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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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mit dem die ärgerlichen Kämpfe begannen, die er zunächst um dasLob der Thorheit", dann um seine kritischen "Werke überhaupt zubestehen hatte. DieMoria", schrieb ihm Dorp, habe durch ihre An-griffe auf die Theologen, deren Autorität am wenigsten im Volke er-schüttert werden dürfe, gerade unter seinen treuesten Anhängern heftigeStürme erregt und dem Ansehen des Verfassers sehr geschadet; nun imBegriffe, den hl Hieronymus und das Neue Testament herauszugeben,solle Erasmus doch bedenken, dass unmöglich die Kirche so viele Jahr-hunderte geirrt haben könne; darum bittet er ihn freundschaftlich, imNeuen Testament, wo es nötig sei, nur den Ausdruck, nicht den Sinnzu verändern. Erasmus ging der Brief zunächst noch gar nicht offiziellzu; er sah ihn nur in einer Abschrift, ein Zeichen, dass Dorp gleichzu Anfang für seine Verbreitung sorgte. Sogleich hatte er eine Antwortbereit^, die in versöhnlichem Tone gehaltene erste Apologie seinerWerke; er beschäftigt sich hauptsächlich mit demLobe der Thor-heit", dessen völlige Harmlosigkeit er zu beweisen sucht; aber werschon an diesem Werkchen Anstoss nehme, dem werde er es freilichmit dem Hieronymus ganz und gar nicht recht machen können; denndas sei doch gerade die Aufgabe des Herausgebers, die Verschiedenheitender bisherigen Lesarten, wenn es nötig sei auch radikal, zu beseitigen,und dies treffe eben hier zu.

Diese Antwort Hess Erasmus sofort nach seiner Ankunft iu Basel,im August 1515, zugleich mit den Briefen an den Papst und die Kar-dinäle bei Froben drucken, ehe noch der Angriff Dorps der Welt be-kannt wurde *); denn dessen Brief erschien mit der Antwort des Erasmus

der Leydener Ausg., sondern zuletzt bei Jortin, Life of Erasmus, II, 336bis 339, ohne Datum; nach Van Iseghem (S. 255 Anm.) ist er im Druck vomAugust 1515 datiert.

>) Opp. omu. IX, 1-16.

2 ) Es ist ein Irrtum, wenn Panzer (VI, 193 No. 139) schon im Märzlölö einen Druck der Epist. apolog. ad Dorpium, zusammen mit dem Seneca,Synesius (laus calvitiae) und Encomium Moriae anführt; der Druck dieserWerke von Froben aus dem März 1515, von dem die Berliner Kgl. Bibliothekein Exemplar besizt, enthält die Apologie nicht. Derselbe Fehler findet sichbei Stockmeyer u. Heber (S. 100 No. 39), deren Verzeichnis der FrobenschenDrucke oft nur ein Auszug aus Panzer ist. Indes existiert ein späterer,Panzer unbekannter Druck der Apologie an Dorp zusammen mit dem Enco-mium Moriae, etwa vom September oder Oktober 1515, den auch PaulVoltz am EO. Oktober 1515 (App. 34) erwähnt. Ein Exemplar diesesDruckes fand ich in dem Katalog No. 72 von Rosenthals Antiquariat zuMünchen aufgeführt.

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