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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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silbernen Schöpfbecher (cyathus) ein Gegengeschenk machen wolle; hier-auf ist App. 190 vom 27. September Aegidius', vielleicht nur indirecteAntwort:non conquiescam, quin aures eius vellicabo". Inzwischenargwöhnte Erasmus, dass es dem Arzte nicht Ernst mit dem Geschenkegewesen sei; er zeigt sich in ep. 368 peinlich berührt, dass Aegidiusbei Affinius die Sache erwähnt hatte. Sodann ist der Druck derParaphrase zum ßömerbrief, der im November vollendet wurde, nachep. 368 eben begonnen.

Das Geschenk des Affinius, so harmlos die Angelegenheit ist, dientauch zur Datierung von App. 226 an Aegidius und den in dieseneingeschlossenen Brief an Affinius, App. 227. Es ist der Dank anAffinius auf seine Mitteilung, dass die Becher bereit seien, wovon Eras-mus schon Ende August Kenntnis hatte (App. 144). App. 227, undmit ihm App. 226, wird also wohl nicht viel später als App. 144,wohl Anfang September, liegen; denn die Anwesenheit des Erasmus inAntwerpen am 8. und 9. September hätte später diese Briefe über-flüssig gemacht. Auch deutet Erasmus hier noch nicht die Hindernissean, die die Übersendung um mehrere Monate verzögerten; am 15 No-vember teilte er Aegidius mit (ep. 344), dass der Arzt um einen Auf-schub von 14 Tagen gebeten hätte, aber im Januar hatte er das Ge-schenk noch nicht und drang wieder ernstlich in Affinius (App. 256).Dazu kommt, dass die Übersetzung des 2. Buches der griechischenGrammatik des Theodor Gaza, die er Affinius im Manuscript über-senden und vielleicht auch widmen wollte, noch nicht durchgesehen(emendatus) war, während er schon am 8. September das fertige Manu-script an den Bischof Fisher sandte (App. 178). Dass nun aber derAusdruckemendatus" in App. 227 bedeutetim Manuscript durch-gesehen", nicht in den Correcturbogen, geht daraus hervor, dass dasManuscript erst Ende Oktober nach Basel gesandt wurde und dass derLöwener Druck gar erst im Februar 1518 erfolgte 1 ).

In die erste Hälfte des November sind App. 226 und 227 schondeshalb nicht zu legen, weil sie dann unzweifelhaft einen Nachhall derSorge und Trauer verraten würden, in die sein Freund Aegidius gestürztwurde. Der Vater des Aegidius war schwer erkrankt. Schon am 3.November (ep. 222) giebt Erasmus nur geringen Trost und beschwörtden Freund, menschliches Schicksal mutigen Herzens zu tragen. Am12. November (App. 386, ohne Jahr) besteht seine Besox-gnis noch un-gemindert fort; der Zustand des Kranken scheint hoffnungslos; schon

*) Vgl. darüber unten S. 245 f.