Grabscbrift auf den am 15. August 1516(nach Garns S. 527) gestorbenen Bischof von Cambray, Jacob von Croy, dieErasmus mit ep. 290 an Paludan sandte, lässt sich nicht näher bestimmen.
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