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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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Er erfuhr es, als er zwischen dem 2. und 6. Oktober in Brüssel eintraf.Der König, oder richtiger Sauvage, derin Wirklichkeit der Fürst"war, wollte ihn zum Bischof in Sicilien machen; aber da dem Papstedie Verfügung über die Besetzung zustand, hatte ihn Karl um seine Zu-stimmung gebeten.Wenn das nur gut abläuft", sagte Erasmus zuAmmonio, dem er davon Mitteilung machte (ep. 160, am 6. Oktober),denn fast zu gleicher Zeit habe ich aus England und diese hier ausBrabant geschrieben." Er fürchtete, dass seine Bewerbungen bei demPapste dadurch gestört würden. Für Sauvage's Plan selbst halte ernur ein Lächeln;glücklicherweise ist es ein Irrtum", schrieb er anseinen eben verlassenen Freund Aegidius (ep. 219, 6. Oktober),hätteich gewusst, dass der Kanzler mich deshalb rufen liess, ich wäre lang-samer gekommen." Der Lord Mountjoy billigte zwar seine Absicht,in Brüssel zu bleiben (App. 90, 12. November); aber das Bistum räter abzulehnen, da es zu fern liege undfür wenig fett gelte".

In der Residenz blieb nun Erasmus den Winter über. Von Zeitzu Zeit kamen Nachrichten aus Oberdeutschland zu ihm. Den BriefKeuchlins vom 5. Juni (App. 63) hatte er mit den andern von Frobennachgesandten Schriftstücken (App. 25), darunter auch das Breve Leo'sX. (ep. 160), erst Ende September in Antwerpen erhalten und Reuchlinam 29. September 1 ) geantwortet; er dankte für die Übersendung seinesCodex zum Neuen Testamente, den Froben bereits an ihn zurückgesandthatte; er versicherte ihm, wie hoch ihn der Bischof Fisher und Coletschätzten und teilte als ein Ereignis mit, dass Colet,schon ein alterMann, noch Griechisch lerne"; dass er vor kurzem erst damit begonnen,wissen wir von More (App. 52). Als im Juli die wichtigen Nachrichtenvon Ammonio (App. 7 und ep. 177) eingetroffen waren und die Ver-leihung der Pfründe Courtraj r seinen Plänen eine andere Richtung ge-geben hatte, forschte er in Basel nach dem Verbleib des päpstlichenBreves und nahm seinen Freunden die Hoffnung, ihn in diesem Jahrewiederzusehen. Sie alle sprachen ihm ihr Bedauern aus: WolfgangFaber (Fabritius) Capito 8 ) (App. 75, 2. Sept.), der inzwischen denErasmischen Geist in Basel weiter pflegen will, Beatus Rhenanus (App.76, 3. Sept.) trotz seiner Freude über sein Ansehen bei Sauvage,Bruno Amerbach (App. 77, 5. Sept.), der für seine Reise nach Italien

') Mitgeteilt in Reuchlins Briefwechsel ed. Geiger, S. 258 Nr. CCXXVI,und von Geiger zutreffend in das Jahr 1516 gelegt.

2 ) Über Capito vgl. Baum, Capito und ßueer, Strasslmrgs Reformatoren.Elberfeld 1860.

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