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verwenden, um nicht seine Universität ihres griechischen Lehrers zu be-rauben. Dieser Brief mag im Sommer 1513 geschrieben sein, spätestensim August, wo Erasmus selbst in London war, und demnach vor ep.143. Denn am 1. September bat die Universität Cambridge den Lordum einen Zuschuss zu dem hohen Gehalt ihres griechischen Professors,den sie sonst verlieren müsste 1 ).
Durch die Teilnahme seiner Gönner an den politischen und krie-gerischen Wirren wurde sein Schicksal noch mehr in den Hintergrundgedrängt. „Der Krieg,"' schrieb er einige Monate später (ep. 144),„hat den Geist dieser Insel plötzlich umgewandelt." Am 5. April 1513war Heinrich VIII. dem antifranzösischen Bündnis beigetreten, im Junisetzten die englischen Streitkräfte nach Calais über, und nach der„Sporenschlacht" bei Guinegate ergab sich am 25. September Tournayin die Hände des Siegers 2 ). Zu derselben Zeit war dem englischenKönige in seinem Schwager Jacob IV. von Schottland ein neuer Feinderstauden; aber schnell ging die Gefahr für England vorüber: in derSchlacht bei Flodden, am 9. September, verlor Jacob sein Leben, ihmzur Seite sein natürlicher Sohn Alexander (Stewart), der junge Erzbischofvon St. Andrews, dessen Studien einst Erasmus in Padua geleitet hatte 8 ).
Im Lager Heinrichs VIII. befand sich auch Ammonio, und inseinem Briefwechsel mit Erasmus ziehen alle diese Ereignisse vorüber.In seinem ersten Briefe nach der Bückkehr, ep. 186 vom 25. Novbr. 4 ),erwähnt Ammonio dreier Briefe, die er von Erasmus im Lager erhaltenhabe; den ersten habe er sofort von dort aus beantwortet. Dieser ersteBrief ist uns nicht erhalten, eben so wenig die Antwort Ammonio's.Den letzten („novissimas") erhielt er bei seinem Fortgang aus Frank-reich, und aus der Antwort, die er jetzt erst auf die Aufträge seinesFreundes erteilt, sehen wir, dass es ep. 119 vom 1. September ist:er hat den Abt von St. Bertin gegrüsst, ihm das Verzeichnis seinerFreunde in St. Omer vorgelesen, die Erasmus in ep. 119 in der Thataufzählt, und er hat dem Kanzleivorsteher des Königs (John Young)die ihm gewidmete Plutarchübersetzung gegeben, nämlich nach ep. 119die „öyieiva Tiapay-j'eX[xaxa", die 1513 im Druck erschienen. Den
') Mitgeteilt bei Brewer I, 4428.
2 ) Vgl. Ulmann, a. a. 0. II, 460 ff.
3 ) Vgl. Brewer, Bd. I, Introduction S. LI ff. Nolhac, Erasme en ItalieS. 53 f.
4 ) septimc- Kai. Decbr., nach der Basler Ausg. d. Briefe vom J. 1538(S. 305), nicht 24. November, wie die Leydener Ausg. hat.
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