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Holzdecke trägt den Eintrag: Liber monasterii saneti Viti iu Gladbach.Jeweils der erste Buchstabe vom Texte der 12 Bücher ist ein grosserInitial (schwarz, rot, blau, grün) mit Arabesken und figürlichen Details.Der Initial A (Anfangsbuchstabe des 12. Buches) enthält oben in rundemMedaillon das Brustbild des h. Vitus en face. Er hält in beiden er-hobenen Händen je ein Pergamentblatt, neben denen je ein Mönch sitzt;der eine schneidet die Feder, der andere hält den Pinsel (Abb. Kuglera. a. 0. S. V).
Der Schreiber der Hs., denn dafür dürfen wir den ersten Mönchansehen, heisst nach der abgekürzten Inschrift Conradus, der Malernennt sich Godefridus. Der Liber de fundatione et abbatibus monasteriiS. Viti martyris in Gladbach nennt um 1130 und 1150 im Klostereinen „frater Godefridus subdiaconus" und einen „frater Conradus sub-diaconus." Der Maler besass nach Kugler ein „überraschend künst-lerisches Auge und eine sichere Hand. Die Arabesken zeigen zumeistkühnen Schwung, die figürlichen Details eine zartere, oft sinnige Aus-führung." Die von Kugler gegebenen Abbildungen beweisen dies auch.Dass Codices, wie die beiden Darmstädter, dem Maler vorlagen, istzweifellos. Die reiche Verwendung von kombinierten Punktmustern, dieEinfassung der Inschriften mit Punkten, die Art des Rankenwerks undder Initialen weisen darauf hin. Das Medaillon des h. Vitus machteinen merkwürdig archaischen Eindruck. Der Initial J des Incipit(Kugler Abb. S. 16) zeigt einen geharnischten Ritter mit Schildund Lanze. Fast möchte man die Copie einer Metallgrabplatte darinvermuten.
Einen Cod. Gladeb. (Archiv der Stadt Köln VIII, 24. 12. Jahrb..)mit Miniaturen erwähnt Lamprecht (Bonner Jahrb. 70. 1881. S. 99).
Was die beiden Darmstädter Handschriften anbetrifft, die nochganz unter dem Einflüsse der importierten Trierer Handschriften stehen,so ergiebt sich klar, dass sie technisch und stilistisch ganz von diesenabhängig sind, allerdings etwas provinziell verroht und verzerrt. Späteraber finden wir einen selbständigeren Aufschwung zu einer gewissen Blüte,wie die Chronik Alberts von Aachen beweist.
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Schluss.
Die Produkte der Trierer Buchmalerei aus den ersten Zeiten der karo-lingischen Aera sind längst als hervorragende Werke erkannt worden,und die Schule erhielt sich in der Folgezeit nicht nur auf derselbenStufe, sondern zeigt bei gesteigerter Thätigkeit auch eine Entwicklung-