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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
Entstehung
Seite
231
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gleichfalls ein Exemplar (ep. 271); er bat ihn, es aufmerksam zu lesen,mit sich selbst zu Rate zu gehen und dem Streit ein Ende zu machen.Als Lefevre nicht antwortete, besorgte Erasmus, ihn verletzt zu habenund hielt ihm am 30. November noch einmal in herzlichem Tone vor,dass er den Konflikt doch selbst hervorgerufen habe (App. 211). AberLefevre schien wirklich tief gekränkt. Das Ausbleiben jeder Antwortbefremdete Erasmus. Ja es ging das Gerücht, jener rüste sich zueiner scharfen Entgegnung. Erasmus erfuhr davon durch Bombasioaus Zürich (ep. 283, 6. Decbr.). Bude bestätigte es (ep. 310, 12. April1518). Und als der versöhnliche Erasmus gar sehen musste, wie sichüberall Parteien für und wider ihn und Lefevre bildeten, die den Kon-flikt, den er so gern begraben hätte, künstlich am Leben erhielten, boter dem grollenden Gegner noch einmal die Hand (ep. 239, 17. April1518). Die Replik Lefevre's unterblieb; wann er einlenkte, lässt sichnicht fesstellen; bald bereute er seinen Starrsinn gegenüber der korrektenHaltung des Erasmus, wie der Pariser Drucker Bade Aegidius erzählte,der es seinem Freunde nach Basel meldete (ep. 436, 19. Juni 1518,nicht 1519). Erasmus schrieb an Pirckheimer (ep. 374), er hoffeVersöhnung von der allheilenden Zeit. Gemeinsame Arbeit im Diensteder Wissenschaft vereinigte später wieder die getrennten Freunde.

Dafür wurde nun aber dem Gelehrten ein anderer Freund ent-rissen. Andrea Ammonio war Mitte August in London von der furcht-baren Geissei der Zeit, demenglischen Schweiss", in wenigen Stundenhingerafft; am 19. August begrub man ihn. More und Sixtin teiltenErasmus das traurige Ereignis mit (ep. 522 und App. 161 vom 19.August). Die Nachricht von dem Tode des Mannes, der ihm in sorgen-vollen Jahren in so treuer Freundschaft zur Seite gestanden, mussteihn wohl heftig erschüttern. Am 8. September beantwortete er beieinem Besuche in Antwerpen jene Briefe (App. 179 an More und App.180 au Sixtin) aber in dem' Schreiben an More finden wir nichtein Wort über Ammonio, und in dem andern setzt er sich mit einergleichgültigen Phrase über die Trauerbotschaft hinweg:0 rem acer-bam! sed quid attinet queri?" Auch dem Gesandten Tunstall in Brüggeteilte er nur mit dürren Worten den Todesfall mit (App. 172, 30. August),wenn er auch in einem Brief vom folgenden Tage, App. 173, im Ganzennur eine Wiederholung von App. 172, etwas mehr Teilnahme zeigt.Näher am Herzen lag ihm das Schicksal der Schriftstücke aus demNachlasse Ammonio's, die ihn selbst kompromittieren konnten, nament-lich derlitterae de dispensatione". Er Hess den Vetter Ammonio's,

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