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in seinem Kommentar zu den paulinischen Briefen vom J. 1512 dieBeobachtung/gemacht, dass die Vülgata in Psalm 8,6: „minuisti eumpaulo minus ab angelis", sich im Widerspruche zu dem hebräischenText befände, der die Übersetzung „a deo" erfordere. Er fand dieselbeStelle in dem Brief an die Hebräer (2,7) und behauptete in seinem1517 erschienenen Kommentar zu den paulinischen Briefen, dass Paulushebräisch richtig „von Gott" geschrieben habe, während der Übersetzerdes Briefes „mxp' ayyeXous" gesetzt habe. In dieser 2. Ausgabe seinesKommentars vom Jahre 1517 war er genötigt, die Ansicht des Eras-mus zu bekämpfen, der in seinem Neuen Testament sich zu der ent-gegengesetzten Auffassung bekannt hatte l ). Sofort plante Erasmus eineEntgegnung. Schon im Anfang Juli, also gleich nach seiner Ankunft inLöwen, wo er wohl zuerst das Buch Lefevre's zu Gesicht bekam, fassteer den Entschluss und teilte ihn More (App. 241) und Aegidius (ep.373), bald darauf, am 17. Juli (App. 150), auch Tunstall mit; ob-wohl ihm Lefevre's Ton nicht gefiel, wollte er sich jeder Gereiztheitenthalten. Von Aegidius bat er sich dessen Exemplar des „Psalteriumoctaplum" aus, dessen Verfasser, der Bischof Giustiniani von Nebbiospäter Erasmus in Löwen besuchte (App. 289 an Capito, 19. Oct.1518). Schon am 5. August war der Druck der Apologie in Martens'Druckerei beendet 2 ); Ende August und Anfang September sandte ersie seinen nächsten Freunden zu: zunächst an Tunstall (App. 173, 31.August), der sich in diplomatischer Mission in Zeeland befand und nachseiner Rückkehr nach Brügge diesen Brief am 14. September beant-wortete (ep. 272); des Erasmus Erwiderung hierauf, ep. 293 (o. D.),muss also etwa in das Ende des September gehören. Sodann erhieltdie Apologie Anton Clava (App. 175, 7. Sept.), Laurin (App. 176,7. Sept.), der Bischof Fisher (App. 178, 8. Sept.) und Peter Barbiermit einem undatierten Briefe (App. 230), der die Antwort auf Bar-bier's Schreiben (App. 159) aus Poitou, auf dem Wege nach Spanien,vom 12. August, und darum wohl Anfang September zu legen ist; auchBeatus Rhenanus empfing das Werk, wie wir von Bombasio (ep. 283,6. December) erfahren. An seinen Gegner schickte er am 11. September
1 ) Den Druck der beiden Kommentare Lefevre's s. Panzer VII, 565,557 und VIII, 41,960. Über die Kontroverse mit Lefevre vgl. Charles-HenryGraf, Essai sur la vie et les ecrits de J. Lefevre d'Etaples. These dertheol. Facult. Strassburg 1841. S. 54 ff.
2 ) Van Jseghem, S. 273, Nr. 113. Sie findet sich in den Opp. omn.IX, 31 ff.