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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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deutscher und französischer Gelehrsamkeit haben durch den Mangel desunmittelbar persönlichen Elementes für uns ausschliesslich literarisches,fast könnte man sagen antiquarisches Interesse; den Zeitgenossen er-schienen sie doppelt wertvoll durch ihren Inhalt und durch die Stelle,von der sie ausgingen. Sie sind eine Keihe teils geistvoller Plaudereien,teils wissenschaftlicher Essays, deren Tendenz Erasmus schon dadurchdokumentirte, dass er sie nach nnd nach, zuerst im Oktober 1516 beiMartens in Löwen 1 ), der wissenschaftlichen Welt zugänglich machte.Erasmus eröffnete den Verkehr schon in Basel mit der Übersendungdes Neuen Testamentes. Sein Begleitschreiben beantwortete Bude mitep. 250, als dessen Datum er den Himmelfahrtstag angiebt, d. i. den1. Mai; damit stimmt seine Angabe überein, dass er den Seneca unddas Neue Testament (apologia, paraclesis, praefatio, S. 247 E) amSonntage, dem 27.dieses" Monats, d. i. jedoch April, gelesen habe,da er diese Worte oder auch den ganzen Brief in den letzten Tagendes April geschrieben und das Datum nachträglich hinzugefügt habenwird 2 ). Erasmus erhielt den Brief, wie er in seiner Antwort (ep. 251)sagte, bei seiner Ankunft von Brüssel nach Antwerpen am 19. Juniüber Köln; da der Bote schon zur Abfahrt bereit war, beantwortete erihn sofort: ep. 251 ist also wohl am 19. oder 20. Juni geschrieben.Das Jahr 1516 ergiebt sich für beide Briefe aus den Mitteilungen desErasmus über seine letzten Basler Studien und die Verhandlungen mitSauvage. Ein wenig verletzt verteidigte er sich gegen Bude's Äusserung(S. 249 B), dass er so viel Scharfsinn und Sprachgewandtheit dochnur auf Haarspaltereien (XeTrxoXoyiQfxaTa) verwende. Bude erhielt denBrief am 1. oder 2. Juli, wie er in seiner Antwort vom 7. Juli (ep.257) sagt; er nahm den Ausdruck Xe7ixoXoYTj[iata zurück und wolltedafür lieber auyypa[i|j,aTLa setzen. Diesen Brief sandte der BuchdruckerBade an Erasmus ab; in seinem Begleitschreiben, App. 67 vom 6. Juli,beklagte er sich zurückhaltend aber ernst über die Verluste, die erdurch den von Erasmus begünstigten oder doch stillschweigend gebilligtenNachdruck derCopia" undAdagia" durch Schürer in Strassburgerlitten; darum lehnte er es ab, die ihm von Erasmus zugesandtenSimilia" zu drucken, da sie soeben bei Dietrich Martens in Löwen

') Van Iseghem, Th. Martens. S. 265, No. 105.

2 ) Van Iseghem, (S. 116 f.) schliesst irrtümlich auf den 31. Mai alsDatum von ep. 250, da er, ohne den Ostertermin zu berücksichtigen, den27. Mai als Datum der Lektüre annimmt.