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Beiträge zur Geschichte der Trierer Buchmalerei im früheren Mittelalter
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1512 hielt 1 ). Der Wunsch Colets, bald den 2. Teil derCopia" fertig-gestellt zu sehen, wurde schnell erfüllt: am 29. April 1512 konnteErasmus die Widmung dieses Buches datieren (Opp. omn. I, 1), dasnicht lange darauf gedruckt wurde 2 ).

Die Widmung ist in London geschrieben; entweder also war Erasmusvon Ende März ab in der Hauptstadt geblieben oder hierher zurück-gekehrt. Am 8. Mai schon holte er von Cambridge aus (ep. 114) beiAmmonio Nachrichten über die oberitalienischen Kriege und Papst Ju-lius II. ein ein Grund gegen das Datum 1513, da der Papst am21. Februar 1513 starb, während andererseits im Mai 1511 Erasmusnoch nicht in Cambridge war. Auf das Jahr 1512 weist auch dieTeilnahme an den kirchlichen Angelegenheiten, für deren Fortgang ereine Wallfahrt nach Walsingham plante, mögen wir diese Äusserungnun auf die Diöcesansynode in London oder auf das Laterankonzil be-ziehen, wenn auch dessen Eröffnung am 3. Mai ihm noch nicht bekanntsein konnte. Sein Gelübde führte Erasmus aus; er beschreibt die Wall-fahrt, wahrscheinlich mit den Ausschmückungen der poetischen Lizenz,in seinen Colloquien 3 ). Wenn ep. 114 der einzige Hinweis in denBriefen auf die Wallfahrt nach Walsingham ist, so finden wir eineandere in demselben Colloquium geschilderte Heise, zum Grabe desThomas Bekket nach Canterbury, überhaupt nicht erwähnt. Dass dieReise nach Walsingham in den Sommer 1512 fällt, dafür spricht ep.114 mit aller Wahrscheinlichkeit; wenn die nach Canterbury nicht etwaeine blosse Fiktion ist, mag sie in dieselbe Zeit gehören. Denn inCambridge scheint Erasmus nicht gewesen zu sein, weil die Korrespondenzhier eine grosse Lücke aufweist; in London wissen wir ihn nur am

*) Vgl. Seebohm S. 154 ff. Der Druck erfolgte bald darauf, unddas irrtümliche Datum 1511 des Pynsonschen Druckes (Panzer, Anuales typo-graphlci VII, 240 No. 27) ist wohl, wie so oft, auf die Osterrechnung zurück-zuführen.

2 ) Nach Seehohm (148, Anm. 3, ohne Angabe der Gründe) im Mai 1512;der erste datierte Druck erschien im Januar 1513: Panzer, Ann. typ. VI, 61,289. Der erste Druck überhaupt ist in Paris zu suchen; mit der Angabedes Erasmus in App. 13 (apud Parisios ateunque edita) stimmt die MitteilungSebastian Murrho's an seinen Lehrer Joh. Gebwiler vom 17. Jan. 1513 überein,dass Joh. Kierher das Werk im Herbst 1512 aus Paris mitgebracht habe;vgl. Knod, im Centralblatt für Bibliothekwesen V (1888), S. 464 Anm. 3.

3 ) ColloquiumPeregrinatio religionis ergo", Opp. I, 774 ff. Seebohm(S. 201 ff.) legt die Wallfahrt in das J. 1513, obwohl er sich inkonsequentauf Brewer (I, 1652) bezieht, der doch ep. 114 1511 datiert.

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