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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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war, versetzt uns auch App. 387 (o. D.) an Peter Äegidius, den Stadt-sclireiber von Antwerpen.Dici non potest," sagt er,quam doleamnostros paulatim his involvi bellis, tot iam bellis vel, ut verius dieam,latrociniis divexatos." Dieselatrocinia" sind für ihn der geldrischeKrieg, der nun schon wieder seit dem Jahre 1507 die Niederlande inUnruhe hielt 1 ). In das Jahr 1513 weist diesen Brief auch die Bitteum Nachricht über die Verhandlungen, die der oft auftretende Buch-händler Franeiscus (Bergmann oder Pirkmann) mit dem Drucker Badein Paris über ein Manuscript des Erasmus pflog. Seine Unruhe be-schwichtigte bald ein fälschlich 1515 datierter Brief des Bade vom20. August (App. 28), in dem dieser Klage führt, dass durch denNeudruck derAdagia" in Oberdeutschlandcum praeconio tuo novoet instrumento" sein geschäftliches Interesse beeinträchtigt werde. Dieseso von Bade beschriebene Ausgabe derAdagia", nämlich in der neuenAldinischen Cursivschrift und mit einer für Erasmus ehrenvollen VorredeFrobens, erschien 1513 in Basel 2 ); auch das Werk Bude'sDe Asse",an das der französische Gelehrte die letzte Hand legt (Budaeus opusDe Asse relambit), kam im März 1514 bei Bade heraus 3 ).

Über die Verheerungen des Krieges in dem Vaterlande klagtErasmus auch in einem Briefe an den Fürsten von Weere, Adolf vonBurgund (ep. 143), mehr aber noch über die Enttäuschungen, die ihmdie letzten Jahre in England gebracht haben; er bedauert, vor 3 Jahren,wahrscheinlich auf der Rückreise von Paris, wie wir gesehen, seinerEinladung nach der Heimat kein Gehör geschenkt zu haben undwünscht nichts weiter, als wie Odysseus den aufsteigenden Rauch derheimatlichen Hütten zu sehen. Es waren die trübsten und drückendstenTage, die Erasmus in England sah. Seine Professur hatte er noch biszum Ende des Jahres 1513 inne, ohne indes materiell gesichert zu sein.Dringend, offenbar unter dem Zwange hoher Not, stellte er an denBischof Fisher das Ansinnen, ihn aus den seiner Obhut anvertrautenFonds zu unterstützen; fast schmerzlich bewegt muss dieser es ablehnen(App. 430), aber er spendet ihm doch von dem Eigenen; er tröstetihn mit der Hoffnung auf Mountjoy und will sich selbst bei diesem

') Vgl. Henne, Histoire du regne de Charles-Quint en Belgique. I (1858).S. 249 ff.

2 ) Stockmeyer und Reber, Beiträge zur Basler Buchdruckergeschichte.Basel 1840. S. 87 u. 88.

3 ) Panzer VIII, 12 No. 699; vgl. Stockmeyer u. Reber (Beiträge zurBasler Buchdruckergeschichte. Basel 1840). S. 87.