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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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Dorp, dem ja freilich die Freundschaft eines Erasmus schmeichelhaftsein musste, durch die gewinnende Liebenswürdigkeit, mit der er ihnsich an die Seite stellte, für sich einzunehmen.Si qui cruciantur",schrieb er ihm in demselben Briefe,inter nos convenire, demus operam,mi Dorpi, quo magis ac magis doleant; ... qui bene volunt Erasmo,facile amabunt et Dorpium." Eben hieraus zeigt sich auch, dass einePartei in Löwen von dem guten Einvernehmen, das sich zwischen denbeiden Gelehrten anzubahnen schien, durchaus nicht erfreut war, undandererseits beweisen die wiederholten Freundschaftsversicherungen Dorps,dass er die Angriffe gegen die Erasmischen Werke eingestellt hatte undaufrichtig betrübt war über die Wendung, die die Sache ins gehässigPersönliche genommen hatte. Schliesslich ist es auffällig, dass alle dieseVerhandlungen nach der Rückkehr aus England völlig abgebrochenwaren, ja dass Erasmus bald darauf, im Juli, sich für die nächstenJahre in Löwen gänzlich niederliess. Mit seinen Werken war keineVeränderung vorgegangen, aber die Intriguen gegen seine Person warendurch die päpstliche Indulgenz zum Schweigen gebracht.

Allein war es lediglich diese Scheu, sein Lebensgeheimnis preis-zugeben, die Erasmus zu so ausserordentlichen Anstrengungen veran-lasste? Offenbar lag ihnen eine andere, konkrete Besorgnis zu Grunde.Im Februar 1517, nach der Löwener Episode, schrieb er an Ammonio(ep. 231):Agebant et apnd Principem sedulo, ut Pontificis auctori-tatem cum huius auctoritate coniungerent; ... in aula molitionespartim procerum favore, partim eruditorum, et in his praecipue Theatini(d. i. Caraffa) opera coercitae sunt." Hier haben wir den letzten undtreibenden Grund: auch am Hofe hatte sich, von Löwen genährt, eineantierasmische Clique gebildet, die das Ohr des Königs zu gewinnensuchte; gerade jetzt aber stand er in Verhandlungen mit dem Hofe,und dass diese von den Feinden durchkreuzt würden, war seine ge-heime Sorge. Daher das lange und wiederholte Schwanken in den Be-ratungen mit Sauvage, das Wechselspiel von Zögern und Hasten, dasauch die Verhandlungen mit Rom näher erklärt und in ihnen seine Er-klärung findet.

Wir haben gesehen, dass Erasmus, der auf Sinecuren geradezufahndete, dem Angebot einer Pfründe, namentlich aber der Ratswürdewiederholt auswich, ohne sich doch die Möglichkeit eines zusagendenEntschlusses abzuschneiden. Wäre, wie er an Bude schrieb, allein dieAbneigung gegen das bildungsfeindliche Land für ihn entscheidend ge-wesen, so hätte er die Zumutung, sich dort heimisch zu machen, doch