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an Canossa (ep. 206, 24. Febr.). als er ihn zu der Ernennung zumBischof von Ba'ieux beglückwünschte, wovon ihn dieser am 13. November1516 in Kenntnis gesetzt hatte (ep. 224 1 ). Auch Ammonio machteer Mitteilung von den Anträgen: „Frankreich bietet mir goldene Berge,aber mir sind die Hände gebunden" (ep. 231, wo in dem unvollstän-digen Datum „VI. Kai....." wohl „Martias" zu ergänzen ist, d. i.
24. Februar). Noch am 11. März (ep. 211) schrieb er ihm, dass derKönig ihm 1000 Gulden jährlich geboten habe; er habe indes keine be-stimmte Antwort gegeben.
Vielleicht ist es nur ein Zufall, dass Thomas More, an denErasmus im März zweimal schrieb, nichts von der Einladung nachFrankreich erfährt; er mag es Ammonio überlassen haben, ihm Mitteilungzu machen. Am 1. März (ep. 208) schickte er ihm Schriften zumReuchlinscben Handel für den Bischof Fisher von Rochester und batum Rücksendung der Utopia, die er ihm zur Korrektur zugesandt hatte;wenn Ammonio ttwas für ihn habe, möge er es ihm bald zugehenlassen, „denn", fährt er fort, „der Fürst schickt sich zur Abreise an,und wohin ich gehe, ist noch ungewiss". Der folgende Brief, ep.237 vom 8. März, ist im Ganzen nur eine Wiederholung der beidenvorhergehenden, von denen wir nur den letzten (ep. 208) besitzen; erbat um Übersendung der Utopia; den Brief von Dorp möge More besserabschreiben lassen; „schreibe über alles sorgfältig, sobald es Dir mög-lich ist; denn hier scheint eine grosse Veränderung bevorzustehen, wennmeine Ahnung mich nicht trügt." Auch hier wie in ep. 208 und inden Briefen an Ammonio sehen wir Erasmus in enger Verbindung mitdem Hofe und in Abhängigkeit von der Residenz des Fürsten, an dener also durch Verpflichtungen irgend welcher Art gebunden war. Davonweiss auch der Erzbischof Warham in seiner Antwort auf einen Briefdes Erasmus vom 13. Februar; er spricht von „Hoffnungen, die ihmvon allen Seiten (undique) lächeln" und beglückwünscht ihn zu demErfüllten sowohl wie zu dem Versprochenen („tarn praestita quam pro-missa", App. 121 vom 24. März). Der eine Glücksfall mag der Rufnach Paris sein, von dem Erasmus am 13. Februar durch Poncherdie erste Kunde hatte. Aber Warham spricht von mehreren und wagtunter diesen Umständen nicht, Erasmus nach England einzuladen ; allein
J ) Auch Canossa hatte ihn eingeladen und ihm eine Pension von 200Dukaten nebst Unterhalt für ihn, einen Diener und 2 Pferde versprochen; erzweifelte aber daran, dass Erasmus die Einladung annehmen werde (Canossaan Ammonio, 1. Decbr. 1516, bei Brewer II, 1, 2621.)
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