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im nächsten Frühling von Erasmus eine Empfehlung an Bombasio erbat.Huldigungsgedichte von Hermann Busch in Köln, von Sapidus undeigene Distichen sandte Glarean (ep. 217, 5. Sept.); er hoffte, nachdem Friedensschluss zwischen der Schweiz und Frankreich eine Anstellungin Paris zu finden, andernfalls wollte er zu Pfingsten zu Erasmuskommen. Dass dieser die Gedichte selbst von Glarean sich ausgebetenhatte, erfahren wir von diesem am 13. November (App. 92). DieMitteilung Amerbachs, dass Lachner den Rest des Hieronymus fürWarham und ausserdem 7 Exemplare des ganzen Werkes schickte,machte auch Wilhelm Nesen von der Frankfurter Messe aus (App. 106).Doch liegt dieser undatierte Brief später als die obigen Basler. Erasmushatte ihm aus Antwerpen am 5. September seine Absicht mitgeteilt,eine neue Ausgabe der „Copia" zu veranstalten, die Nesen durch seineTeilnahme zu seiner eigenen gemacht habe („ut magis iam tui sintusucapione, quam mei qui genuerim" '). Nesen sagt nun, dass er diesenBrief nicht mehr in Basel, sondern in Frankfurt erhalten habe; App.106 wird also in die 2. Hälfte des September gehören. — Den Hieronymusund die Basler Briefe erhielt Erasmus wahrscheinlich erst im Oktober;am 2. Oktober schrieb er More, dass der Hieronymus in zwei Tagenmit einer Menge Briefe kommen werde (S. 203 A), aber am 6. Oktoberhatte er ihn noch nicht (S. 138 A); erst am 17. Oktober (App. 388)bat er Aegidius um die Zusendung, und als er seine Bitte nicht schnellgenug erfüllt sah, drängte er am 18. November von neuem (ep. 345).Die darin ausgesprochene Absicht, den Winter über in Brüssel zubleiben, die Anwesenheit Tunstalls in der Residenz, der schwebendeStreit mit Dorp weisen App. 388, der bevorstehende Druck von More's„Utopia" auch ep. 345 dem Jahre 1516 zu.
Nach einigen Wochen gingen neue Nachrichten aus Basel ein.Ausser Glarean (App. 92, 13. Novbr.) schrieb Ludwig Bär au ihn(ep. 223, 12. Novbr.), beglückwünschte ihn zur Verleihung der Pfründeund meldete, dass er seinen Brief und den Warhams an den Bischofvon Basel, um dessen Beförderung Warham am 22. Juni gebeten hatte(App. 65), dem Bischof zugestellt habe. In seiner Erwiderung (ep.191, 1. Januar 1517) teilte ihm Erasmus mit, dass er die Pfründe ineine Pension umgewandelt habe. Zugleich mit Glarean und Bär wird
') Der Brief des Erasmus an Nesen ist aus der Frobenschen Ausgabeder „Copia" vom April 1517 abgedruckt bei Maittaire, Annales typographiciII, 292; Haupt, Willi, u. Conr. Nesen (Zittau 184H) S. 59 Anm. 2, und amzugänglichsten bei Jortin II, 593.