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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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auch schon von Mecheln aus an ihn; wenn das richtig ist, war erzwischen beiden Briefen, nach dem Frühstück, an dem Erasmus teil-nahm und wo er seine Tiraden gegen Frankreich anhören musste, ab-gereist; dies zugegeben, dürfen wir ep. 291 auf den 30. Mai legen 1 ).Die Unterhandlungen mit Paris waren durch die Reise nach Eng-land zwar nicht völlig abgebrochen, aber doch weit hinausgeschobenworden. Noch vor der Reise hatte Erasmus zwei kurze Briefe anBude gesandt, einen ohne Datum, den andern am 25. März (MariaeVerkündigung). Beide Briefe sind uns eben so wenig erhalten, wieBudes erste Antwort darauf, von der er in App. 60 vom 5. April(ramaliorum die, Palmsonntag) spricht. Der König hatte Bude kurzaufgefordert, noch einmal an Erasmus zu schreiben, ohne indes klareZusicherungen zu machen; auch Poncher hatte sich nicht näher aus-gesprochen. Bude überliess es infolge dessen Erasmus, sich nocheinmal an den Bischof zu wenden, vielleicht auch an den König, wenndie Sache inzwischen nicht in Vergessenheit geraten sei. Die Rollenhaben also gewechselt: Erasmus hat sich für den Gedanken erwärmt,in Paris ist man gleichgültiger geworden. Seitdem ruhte der Plan,und auch Tunstall riet dem Freunde ab, nach Frankreich zu gehen,wo kriegerischer Ruhm höher im Preise stehe als litterarischer (App.131, 22. April 2 ). Sicherlich hat Tunstall Recht, dass die PariserFreunde eine hingeworfene Äusserung des Königs aufgebauscht hatten.Trotz wiederholter Nachfragen des Erasmus im August, Oktober undNovember ging Bude erst nach vielen Monaten (ep. 304, 21. December1517) auf die Angelegenheit kurz wieder ein.

*) Tunstall war am 27. Mai von Mecheln nach Antwerpen gekommen(Brewer II, 2, Nr. 3296), am 31. war er noch dort (ebd. Nr. 3315), am 7.Juni schon in Brüssel (3343); am 17. Mai wird Karl in Gent erwartet (3251),am 25. ist der Hof dort (3283); Gurks Abreise nach Worms: Nr. 3295 (vom27. Mai); Sitten in Antwerpen und Mecheln: Nr. 3301 u. 3303, am 31. Maiist er bestimmt in Mecheln: Nr. 3316.

2 ) Auch Tunstall war mit Budö in Briefwechsel getreten; sein Briefist ep. 253, undatiert, aber vor den 25. März zu legen, da er in Brüssel ge-schrieben ist, wo Tunstall sich bis zum 25. oder 26. März aufhielt (vgl.Brewer II, 2, Nr. 3054 u. 3059). Budes Antwort darauf ist ep. 249 vom19. Mai 1517.

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Westd. Zeitschrift. Ergänzungsheft IX.

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