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Briefen, die er aufzählt, Spalatins Brief aus Altenburg vom 13. November1517, d. i. ep. 278, empfangen habe. Von dem ersten Briefe aber,App. 94, erwähnt Erasmus nirgends etwas, weder dass er ihn erhaltennoch dass er ihn nicht erhalten habe. —
Der Hof Karls in Brüssel, wo Erasmus mehr als 4 Monate hin-durch seine Wohnung hatte, war damals der Mittelpunkt der europäischenPolitik; französischer und englischer Einfluss suchte sich hier wechsel-seitig zu durchkreuzen; Diplomaten aus allen Ländern kamen und gingen,Gesandte vom Kaiser und den italienischen Städten, spanische Grandenund ihre Agenten. In der Nähe des englischen Vertreters CuthbertTunstall hatte der Gelehrte, wie er an Äegidius schrieb (ep. 219, 6.Okt.), seine Wohnung gefunden; mit ihm schloss er innige Freundschaft,sein Name kehrt in allen Briefen wieder. Dass Erasmus litterarischthätig war, davon hören wir nichts; wohl aber stand er in regem Ver-kehr mit allen litterarischen Kreisen. So hatte er auch mit Paris denBriefwechsel wieder aufgenommen. Von Bade, sagte er am 17. Oktober(ep. 388), habe er soeben zwei Briefe erhalten, von Bude einen langen,aber herzlichen. Jetzt erst war nämlich Budes Schreiben vom 7. Juli(ep. 257) angekommen; es war durch Bade, von dessen Brief (App.67) begleitet, am 31. Juli an den Genter Katsherrn Anton Clava ge-langt, der beide am 3. August Erasmus zusandte (App. 72); auch ervermutete ihn, wie später noch More (App. 52, 22. Sept.), in Löwen,denn er trug ihm Grüsse an Paludan, Adrian von Barland und RutgerRescius, Dryopolitanus genannt nach seinem Geburtsort Maaseyck, auf.Der zweite Brief von Bade ist App. 82 vom 29. September, der be-stätigt, dass die vorigen nach Gent gegangen waren, sonst nur eineWiederholung von App. 67; wieder beklagte er sich über die.Unsittedes Nachdrückens, die Erasmus noch unterstütze; er bat ihn, von seinerGewohnheit zu lassen, einem anderen Drucker ein Werk zu übergeben, ehedie ältere Auflage vergriffen sei. Budes Brief beantwortete Erasmus am28. Oktober (ep. 221), wie die Beziehungen auf ep. 257 ergeben: er habegelacht über die geschickte Änderung von XeTcxoXoy/jfiata in auyypa[i[i^Tca;er plaudert in Selbstverspottung, wie in ep. 251 und wie Bude in ep.257, über seine Ehe mit der Dürftigkeit, der „Penia", die ihm Weibund Kind ersetze. Unrichtig datiert (vom 27. Oktober) ist dagegenBudes Brief ep. 220, die Antwort auf ep 221, wie leicht erkannt wird.Denn Bude ist stolz darauf, dass Tunstall, wie ihm Erasmus mitgeteilt(S. 212 D), seine griechischen Studien lobe; er glaubt, dass Erasmussich über die XeTzxoXoy^at« beruhigt habe und seine Erklärung gelten