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auf eine solche gelegentliche Äusserung erwiderte, war seine eigene alteErfahrung: „die es können, wollen nicht, und die es wollen, könnennicht" (App. 85). Aber hätte eine bestimmte Aussicht von dieser Seiteher ihn zur Unterbrechung seiner dringenden Arbeiten vermocht, dieer sogar in England fortzusetzen genötigt war (ep. 155), dann hätteer, als Wolsey nun wirklich etwas ihm bieten konnte, diesem nicht soüberstürzt und nur schriftlich seinen Dank gesagt (ep. 187).
Der Inhalt der beiden Briefe an die Kardinäle ist fast gleich;sie zeigen zunächst seine ungestillte Sehnsucht nach Italien und lassenhinter dem Preis seiner englischen Mäcene doch seine getäuschte Er-wartung hindurchblicken; weiterhin äussert Erasmus seine Absicht, diebevorstehende Ausgabe des Hieronymus Leo X. zu widmen, ergeht sichvon hier aus des Weiteren über seine Studien und kommt mit einergeschickten Wendung auf Reuchlin zu sprechen, dessen Streitsache ebendamals durch Grimani entschieden werden sollte. Nicht wesentlich ver-schieden, nur modifiziert, ist der Inhalt des Briefes an den Papst; nacheinem wortreichen Hymnus auf die Mediceer im allgemeinen und Leoim besonderen, den er als Friedensstifter zwischen England und Frank-reich und als Schutz gegen die Türkengefahr preist, geht er auf deneigentlichen Zweck seines Briefes über: er bittet den Papst, die Wid-mung des Hieronymus entgegenzunehmen. So unwesentlich die inhalt-lichen Abweichungen der drei Briefe sind, um so mehr ist es ihre Form.Während in den Schreiben an die Kardinäle Erasmus selbst, seineSehnsucht nach Italien, womit er den Ruhm römischer Bildung gewandtzu verflechten weiss, seine angesehene, dabei aber nicht befriedigendeStellung in England den ersten Platz einnimmt, tritt seine Person indem Briefe an den Papst ganz zurück; Warkam und Petrus Caraffa,Bischof von Chieti und damals Gesandter Leo's in London (später be-kannt als Papst Paul IV.), werden nicht als seine Gönner, sondern alsFörderer der Wissenschaften gerühmt, und das Lob Caraffas mag imManuscript noch karger ausgefallen sein, da der Papst in seiner Ant-wort (ep. 178) nur Warkam, nicht aber Caraffa nennt; es sollte wohlnur den Bischof bestechen, dem Erasmus seine Erwähnung in dem Briefeauch ausdrücklich mitzuteilen für gut fand (App. 16). Dagegen bildetden Mittelpunkt des Briefes der Papst selbst; Reuchlin, den zu schützener Grimani gebeten hatte, erwähnt er hier nur als seinen Vorläufer inder Bearbeitung des Hieronymus, in gleicher Reihe mit Conon ausNürnberg und Beatus Rhenanus. Und merkwürdig ist auch die ganzeArt, wie er in dem Briefe an Grimani von Reuchlin spricht: er habe
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