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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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In London war es nun, wo bald nach seiner Ankunft Erasmus dieBreven des Papstes und des Bischofs Giglis erhielt und wo ihn, nacheiner Notiz Ammonios, dieser in Gegenwart des Juristen Sixtin am 9.April offiziell absolvierte. Die Fremden, mit denen er in London verkehrte,der Venetianische Gesandte Giustiniani und sein Sekretär Sagudino, wusstennichts von dem Zweck seiner plötzlichen Ankunft; Sagudino schrieb am22. April an Marcus Husums, den neuernannten Erzbisehof von Halvasia(App. 130, S. 1602 E), er glaube, Erasmus sei vom Könige berufen.Der Gelehrte hat dem Gerüchte wohl nicht widersprochen.

Lange hielt er sich in London nicht auf; nach einem Aufenthaltvon etwa 3 Wochen trat er die Rückreise an. Am Morgen des 1. Mailandete er nach stürmischer Fahrt bei Boulogne (ep. 291). Seine Cam-bridger Freunde erfuhren seine Ankunft in England zu spät; dennerst am 1. Mai begrüsste ihn Bovillus (App. 61). Das Datum 1516hierin ist falsch; denn in keinem andern Jahre als 1517 reiste Erasmusim Frühling nach England, und die Anmerkungen zum Matthäusevan-gelium, die Bovillus seinen Vorlesungen zu Grunde legte, konnte er erstnach der Herausgabe des Neuen Testamentes benutzen; die Krankheit,von der er soeben genesen sei und die ihn zwinge, beim Schreiben sichfremder Hilfe zu bedienen, erwähnt er auch in seinem Briefe vom 5. Mai(App. 137), der deshalb 1517 geschrieben sein muss, weil der Brief desBovillus und des Erasmus ausführliche Antwort darauf, die er soeben imDrucke gesehen hat, nämlich ep. 216 und ep. 148 aus dem August 1516,im Oktober 1516 und April 1517 bei Martens in Löwen erschienen 1 ).

Jetzt auf der Rückreise war es, wo Erasmus in Brüssel, das erauf der Hinreise nicht berührt hatte, seine Briefe an Leo X. und denBischof von Worcester (ep. 194 und ep. 196) schrieb, und zwar ver-mutlich schon in der ersten Hälfte des Mai; denn späterhin, vor demEnde, wahrscheinlich aber schon Mitte Mai, war er bereits wieder inAntwerpen, von wo der erste vorhandene Brief, ep. 291 an ThomasHöre, geschrieben ist, der auf eine längere Anwesenheit in Antwerpendeutet. Das Datum ist schwierig zu bestimmen; Tunstall, so erfahrenwir, ist in Antwerpen, der Kardinal von Gurk ist vor einigen Tagen,der Kardinal von Sitten (Hatthäus Schinner) erst am Tage zuvor ab-gereist; der Kaiser will zum Reichstage nach Hainz, König Karl istin Gent. Alle diese Angaben treffen für Ende Hai zu; in diese Zeitmuss der Brief des Erasmus gehören. Der Kardinal von Sitten schreibtam 29. Hai noch von Antwerpen an Wolsey, an demselben Tage aber

0 Van Jseghem, S. 265 Nr. 105 und S. 270 Nr. 110.

Jm